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Interview

„Visionen sind erreichbar, wenn sie verstanden werden“

Multinationalität

Das Multinational Corps Northeast ist ein gemeinsames militärisches NATONorth Atlantic Treaty Organization-Hauptquartier mit dänischen, polnischen und deutschen Soldaten. Im polnischen Stettin wurde es 1999 in Dienst gestellt. Seit 2018 war Brigadegeneral Wolf-Jürgen Stahl der Chef des Stabes. Jetzt endet seine Dienstzeit in Polen. Er hat das Amt an den polnischen Brigadegeneral Bogdan Rycerski übergeben. Im Interview blickt Stahl zurück auf seine Dienstzeit.

Brigadegeneral Wolf-Jürgen Stahl vor dem Stab des Multinationalen Corps Nordost in Stettin.

Brigadegeneral Wolf-Jürgen Stahl verlässt nach drei Jahren als Chef des Stabes das Multinational Corps Northeast in Stettin

Bundeswehr/MNC NE PAO

Herr Brigadegeneral, wie hat sich Ihre jetzige Verwendung von früheren Verwendungen unterschieden?

Brigadegeneral Wolf-Jürgen Stahl: Während meiner Laufbahn habe ich einzelne Verwendungen nie miteinander verglichen. Aus meiner Sicht ist das Schöne am Soldatenberuf, dass man alle zwei bis drei Jahre die Gelegenheit hat, zu lernen, sich weiterzubilden und sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden. Mir kommt es immer darauf an, Zufriedenheit und Erfüllung aus meiner aktuellen Verwendung zu ziehen. Aufgrund der Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, und der Gelegenheit, in meinem Umfeld Positives zu bewirken, hat mir die Zeit als Chef des Stabes sehr viel Zufriedenheit beschert.

Was war die größte Herausforderung auf diesem Dienstposten?

Fünf Soldaten stehen sich auf einem Platz gegenüber und sprechen, im Hintergrund ein helles Gebäude.

Der scheidende Chef des Stabes, Brigadegeneral Wolf-Jürgen Stahl (l.), stellt seinen Nachfolger, den polnischen Brigadegeneral Bogdan Rycerski (2.v.l.), vor

Bundeswehr/MNC NE PAO

Meine Dienstzeit war am stärksten von der Pandemie, der Covid-19-Lage und den damit einhergehenden Einschränkungen und Auflagen geprägt. Es waren sehr viele kurzfristige Anpassungen erforderlich. Jeder musste sehr flexibel sein. Die Angehörigen des Hauptquartiers konnten monatelang nicht nach Hause fahren. Das soziale Leben kam mehr oder weniger zum Erliegen. Ein wichtiges Merkmal eines multinationalen Korps ging dabei verloren. Dem Leben fehlte es an Vitalität. Ich habe selbst gespürt, wie der Mangel an Frische sich negativ auf die Lebensqualität auswirkte.

Was ist aus Ihrer Sicht als hochrangiger militärischer Führer die wichtigste Erkenntnis aus Ihrer Dienstzeit beim Multinational Corps Northeast?

Multinationalität funktioniert im militärischen Umfeld sehr gut. Visionen werden erreichbar, wenn sie von allen verstanden und im Rahmen einer gemeinsamen Anstrengung kommuniziert und umgesetzt werden.

von MNC NE PAO
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