Heer

Soldaten des HQHeadquarters ARRCAllied Rapid Reaction Corps segeln auf dem Solent

Soldaten des HQHeadquarters ARRCAllied Rapid Reaction Corps segeln auf dem Solent

  • Multinationalität
  • Heer
Datum:
Ort:
Großbritannien
Lesedauer:
2 MIN

Das Hauptquartier des Allied Rapid Reaction Corps (HQHeadquarters ARRCAllied Rapid Reaction Corps) stationiert im Südwesten Englands, nahe der Stadt Gloucester, fordert im Dienstalltag viel von seinen Soldatinnen und Soldaten. Ein sportlicher Wettbewerb, wie die Arccade Sail Maritime, ist da eine willkommene Abwechslung und fördert den kameradschaftlichen Zusammenhalt. Ein Team von elf Soldaten des HQHeadquarters ARRCAllied Rapid Reaction Corps aus vier Ländern stach Anfang Juli von Portsmouth aus in See.

Ein Mann wird im Bootsmannstuhl am Mast hochgezogen.

Mit dem Bootsmannstuhl und viel Muskelkraft können in der Takelage Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Bundeswehr/DtA ARRC

Stetige Einsatzbereitschaft, anspruchsvolle Übungen und zahlreiche Dienstreisen durch Europa gehören zu einer Verwendung im multinationalen NATO-Korps HQHeadquarters ARRCAllied Rapid Reaction Corps. Seine Angehörigen entstammen 20 NATO-Ländern. Die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit wird auch durch sogenannte Adventure Trainings gefördert. Diese meist ein- bis zweiwöchigen Vorhaben bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich miteinander einer sportlichen Herausforderung zu stellen. Ziel ist es, über den dienstlichen Alltag hinaus zusammenzuarbeiten, Erfolge durch Zusammenarbeit zu erreichen, um somit später auch im Dienst vom gegenseitigen Vertrauen zu profitieren.

Schwieriges Segelgebiet

Ein Segelboot verlässt einen Hafen.

Das Boot Bombardier III, benannt nach dem niedrigsten Dienstgrad der Royal Artillery, verlässt den Hafen von Portsmouth.

Bundeswehr/DtA ARRC

Zwei Segelyachten, Grebe VIII und Bombardier III, dienten den elf Soldaten bei der Arrcade Sail Maritime für fünf Tage als Unterkunft. Abgelegt wurde im militärischen Hafenbereich Fort Blockhouse in Portsmouth. Die Hafenstadt ist eng mit der Marinegeschichte Englands verbunden. Hier befinden sich heute unter anderem die HMS Victory, das frühere Schiff des Admirals Nelson und heute älteste noch im Dienst befindliche Schiff der Royal Navy (Indienststellung 1765) sowie die HMS Queen Elisabeth, der größte britische Flugzeugträger.

Das Segelgebiet südlich von Portsmouth, genannt The Solent, gehört zu den beliebtesten Großbritanniens. Bestimmt wird es von der Insel Isle of Wight und der Meerenge zwischen der Insel und dem Festland. Durch den beidseitigen Auslass zum Ärmelkanal gibt es täglich zwei Tiden, die mit besonders hoher Geschwindigkeit den Solent füllen oder entleeren. Die entstehenden Strömungen machen das Segelgebiet zu einer unvergleichlichen Herausforderung. Der Skipper, Captain Griffith, erklärte vorab: „Der Solent gehört zu den am schwierigsten zu befahrenden Segelgebieten weltweit. Hier werden die meisten Segler der britischen Armee ausgebildet, denn es heißt, wer hier segeln kann, kann überall segeln.“

Kulinarisches aus vier Ländern

in Segelboot segelt vor der Küste, im Hintergrund eine Festung und ein Leuchtturm.

Am Westausläufer des Solent bietet die Festung Hurst Castle mit dem Hurst Point Leuchtturm ein atemberaubendes Panorama.

Bundeswehr/DtA ARRC

Mit dieser Information ging es die folgenden Tage auf das Meer hinaus. Die Mannschaft des Bootes Grebe VIII bestand durchgehend aus Seglern mit Vorerfahrung. So konnte nach einer kurzen Einweisung in das Boot Richtung Süden abgelegt werden. Schon früh zeigte sich, dass Segeln nicht nur bedeutet, Segel zu setzen, den Rest macht der Wind, sondern dass die gesamte Mannschaft gefragt ist. Nach zwei Tagen Segeln agierten alle routiniert. Jeder kannte alle notwendigen Handgriffe. Selbstverständlich wurde jedes Mitglied der Mannschaft in das Führen des Ruders eingewiesen, schließlich könnte auch der Skipper über Bord gehen. Das „Mann über Bord“-Manöver gehört zu jedem Segeltörn, denn der Ablauf muss jedem Besatzungsmitglied klar sein. Die Nächte wurden in den Häfen von Cowes, Yarmouth und Lymington verbracht.

Abends tauschten sich die Mannschaften beider Boote Erfahrungen aus und genossen die kulinarischen Vorteile der britisch-dänisch-deutsch-italienischen Multinationalität. Freitagmittag segelten beide Boote in den Heimathafen Portsmouth zurück. Was bleibt, ist die vertiefte Kameradschaft und das gewachsene Vertrauen aufeinander.

von DtA ARRC

zum Hauptquartier

  • Ein goldumrandetes Schild mit den Worten Audentis Fortuna Iuvat (Wer wagt, gewinnt), in der Mitte eine Lanzenspitze
    • Heer

    Allied Rapid Reaction Corps

    Das multinationale Hauptquartier der NATO im Innsworth, Großbritannien, ist in der Lage, bis zu 120.000 Soldaten weltweit zu führen.