Heer

Zeremonie auf der Hindernisbahn

Zeremonie auf der Hindernisbahn

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Datum:
Ort:
Münster
Lesedauer:
2 MIN

Eben noch in der Gefechtsausbildung auf dem Übungsplatz in Münster sind die jungen Rekrutinnen und Rekruten um Punkt 18 Uhr auf dem Gelände der Hindernisbahn angetreten. Es ist ein besonderer Tag für alle, denn die angehenden Unteroffiziere und Feldwebel werden ehrenvoll vereidigt.

Mehrere Soldaten stehen vor der Truppenfahne nach der Vereidigung.

Der Kompaniefeldwebel, Oberstabsfeldwebel Torsten Lehmann (l.), und der Kommandeur, Oberstleutnant Peter Schröbel (r.), beglückwünschen die Rekrutenabordnung an der Truppenfahne nach der Vereidigung.

Bundeswehr/Martin Kuschel

Der Ausbildungsverband aus Celle nutzt dieses Mal die Gelegenheit auf dem Standortübungsplatz Dorbaum in Münster zur Vereidigung. Die Stadt Münster mit ihrer bedeutsamen Geschichte des Westfälischen Friedens von 1648 ist ein mehr als geeigneter Ort für einen feierlichen und unvergesslichen Vereidigungsappell, den das Stabsunterstützungsbataillon des I. Deutsch-Niederländischen Corps organisiert hat. Angetreten auf der Hindernisbahn, legen die jungen Soldatinnen und Soldaten ihren Eid zur freiheitlich demokratischen Grundordnung ab.

Kameradschaft ist so wichtig

Ein Soldat steht hinter einem getarnten Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.

Oberstleutnant Peter Schröbel ist der Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillons 2. In seiner Rede zu den jungen Rekruten geht er nochmal ausdrücklich auf die Vereidigungsformel ein.

Bundeswehr/Martin Kuschel

Oberstleutnant Peter Schröbel, Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillons 2, sagt im Vorfeld der Veranstaltung: „Es ist unser Auftrag, die nach wie vor gegebenen Umstände der Pandemie zu berücksichtigen, aber dennoch für die Lehrgangsteilnehmer eine würdige Zeremonie durchzuführen.“ In seiner Rede geht der Kommandeur noch einmal ausdrücklich auf die Bedeutung der Vereidigungsformel und die Worte „treu zu dienen … und tapfer zu verteidigen“ ein. In solch einem Umfeld brauche es einen Kameraden, der einem jederzeit, weltweit und einsatzbereit zur Seite stehe. „Dies steht ganz besonders im Leben eines Soldaten im Vordergrund“, so Schröbel.

Die Rekrutensprecherin, Schütze Wiebke Freitag, spricht in ihrer Rede von den ersten Erfahrungen in der Ausbildung. Sie beleuchtet die Höhepunkte des Lehrgangs bis heute. Stellvertretend für ihre Kameraden sagt Freitag: „Ich bedanke mich im Namen aller Kameradinnen und Kameraden bei unseren Ausbildern.“

Den Frieden bewahren

Ein Soldat steht hinter einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.

Oberstabsfeldwebel Torsten Lehmann ist Kompaniefeldwebel der 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillons 2. Lehmann teilt seine Erfahrungen mit den jungen Lehrgangsteilnehmern.

Bundeswehr/Martin Kuschel

Oberstabsfeldwebel Torsten Lehmann ist Kompaniefeldwebel der 2. Kompanie, also der Spieß, und spricht zu den jungen Lehrgangsteilnehmer. Er teilt seine Erfahrungen, redet über die Bedeutung der Vereidigung und sagt: „Nie haben wir in einem Staat gelebt, der Ihnen mehr Freiheit, mehr Wohlstand und mehr Frieden ermöglicht hat.“ Es habe bislang in der deutschen Geschichte keine Phase von 70 Jahren Frieden gegeben. „Unsere Großväter und Großmütter, unsere Väter und Mütter haben das erarbeitet. Es ist an meiner und Ihrer Generation, Frieden, Einigkeit und das Recht und die Freiheit zu bewahren“, betont Lehmann.

Im Anschluss an den Appell wird die Feldverpflegung ausgegeben. Die jungen Soldatinnen und Soldaten tauschen sich bei Erbseneintopf und einer Tasse Bier noch einmal über das Gesagte mit ihren Ausbildern, ihrem Spieß, den Chefs und dem Kommandeur aus.

von Alexander Gerecke

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