Heer
Jedes erdenkliche Szenario geübt

Panzerbrigade 12 ist einsatzbereit für MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Panzerbrigade 12 ist einsatzbereit für MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Datum:
Ort:
Sachsen-Anhalt
Lesedauer:
2 MIN

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Im März verlegen Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 12, unterstützt von Kameraden der Gebirgsjägerbrigade 23 und anderen Verbänden, für sechs Monate nach Mali. Im Norden des westafrikanischen Landes werden die Soldaten das Einsatzkontingent für die UNUnited Nations-Mission MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali stellen.

Drei militärische Fahrzeuge stehen im Schnee nebeneinander, darauf sitzen Soldaten.

Die Soldaten werden im westafrikanischen Mali mit den Führung- und Funktionsfahrzeug Eagle IV und dem Transportpanzer Fuchs ausgestattet sein

Bundeswehr/Sebastian Ertmer

In der vergangenen Woche beendete die Panzerbrigade 12 aus Cham mit den Einsatzsoldaten die Einsatzvorbereitung mit einem zweiwöchigen Übungsplatzaufenthalt. Der Abschluss der Ausbildung für die Kameraden erfolgte im Gefechtsübungszentrum des Heeres in der Colbitz-Letzlinger Heide, nördlich von Magdeburg. Im Mittelpunkt standen die Aufklärungskräfte des Aufklärungsbataillons 8 aus Freyung. „Der wesentliche Unterschied zwischen dem Übungsgebiet Letzlinger Heide und dem Einsatzgebiet Gao im Norden von Mali sind nicht nur 60 Grad Celsius“, sagte der Brigadekommandeur, Brigadegeneral Björn Schulz, in seiner abschließenden Bewertung der Übung.

Aufklärer aus Freyung stellen Leitverband

Ein Transportpanzer steht am Ausgang eines Waldstückes.

Während der Einsatzvorbereitung im Gefechtsübungszentrum des Heeres dient der Transportpanzer Fuchs als Führungsfahrzeug

Bundeswehr/Anne-Kathrin Schmidt

„Auf dem Truppenübungsplatz konnten die Soldaten intensiv trainieren. Denn vor Ort in Mali kommt es auf jeden Einzelnen an, dort wird scharf geschossen und Anschläge drohen“, machte der General deutlich. Die Übungsmöglichkeiten schöpfte die Truppe voll aus. Es wurden alle Kraft und Anstrengung in die Ausbildung für den bevorstehenden Einsatz für MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali (Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali) gelegt. Jedes erdenkliche Szenario wurde als Ausbildungsthema aufgegriffen und so oft geübt, bis es alle beherrschten und die Abläufe nahezu perfekt waren. Bei dieser Mammutaufgabe waren die Freyunger Soldaten, die den Leitverband für den Einsatz in Mali stellen, jedoch nicht allein. Soldaten aus sieben weiteren Standorten in Bayern und Sachsen trainierten gemeinsam mit ihnen.

Informationsgewinnung ist Kernauftrag

Zwei Soldaten sitzen vor einem großen Tisch. Sie verhören einen ein zivil gekleideten Rollendarsteller.

Während der Einsatzvorbereitung üben die Feldnachrichtenkräfte das Gespräch mit der Zivilbevölkerung. Im Mittelpunkt der Mensch als Informationsquelle.

Bundeswehr/Anne-Kathrin Schmidt

Neben den Gefechtslagen wurden auch mögliche Szenarien mit der Zivilbevölkerung durchgegangen. Absicht war es, ein realistisches Bild für das zukünftige Einsatzgebiet zu vermitteln. So wird Informationsgewinnung aus der Bevölkerung simuliert, um ein Bild von der Lage der Zivilgesellschaft und gegebenenfalls potentiellen Bedrohungen zu erhalten.

In der Schlussbesprechung bewertete der Brigadekommandeur gemeinsam mit den Ausbildern des Gefechtsübungszentrums Heer, dass alle eingesetzten Kräfte in den zurückliegenden zwei Wochen nochmals für sich „eine steile Lernkurve nach oben“ verzeichnen konnten. Das Aufklärungsbataillon 8 stellt zum wiederholten Mal Kräfte für den Einsatz in Mali, der mittlerweile zu den gefährlichsten Auslandseinsätzen der Bundeswehr gehört. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Bevölkerungsgruppen und verschiedenen terroristischen Gruppierungen sind die wesentlichen Herausforderungen für die Soldaten. Kernaufgabe des deutschen Beitrags in Gao ist es, Aufklärungsergebnisse über die Lage und Situation der Konfliktparteien und der Gesellschaft an das Hauptquartier der UNUnited Nations-Mission zu liefern.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Übungsdurchgangs in der Altmark stellten die eingesetzten Kräfte ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Die Soldaten nutzen nun die verbleibende Zeit bis zur Verlegung dafür, sich gemeinsam mit ihren Familien und Angehörigen auf die bevorstehende, fordernde Zeit vorzubereiten. In wenigen Tagen beginnt für circa 240 Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 12 der sechsmonatige Einsatz.

von Michael Plettl

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