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30 Jahre Deutsche Einheit: Tagesbefehl des Marineinspekteurs

30 Jahre Deutsche Einheit: Tagesbefehl des Marineinspekteurs

  • Geschichte
  • Marine
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
1 MIN

Vizeadmiral Andreas Krause hat am 1. Oktober in einem Tagesbefehl die Bedeutung von 30 Jahren Deutsche Einheit zusammengefasst – und noch einmal an die Entstehung des Namens „Deutsche Marine“ erinnert.

Porträtaufnahme eines Admirals in dunkelblauer Uniform ohne Mütze

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause

Bundeswehr/Björn Wilke

Den mutigen Bürgern der DDRDeutsche Demokratische Republik, den Landsleuten im Westen und den Politikern beider deutscher Staaten gebühre für das, was sie erreicht haben, tief empfundener Dank und Respekt, schreibt Krause. „Die deutsche Wiedervereinigung war auch für die Angehörigen der Streitkräfte beider Staaten ein einschneidendes Ereignis mit weitreichenden persönlichen und beruflichen Folgen“, führt er aus. Auch heute noch dienten in der Marine Soldaten und Mitarbeiter Seite an Seite, die ihren Dienst auf unterschiedlichen Seiten des Eisernen Vorhangs begonnen hatten.

In dem Zusammenhang gelte Respekt selbstverständlich auch denjenigen, die in Folge dessen in eine ungewisse zivile Zukunft entlassen wurden. Sie hätten sich in einem neuen Deutschland eine neue Existenz aufbauen müssen.

Für den Inspekteur erinnert der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung auch an die Rolle der Bundeswehr seither: Als „Schrittmacher der Deutschen Einheit“ seien der gemeinsame Dienst in der „Armee der Einheit“ wichtige Katalysatoren der inneren Einheit des wiedervereinigten Landes gewesen. „Ganz bewusst“, so Krause, „wurde die Bundesmarine in ‚Deutsche Marine‘ umbenannt.“

von Presse- und Informationszentrum Marine (mmo)   E-Mail schreiben

Hintergrund

Seit 1949 existierten lange Zeit zwei deutsche Staaten und damit auch auf beiden Seiten deutsche Streitkräfte, ergo auch zwei Marinen: die Bundesmarine im Westen, die Volksmarine im Osten. Der offizielle Titel der Seestreitkräfte der Bundesrepublik Deutschland lautet schon seit 1956 schlicht „Marine“, als Teil der „Bundeswehr“. Der tatsächliche Sprachgebrauch war aber ein anderer: Er lautete „Bundesmarine“. Im Zuge der Deutschen Einheit wurde die Volksmarine 1990 aufgelöst und teilweise in die Bundesmarine integriert.

1995 schließlich etablierte die Marineführung die neue Bezeichnung „Deutsche Marine“. Das geschah einerseits, um auch im internationalen Kontext einen eindeutigen Begriff zu haben, zum Beispiel als Zeichen der Nationalität auf Uniformen. Andererseits steht die Entscheidung in der Tradition der deutschen Einheit – und der ersten gesamtdeutschen Marine von 1848.