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Mongolische Gebirgsjäger üben bayerisch

Mongolische Gebirgsjäger üben bayerisch

  • Multinationalität
  • Heer
Datum:
Ort:
Ulaanbaatar
Lesedauer:
2 MIN

Seit 2019 unterstützt die Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bayern die mongolischen Streitkräfte beim Aufbau eines neu aufgestellten Gebirgsjägerbataillons am Fuße des Altaigebirges im Westen der Mongolei. Das binationale Programm läuft bis 2022.

Soldaten üben in Kletterausrüstung im mongolischen Gebirge.

Mongolischen Gebirgsjäger üben das Klinken von Zwischensicherungen.

Bundeswehr/Mongolisches Gebirgsjägerbataillon 331

Die Ausbildung der neuen mongolischen Gebirgsjägerkräfte wollen die deutschen Partner zusammen mit den mongolischen Streitkräften in sechs Ausbildungsmodulen in der Mongolei erreichen. Neben der Ausbildungsunterstützung vor Ort begleiten die deutschen Gebirgsjäger den Aufbau des Bataillons zusätzlich durch weitere Maßnahmen aus der Ferne. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Partnerarmeen die Ausbildung letztes Frühjahr und auch in diesem Frühling aussetzen. Dennoch reiste ein kleines Team der Gebirgsjägerbrigade 23 von Mai bis Juni in die Mongolei zur Erkundung und Vorbereitung weiterer Ausbildung. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, mussten sich die Soldaten zuvor in Quarantäne begeben.

Klettergarten angelegt

Ein deutscher Soldat, der angeseilt ist, klettert an einer Felswand hoch.

Oberstleutnant Johannes Schwegler hilft beim Ausbau des Klettergartens im Altaigebirge.

Bundeswehr/Mongolisches Gebirgsjägerbataillon 331

Bei diesem Besuch liegt ein Schwerpunkt des Engagements der Bayern in der Einrichtung eines Klettergartens am Heimatstandort des mongolischen Gebirgsjägerbataillons in der Westmongolei, 1.800 Kilometer von der Hauptstadt Ulan Bator, entfernt. Bis dato werden die mongolischen Gebirgsjäger aus logistischen Gründen noch im Raum Ulan Bator, weit entfernt von ihrem Heimatstandort, ausgebildet. Das soll sich nun ändern. Mit der Errichtung eines neuen Übungsgeländes, direkt vor der Haustür der mongolischen Gebirgsjäger, haben diese künftig die Möglichkeit, die unter deutscher Leitung erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten zwischen den Ausbildungsabschnitten selbstständig zu schulen und zu festigen – ohne eine „Weltreise“ absolvieren zu müssen.

Mix aus Abseilpisten

Oberstleutnant Johannes Schwegler, der Führer des Erkundungsteams und einziger Heeresbergführer vor Ort, unternimmt selbst den Aufbau des Klettergartens. Anschließend erläutert er ausgewählten Soldaten den Klettergarten und beginnt mit ihnen die erste Ausbildung. Der Klettergarten ist speziell für Soldaten gebaut. Er bildet vor allem den Schwierigkeitsanspruch für den allgemeinen Gebirgsjäger ab. Das heißt, die Routen sind nicht für Sportkletterer gebaut, sondern auf militärische Anforderungen, für Soldaten mit schwerem Gepäck, zum Sammeln erster Erfahrungen, zugeschnitten. Anspruchsvollere Routen zur Steigerung des persönlichen Könnens sind zusätzlich eingerichtet. Darüber hinaus erwartet die mongolischen Gebirgsjäger ein Mix aus Abseilpisten und Geländepassagen zum Bau und zum Bewältigen einer Seilversicherungsanlage.

Beratung und Ausblick

An einem Tisch im Büro sitzen sich drei Offiziere gegenüber.

Brigadegeneral Baatar (l.), Oberstleutnant Schwegler (M.) und Oberst Erdenebileg sprechen im mongolischen Generalstab über die weitere Ausbildung.

Bundeswehr/Mongolisches Gebirgsjägerbataillon 331

Das Team der Gebirgsjägerbrigade 23 unterstützt vor Ort aber auch den Baubeginn einer Kletterhalle, die ebenfalls direkt am Standort des mongolischen Gebirgsjägerbataillons errichtet wird. Es beriet unter anderem das mongolische Verteidigungsministerium in der Vorbereitung von Verträgen. Die Unterstützung wird fortgesetzt. Aktuell wurden die nächsten Ausbildungen erkundet und vorbereitet sowie wechselndes Personal in künftige Aufgaben eingewiesen. Bereits im Herbst 2021 soll die Ausbildung im dritten Ausbildungsmodul mit einer Gefechtsausbildung zum Thema „Angriff im Gebirgsgelände“ sowie mit einer alpin-technischen Schulung fortgeführt werden.

von Johannes Schwegler

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