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Reichenhaller Gebirgsjäger kehren aus Mali zurück

Reichenhaller Gebirgsjäger kehren aus Mali zurück

  • Einsatznachbereitung
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Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
3 MIN

Mit einem Rückkehrerappell heißt das Gebirgsjägerbataillon 231 seine aus Mali heimgekehrten Reichenhaller Jager willkommen. Das Gebirgsjägerbataillon 231 hatte als Leitverband die Objektschutzkompanie und große Anteile des Stabes für das 15. und 16. Einsatzkontingent MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali gestellt. Die aus dem Einsatz zurückgekehrte 4. Kompanie wird dabei an einen neuen Kompaniechef übergeben.

In Afrika: Aus einer Luke oben auf einem Transportpanzer schaut ein Soldat heraus.

Jeder Einsatz geht einmal zu Ende. Mit einem großen Appell werden die Gebirgsjäger des Gebirgsjägerbataillons 231 wieder in der Heimat begrüßt.

Bundeswehr/Frank Wiedemann

Grund zur Freude bei den Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall: die Soldaten sind aus dem fernen Afrika wieder sicher und, in diesen Tagen erwähnenswert, gesund in der bayerischen Heimat angekommen.

Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Dennis Jahn, begrüßt stellvertretend für alle Kameradinnen und Kameraden des Bataillons die heimgekehrten „Jager“. Ebenso sind der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Maik Keller, mit Gattin, der stellvertretende Kommandeur der Brigade, Oberst Peter Eichelsdörfer, der Dritte Bürgermeister der Stadt Bad Reichenhall, Hans Hartmann, sowie der Bürgermeister der Gemeinde Bayerisch Gmain, Armin Wierer, zum Appell angereist.

Gebirgsmusikkorps spielt auf

Militärmusiker stehen mit ihren Instrumenten auf einem Appellplatz, auf dem zahlreiche Soldaten angetreten sind.

Die Soldatinnen und Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 sind aus Mali zurück. Mit Pauken und Trompeten werden sie empfangen.

Bundeswehr/Christian Karl Bauer

„Durch Ihre Anwesenheit verleihen Sie diesem Appell die verdiente Würze“, betont Bataillonskommandeur Jahn. Mit einem Exkurs in die Vergangenheit beginnt er seine Rede. Der Verabschiedungsappell im Juli 2020 musste aufgrund der Corona-Lage in der Hochstaufen-Kaserne stattfinden und nicht, wie geplant, im Innenhof der Alten Saline. Ferner musste auf die Teilnahme der Familien, Freunde und Bekannten verzichtet werden. Damals hoffte der Kommandeur, dass der Rückkehrerappell öffentlich stattfinden würde. Doch auch heute noch ist Corona-Pandemie nicht gebannt und daher erfolgt das Zeremoniell auf dem Sportplatz, in nächster Nähe zur Kaserne. Dennoch können die Heimgekehrten mit Pauken und Trompeten empfangen werden, stellt Jahn erfreut fest. Einer Abordnung des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen sei Dank.

Auftrag ausgeführt

Ein Soldat steht an einem Rednerpult mit Mikrofon auf dem Appellplatz und spricht.

Oberst Peter Eichelsdörfer spricht zu seinen Soldaten. Er selbst war Kontingentführer der Reichenhaller Soldaten in Mali.

Bundeswehr/Christian Karl Bauer

Neben dem Kommandeur der Reichenhaller Jager und den Bürgermeistern der Patengemeinden, ergreift Oberst Peter Eichelsdörfer das Wort. Er war als Kontingentführer selbst in Mali dabei. „Es war kein normaler Einsatz. Die Rahmenbedingungen, die ohnehin schon vor Ort nicht einfach sind, wurden durch die Corona-Pandemie erheblich erschwert.“ Gleichwohl konnte der Auftrag gestemmt werden, eine „tolle Truppe vor Ort, die bestens vorbereitet war, stellte sich den Widrigkeiten“, so der Oberst. Aufgrund einer Corona-Erkrankung war Oberst Eichelsdörfer gezwungen, den Einsatz vorzeitig zu beenden. „Ich habe Sie alle die Tage, an denen ich mit Ihnen in Mali war, sehr schätzen gelernt. Ihr Engagement und Ihre Professionalität waren mehr als nur überzeugend. Ich stelle fest, Auftrag ausgeführt“, beendet der stellvertretende Brigadekommandeur seine Rede.

Ortsschilder kehren in die Heimat zurück

Soldaten und Bürgermeister mit Ortsschildern in den Händen.

Für die Soldaten wichtige Symbolik: Ortsschilder von Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain werden zurückgegeben. Auch sie haben in Mali ihren Auftrag erfüllt.

Bundeswehr/Christian Karl Bauer

Als Glücksbringer galten sie und standen für das eine oder andere Fotomotiv zur Verfügung. Die Stadt Bad Reichenhall und die Gemeinde Bayerisch Gmain hatten den Soldaten als Zeichen der Verbundenheit und Erinnerung an die Heimat vor dem Einsatz jeweils ein Ortsschild übergeben. Mit den Soldaten sind auch die zwei Ortsschilder nach Hause gekommen. Der Dritte Bürgermeister von Bad Reichenhall, Hartmann und der Bürgermeister von Bayerisch Gmain Wierer übernehmen von Major Patrick Poser, der die Objektschutzkompanie im Einsatz führte, und von Eichelsdörfer die markanten gelben Tafeln. Dieser Akt beschloss den ersten Teil des Appells.

Hauptmann Feihl übernimmt die 4. Kompanie

Drei Soldaten stehen zusammen und besiegen mit Handschlägen die Übergabe.

Kompanieübergabe: Hauptmann Dominique Feihl (l.) übernimmt die 4. Kompanie von Major Patrick Poser (r.).

Bundeswehr/Christian Karl Bauer

Im Anschluss an den Einsatzrückkehrerappell folgt die Übergabe der 4. Kompanie. Hauptmann Dominique Feihl übernimmt von Major Patrick Poser. Der studierte Sportwissenschaftler und scheidende Chef Poser war in Bad Reichenhall zunächst Kompanieeinsatzoffizier der 3. Kompanie, bevor er die Führung über die 4. Kompanie übernahm. „Mit Übernahme der Einheit waren Sie von Beginn an im Schwerpunkt des Bataillons eingesetzt“, resümiert Jahn. Die Aufträge umfassten die European Battlegroup, dazu die Schnelle Eingreiftruppe der NATO NRFNATO Response Force und letztendlich die Führung der Kompanie im UNUnited Nations-Einsatz. Mit dem Ende des Einsatzes endet nun auch seine Zeit als Kompaniechef. Für seine außerordentlichen Leistungen wird Major Poser mit der Ehrennadel des Verbandes und auch mit einer Förmlichen Anerkennung gewürdigt.

Sein Nachfolger Hauptmann Feihl durchlief die Offiziersausbildung in Frankreich und ist seit Ende 2018 Teil des Gebirgsjägerbataillons 231. Auch er nahm bereits verschiedene Aufgaben im Verband wahr und vertrat zuletzt den ebenfalls im Einsatz befindlichen Chef der 3. Kompanie. Sobald die Nachbereitung des Einsatzes abgeschlossen ist, gilt es für die 4. Kompanie, wieder Fahrt in Richtung der Brigadegefechtsübung Berglöwe aufzunehmen.

von Christian Karl Bauer

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