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Deutscher Helikopter operiert von portugiesischer Fregatte

Deutscher Helikopter operiert von portugiesischer Fregatte

  • Multinationalität
  • Marine
Datum:
Ort:
Nordholz
Lesedauer:
2 MIN

Vom 12. November bis 1. Dezember ist ein Bordhubschrauber Sea Lynx auf der „Corte Real“ der Portugiesischen Marine eingeschifft.

Ein graues Kriegsschiff in See.

Die „Corte Real“ im Ärmelkanal. Sie und ihre beiden Schwesterschiffe sind 1989 bis 1991 in Deutschland gebaut worden

Bundeswehr/Marcus Mohr

Neben dem Sea Lynx Mk88A des Marinefliegergeschwaders 5 aus Nordholz sind 16 deutsche Marinesoldatinnen und -soldaten dabei. Das Team aus Fliegern und Technikern stellt an Bord den täglichen Flugbetrieb mit ihrer Maschine sicher.

Die Verlegung des deutschen Sea Lynx auf eine nicht-deutsche Fregatte ist etwas besonderes, die nationen-übergreifende Einschiffung bei einem NATO-Partner nicht alltäglich. Normalerweise operieren die Marinehubschrauber nur von Schiffen der eigenen Flotte aus. Die letzte Gelegenheit für so eine multinationale Kooperation ist schon mehrere Jahre her.

Die portugiesischen Marineflieger selbst betreiben ein verwandtes Modell des Sea Lynx, den Super Lynx Mk 95. Die Einrichtungen an Bord der „Corte Real“, wie zum Beispiel der Hangar, sind also mit dem deutschen Helikopter kompatibel.

Austausch auf Basis gemeinsamer Vorschriften

Der Hubschraubereinsatzoffizier und Kommandoführer dieser Verlegung, Fregattenkapitän Tobias Schmidt, hat sich zusammen mit Kommandant und Besatzung der „Corte Real“ seit dem Frühjahr auf die gemeinsame Seefahrt vorbereitet.

Ein graues Kriegsschiff liegt an der Pier, rechts daneben steht ein Kran mit einer großen Kiste am Haken.

Das Equipment für die Wartung der Hubschrauber kommt in Wilhelmshaven an Bord

Bundeswehr/Leon Rodewald

„Auch die Portugiesen fliegen eine Version des Lynx“, erklärt er. „Sie haben uns angefragt, um die multinationale, querschnittliche Fähigkeit des Bordflugbetriebes zu trainieren und zu erhalten.“ Die NATO biete genau hierzu ein umfassendes Regelwerk, das Schmidt mit seinen Fliegern und Techniker strikt befolgen werde. „Operativ werden wir keinerlei Unterschiede zu Einschiffungen auf deutschen Schiffen feststellen“, so Schmidt.

Neben den gemeinsamen Vorschriften und Verfahren der Bündnispartner ist dem Marineflieger der persönliche Austausch zwischen Verbündeten wichtig. Schmidt: „Die größte Vorfreude besteht gleichwohl auf die gemeinsame Zeit mit den portugiesischen Kameraden an Bord ihres Schiffs.“

Teilnahme am norwegischen Manöver Flotex Silver

Die „Corte Real„ ist zurzeit das Flaggschiff der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG1). Der Marineverband nimmt unter anderem an verschiedenen multinationalen Manövern in der Ost- und Nordsee sowie im Nordatlantik teil.

So wird sich die SNMGStanding NATO Maritime Group 1 in den kommenden drei Wochen an der norwegischen Übung Flotex Silver vor der Küste Nordnorwegens beteiligen. Gemeinsam werden die teilnehmenden Fregatten samt ihren Bordhubschraubern, kleinere Kampfschiffe, Versorgungsschiffe und Seefernaufklärer das operative Zusammenspiel bei taktischen Verfahren üben und festigen. Dies unter winterlichen Bedingungen am Polarkreis.

von  Presse- und Informationszentrum Marine (Jonack)  E-Mail schreiben