Heer
VJTFVery High Readiness Joint Task Force

Panzergrenadierbrigade 37 wird als erste digital

Panzergrenadierbrigade 37 wird als erste digital

Datum:
Ort:
Frankenberg
Lesedauer:
2 MIN

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Die Digitalisierung des Heeres wird vorangetrieben. Die Panzergrenadierbrigade 37 aus dem sächsischen Frankenberg ist Leitverband der Very High Readiness Joint Task Force für das Jahr 2023. Daher werden die 37er als erster Großverband des Heeres vollständig mit dem neuen, digitalen Führungs- und Kommunikationssystem ausgestattet.

Mehrere Soldaten sitzen vor ihren Laptops in einem Unterrichtsraum mit schrägem Dach.

Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 werden am Gefechtsführungssystem Sitaware ausgebildet

Bundeswehr/André Klimke

Um als schnell verlegbarer Verband der NATONorth Atlantic Treaty Organization innerhalb von 48 bis 72 Stunden einsatzbereit zu sein und im multinationalen Umfeld bereits mit der neuen, digitalen Technologie führen zu können, müssen die Soldatinnen und Soldaten ausgebildet werden. So werden schon heute die künftigen Administratoren am neuen Battle Management System (BMSBattle Management System) geschult. Um die Truppe schnellstmöglich mit dem neuen Führungssystem ausstatten zu können, wird ein bereits auf dem Markt vorhandenes Produkt genutzt. So basiert das BMSBattle Management System auf der Software Sitaware, die von dem dänischen Unternehmen Systematic entwickelt wurde und bereits in mehr als 30 Ländern erfolgreich in Gebrauch ist. Gleichzeitig nutzen die Soldaten die vorhandene Hardware weiter, wie die SEM-Funkgerätefamilie. So können sie sehr schnell mit einem anwenderfreundlichen, intuitiven und leistungsfähigen System ausgestattet werden.

Digitalisierung mit großen Schritten

Ein General steht mit dem Rücken zum Betrachter und schaut in einen Raum mit Soldaten an Laptops.

Brigadegeneral Gunnar Brügner schaut den Kursteilnehmenden über die Schulter

Bundeswehr/André Klimke

Der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37, Brigadegeneral Gunnar Brügner, verschaffte sich einen eigenen Eindruck von der Erstausbildung der künftigen Administratoren. „Die schnelle und frühe Einführung des Battle Management System und der Einbau in unsere Fahrzeuge sind die größte Herausforderung für meine Brigade für 2020. Diese Ausbildung ist der Grundstein, damit die Umrüstung bald beginnen kann und wir unseren Führungsprozess schon jetzt mit Blick auf 2023 anpassen können. Dieses neue System wird dringend gebraucht. Für uns ist das ein großer Schritt vorwärts. Ich bin sehr zufrieden damit, dass die Wahl auf meine Brigade gefallen ist“, sagt der Kommandeur. So werden die Fähigkeiten des neuen Systems erstmals während den Brigadeübungen Kalter Wettiner und Schneller Degen II, der Großübung der 10. Panzerdivision, unter Einsatzbedingungen getestet.

2.400 Fahrzeuge werden ausgestattet

Laut Plan Heer soll das Deutsche Heer im Jahr 2032 über drei vollständig ausgestattete und digitalisierte Divisionen verfügen. Ein wichtiger Schritt dahin ist die Ausstattung der Panzergrenadierbrigade 37. In Zahlen: 2.400 Fahrzeuge und die Gefechtsstände der Brigade müssen mit dem neuen Führungssystem versehen werden. Mit dieser ersten Digitalisierung werden militärische Prozesse wie die Entscheidungsfindung, Planung, Befehlsgebung und Führung vereinfacht, sowie die nahtlose Zusammenarbeit mit anderen Systemen der Bündnispartner gewährleistet. Das BMSBattle Management System wird den militärischen Führern aller Ebenen im multinationalen Großverband ein detailliertes, gemeinsames Lagebild bereitstellen.

Ziel ist, bis 2020 alle benötigten Administratoren und Nutzer des BMSBattle Management System direkt durch den Hersteller am System auszubilden. „So schaffen wir die Grundlage, um erfolgreich ausbilden und üben zu können. Die neue Software soll nicht nur auf Gefechtsständen und Fahrzeugen, sondern mittels eines Tablets in einer transportablen Version auch von fußbeweglichen Soldaten genutzt werden können“, erklärt Major Steffen Sonnenberg, ITInformationstechnik-Abteilungsleiter der Brigade.

von Renzo Di Leo

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