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Ministerin lobt: „Altenstadt steht für Spitzenausbildung“

Ministerin lobt: „Altenstadt steht für Spitzenausbildung“

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Datum:
Ort:
Altenstadt
Lesedauer:
2 MIN

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Dienstag die Soldatinnen und Soldaten in Altenstadt in Oberbayern besucht. Sie informierte sich über die Ausbildung der Luftlande- und Lufttransportschule und des Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillons 3 der Bundeswehr.

Blick über die Schultern zweier Soldaten: Eine Zivilistin mit Mund-Nasenschutz sitzt vor ihnen und spricht mit ihnen.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nutzt den Besuch für viele Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten.

Bundeswehr/Lutz Leibelt

„Altenstadt steht für Spitzenausbildung “, so die Ministerin. Der Bundeswehrstandort beherbergt pro Jahr durchschnittlich 2.500 Lehrgangsteilnehmer, wobei diese Zahl derzeit coronabedingt auf etwa 2.000 reduziert ist. Der Standort war nach dem Shutdown im vergangenen Jahr eine der ersten Bundeswehreinrichtungen, die den Ausbildungsbetrieb wiederaufnahm, weil er wesentlich zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr beiträgt. Zusätzlich zu den Lehrgangsteilnehmern sind rund 500 Soldatinnen und Soldaten dauerhaft in Altenstadt stationiert.

Bei den Freifallern

Eine Zivilistin steht vor zwei Soldaten in dunklen Freifallanzügen mit Helm. Rechts steht ein Springer mit gelbem Anzug.

In der Freifallausbildung tragen die Sprungausbilder schwarze Anzüge, während die Sprungschüler gelbe Anzüge tragen.

Bundeswehr/Tim Reinhold

Die beiden Ausbildungseinrichtungen bieten eine breite Ausbildungspalette: Im Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon erhalten Soldaten sowohl ihre individuelle Grundausbildung, aber auch die laufbahnspezifische Grundbefähigung zur Menschenführung. Die Luftlande- und Lufttransportschule bildet automatische Sprung- und Absetzverfahren, den Lufttransport sowie Freifalltrainings für die gesamte Bundeswehr bis hin zu den Spezialkräften der Bundespolizei aus.

Die Ministerin betonte bei ihrem Besuch die künftige Bedeutung des Standorts Altenstadt für die Bundeswehr: „Der Bedarf an Fallschirmsprungausbildung in der Bundeswehr ist hoch und wird in Zukunft auch so hoch bleiben. Das ist einer der Zukunftsstandorte.“ Dazu besichtigte sie auch den Heeresflugplatz in Altenstadt, der in diesem Jahr saniert und asphaltiert wird. Ministerin Kramp-Karrenbauer bedankte sich: „Ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön an die zivilen Baubehörden in der Region.“ Der Ausbau sichert durch seine höhere Belastbarkeit den Heeresflugplatz als Lebensader der Luftlande- und Lufttransportausbildung in Altenstadt.

NATO-Zertifizierung für Ausbildungscenter

Eine Zivilistin trägt eine Virtual-Reality-Brille und hält zwei Controller in den Händen. Ein Soldat steht erklärend daneben.

Das Air Movement Training Center stellt seine digitalisierte Ausbildung der Ministerin vor. Hier trägt Annegret Kramp-Karrenbauer eine Virtual-Reality-Brille, die bei der Ausbildung der Luftumschlagfeldwebel eingesetzt wird.

Bundeswehr/Tim Reinhold

Auch die Internationalisierung der Ausbildungseinrichtung geht voran: Das Air Movement Training Center (AMTC) erhält im Jahr 2021 eine NATO-Zertifizierung. Altenstadt wird damit zur führenden Ausbildungseinrichtung für den militärischen Lufttransport in Europa. „Wir haben hier eine Ausbildungseinrichtung, die es so in ganz Europa nicht gibt“, betonte die Politikerin bei der Besichtigung des AMTC.

„Hochmotivierte Truppe“

Ein Soldat überwindet eine zwei Meter hohe Holzwand. Zwei Soldaten und eine Zivilistin stehen am Rand und schauen zu.

Die Holzwand der Bundeswehr-Hindernisbahn gehört zur Grundausbildung eines jeden Soldaten. Wer über die Wand kommt, ist auch als Infanterist geeignet.

Bundeswehr/Lutz Leibelt

Das Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon präsentierte die reformierte Grundausbildung für Soldatinnen und Soldaten. Dabei spielt die körperliche Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle: Sie soll durch gezielte Sportausbildung gefördert werden, um die militärisch notwendige Belastbarkeit der Soldaten zu fördern. Entsprechend besichtigte die Ministerin eine Sportausbildung, gefolgt von einer Ausbildung am Maschinengewehr, bevor abschließend beide Ausbildungsabschnitte auf der Hindernisbahn zusammengeführt wurden. Hier müssen Soldaten mit Ausrüstung, Gepäck und Waffe unterschiedliche Hindernisse überwinden, auf die sie im Gefecht treffen könnten. Dazu erklärte die Ministerin: „Es war beeindruckend zu sehen, wie weit die Männer und Frauen nach sechs Wochen schon sind. Das ist ein gutes Kompliment an die Ausbilderinnen und Ausbilder hier vor Ort.“ Nach dem Rundgang traf sich Kramp-Karrenbauer unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum vertraulichen Austausch mit Soldaten und Lehrgangsteilnehmern.

Statement von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrem Besuch in Altenstadt.

Zum Abschluss des Besuchs erklärte die Ministerin gegenüber den Medienvertretern: „Man darf mit Fug und Recht sagen: niemand springt in der Bundeswehr, der nicht hier vor Ort eine entsprechende Ausbildung hatte. Hier kehre ich wirklich mit guten Eindrücken von einer hochmotivierten Truppe zurück.“

von Jan Volkmann

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