Heer
Authentisch und ehrlich

Das Truppenbesuchszentrum Heer ist ein voller Erfolg

Das Truppenbesuchszentrum Heer ist ein voller Erfolg

Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
3 MIN

Vier Tage lang das Heer kennenlernen: Das bietet das Truppenbesuchszentrum Heer im niedersächsischen Munster allen interessierten Bürgerinnen und Bürger, die erwägen, Heeressoldatin oder -soldat zu werden. Als das Projekt im Oktober 2023 startete, war nicht klar, wie das Angebot angenommen wird. Nun zeigt sich: Die Teilnehmenden sind begeistert.

Jugendliche stehen im Halbkreis um einen Panzer, davor hockt ein Soldat mit einem Übungsgeschoss

Der Richtschütze eines Kampfpanzers Leopard 2 erläutert den Teilnehmenden des Truppenbesuchszentrum Heer, wie Panzermunition aufgebaut ist

Bundeswehr/Ralf Jakobeit

Wer sich beim Truppenbesuchszentrum anmeldet, den erwartet ein umfangreiches, abwechslungsreiches und lebendiges Programm mit Gefechtsausbildung, Vorträgen, Gesprächen und viel Technik zum Anfassen. So schauen die Teilnehmenden bei der Grundausbildung und der Schießausbildung der gepanzerten Truppen zu, erhalten Einblicke in die Stabsarbeit und den Kasernenalltag. Sie lernen die Vielfalt der Truppengattungen und die Ausbildungsmöglichkeiten der ortsansässigen Panzertruppenschule kennen.

Fast alle Truppengattungen vertreten

Die bislang 18 jeweils viertägigen Besuchswochen haben rund 500 Interessierte durchlaufen. „Unser Programm kommt bei den zumeist jungen Frauen und Männern hervorragend an. Wir gestalten es mithilfe der Truppe jede Woche neu“, sagt der Leiter des Truppenbesuchszentrums, Oberstleutnant Ralf Jakobeit, zufrieden. „Für uns ist das ganze Projekt bislang ein voller Erfolg.“ 

So würden, in den Wochen jeweils anders zusammengesetzt, Panzertruppe, Panzergrenadiere, Fernmelder, Artilleristen, Heeresflieger, Grundausbildungseinheiten und demnächst auch Fallschirmjäger und Jäger ihre Arbeit, Karrierewege und ihre Ausstattung vorstellen. „Vor allem die ehrlichen, authentischen Gespräche mit aktiven Soldaten und Soldatinnen stoßen auf positive Resonanz bei den Besuchern“, betont Jakobeit.

Am Ende der vier Tage werden alle Teilnehmenden gebeten, einen anonymen Fragebogen auszufüllen und ein Fazit zu ziehen. So schreibt beispielsweise eine 18-Jährige: „Meine Erwartungen wurden vollkommen übertroffen. Ich hätte es mir nicht so authentisch und programmreich vorgestellt.“ Und ein 20-Jähriger resümiert: „Erwartungen top erfüllt. Direkter unverblümter Austausch mit den Soldaten. Konnte viele Infos mitnehmen und weiß nun auch genau, was ich machen will.“

Immer mehr Verbände wollen mitmachen

Die an der Umsetzung beteiligte Truppe in Munster und Umgebung sieht für sich den riesigen Vorteil, dass sie sich bei geringem eigenem Aufwand jede Woche präsentieren kann und dabei einen ehrlichen, fundierten Eindruck in die jeweilige Truppengattung geben kann. Gering deshalb, weil die Besucher quasi mitlaufen und für sie keine „Showkulisse“ extra aufgebaut wird.

Dieser positive Effekt hat sich in den Verbänden herumgesprochen, sodass inzwischen auch andere Truppenteile und Dienststellen wie das Ausbildungszentrum Luftbeweglichkeit in Celle auf das Besuchszentrum zugegangen sind und mit ihm zusammenarbeiten wollen. Das Programm, dass jede Woche insbesondere an den besonders intensiven Tagen Dienstag und Mittwoch unterschiedlich gestaltet ist, wird durch die Vielzahl an Truppenteilen immer facettenreicher und damit für die Besuchenden auch immer interessanter.

Derzeit sind alle Besuchswochen bis Juli 2024 ausgebucht. Sommerpause ist vom 8. Juli bis zum 4. August 2024. Danach lädt das Heer wieder herzlich dazu ein, es näher kennenzulernen. Auf der Seite des Truppenbesuchszentrums Heer wird zeitgerecht angezeigt, wann wieder einzelne Wochen gebucht werden können. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt.
Die Anmeldung erfolgt über ein Formular auf dieser Seite.

Beispiel einer möglichen Besuchswoche:

MontagDienstagMittwochDonnerstag
  • Anreise bis 14 Uhr
     
  • statische Waffenschau (Leopard 2, Schützenpanzer, Radfahrzeuge) 
     
  • ab 19 Uhr: Informationen über Offizierlaufbahnen
     
  • parallel: Vorstellung der Truppengattungen und Dienstgradabzeichen
     
  • Persönliche Ausstattung als Soldat und Tarnschminken
     
  • Besuch bei der Panzertruppe: Zuschauen beim Schießen mit dem Kampfpanzer Leopard 2
     
  • Besuch des Transporthubschrauberregimentes 10 in Faßberg: Besichtigung des technischen Bereichs und Towers 
     
  • abends: Vorstellung der Ausstattung „Infanterist der Zukunft“ und Vorstellung der Ausbildung „Sehen bei Nacht“ mit Nachtsehbrille
     
  • Vorstellung der Laufbahnen Feldwebel, Unteroffiziere, Mannschaften sowie von Einsatzerfahrungen
     
  • Besuch einer Grundausbildungseinheit: Alarmpostenausbildung im Gelände
     
  • Besuch bei den Panzergrenadieren: Kampf um Sperren/ Gruppengefechtsschießen
     
  • Besuch bei der Aufklärungstruppe: Vorstellung der Ausbildung Spähwagen Fennek im Gelände
    Besuch des Deutschen Panzermuseums in Munster
     
  • abends: Beobachtung des Nachtschießens mit dem Schützenpanzer Puma und dem Kampfpanzer Leopard
     
  • Abstecher zum Brigadestab: Vorstellung der Stabsarbeit 
     
  • Vortrag über den Auftrag der Artillerie
     
  • Gesprächsforum für Fragen der Teilnehmenden und Feedback
     
  • Abreise ab circa 11 Uhr
     

Mittendrin und nicht nur dabei

  • Zivilisten stehen auf oder neben einem Panzer. Sie tragen signalfarbenen Hörschutz.

    Die Teilnehmenden beobachten den Fahnenjunkerlehrgang bei einer Schulschießübung. Während einer Pause können sie vom Kampfpanzer Leopard 2 aus das Gelände besser überblicken.

    Bundeswehr/Ralf Jakobeit
  • Hubschrauber kurz vor dem Abheben: Ein Techniker steht in dem noch geöffneten Helikopter

    Besuch bei den Heeresfliegern: Ein Mehrzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90 setzt zur Landung an. Die Gäste des Truppenbesuchszentrums beobachten das aus sicherer Entfernung.

    Bundeswehr/Andrea Neuer
  • Nahaufnahme eines mit Tannenzweigen getarnten Panzers im Gelände

    Die Panzertruppe stellt sich mit ihrem Großgerät vor, hier ein Schützenpanzer Puma in voller Fahrt im Gelände

    Bundeswehr/Ralf Jakobeit
  • Zivilisten stehen um einen Soldaten herum, der sich im Wald kriechend fortbewegt

    Besucher beobachten, wie ein Soldat bei der Gefechtsausbildung seine Stellung bezieht

    Bundeswehr/Ralf Jakobeit
  • Ein Zivilist spricht mit zwei getarnten Soldaten im Wald, dahinter steht ein Zwei-Mann-Zelt.

    Biwak von Rekruten im Wald: Ausbilder einer Grundausbildungseinheit beantworten Fragen eines Teilnehmers

    Bundeswehr/Ralf Jakobeit
von PIZ Heer 

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