Heer
Mit Waffen, Skiern, Marschgepäck

Winterkampf auf 1.500 Meter Höhe

Winterkampf auf 1.500 Meter Höhe

Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
2 MIN

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150 Soldaten und Soldatinnen des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall ziehen ins 1.500 Meter hoch gelegene Winterbiwak auf den Gebirgsübungsplatz Reiteralpe. Das Überleben in Schnee und Eis, die Beweglichkeit auf Skiern und die Suche nach Verschütteten sind wichtige Ausbildungspunkte für die Gebirgsjägersoldaten.

Ein bewaffneter Soldat in Wintertarnuniform schaufelt Schnee beiseite. Um ihn herum sind verschneite Nadelbäume.

Winterkampfübungen sind Ausbildungsbestandteil der Gebirgsjägertruppe. Der Bau von Schneeunterkünften gehört dazu.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Auch dieses Winterbiwak, also Winterfeldlager, wird in ein fiktives Kriegsszenario eingebettet: Zwischen den Kunststaaten Wislanien und Altraverdo bestehen seit langer Zeit Spannungen. Die Gebirgsjäger sollen parallel zur Ausbildung ihren Biwakraum verteidigen und weitere Angriffe auf Altraverdo unterbinden. Von Oberjettenberg aus geht es los. Zu Beginn muss der Durchstieg am 1.620 Meter hohen Schrecksattel überwunden werden. Nach dieser ersten Herausforderung mit Waffen, Skiern und Marschgepäck erreichen die Gebirgsjäger ihre Biwakräume. Für viele Soldaten ist es der erste Aufstieg in solche Höhen, doch alle haben diese erste Hürde gemeistert. Das Biwak dient dazu, die Soldaten in Kampfsituationen unter winterlichen Bedingungen im Hochgebirge auszubilden. Der Kampf im Gebirge ist eine der besonderen Fähigkeiten der Gebirgsjäger.

Bergretter in Schneetarn

Ein Soldat der Bundeswehr-Gebirgsjägertruppe steht hüfthoch im Schnee und stochert mit einer dünnen Stange im Schnee.

Zur Winterkampfübung gehören Bergrettungsmaßnahmen. Die Suche nach Lawinenopfern mit Sonden ist ein wichtiger Teil der Ausbildung.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Bergrettungsmaßnahmen gehören auch dazu. Um darauf vorbereitet zu sein, wird die Suche nach Lawinenopfern geübt. Mit Lawinensonden und Suchgerät werden Kameraden, die sich für diese Übung freiwillig vergraben lassen, aufgespürt. Die „Verschütteten“ wiederum erfahren, wie es sich anfühlt, wenn schwergewichtiger Nassschnee auf ihren Körper drückt. Der Abtransport von Verletzten über Schnee und Eis, der Bau von Stellungen und Schneeunterkünften sind weitere Ausbildungspunkte, die immer wieder geübt werden. Besonderes Augenmerk gilt vor allem der schnellen und sicheren Handhabung der unterschiedlichen Waffen und zügiges in Deckung gehen auf Skiern. Dass das Wetter einem nicht immer in die Karten spielt und zusätzliche Kraftanstrengungen erfordert, stellen die Soldaten schon früh fest. Zudem erschweren Schneeverwehungen und schlechte Sicht die Aufträge. Die Motivation und den Tatendrang der Soldaten trübt das keineswegs, sondern spornt sie zusätzlich an, ihre Willenskraft und Durchhaltefähigkeit unter Beweis zu stellen.

Der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, Oberstleutnant Dennis Jahn, ist mit der Leistung seiner Truppe sehr zufrieden: „Trotz der erschwerten Bedingungen haben meine Soldaten alle Hürden gemeistert und ihre Aufträge erfüllt“, sagt er zum Abschluss der Übung.

von Christian Bauer

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