Marine
Bunte Flotte

Kameradschaft ist stark durch Vielseitigkeit

Kameradschaft ist stark durch Vielseitigkeit

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Datum:
Ort:
Wilhelmshaven
Lesedauer:
3 MIN

Die Uniform ist Erkennungszeichen und verbindendes Element der Soldatinnen und Soldaten. Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Aussprache sind nebensächlich für eine Kampfgemeinschaft, die auf Kameradschaft beruht. Anlässlich des Diversity Day beschreiben Angehörige der Marine, was Kameradschaft ausmacht. 

In guten wie in schlechten Zeiten

Ein Marinesoldat blickt in die Kamera.

Oberstabsgefreiter Malvin Kirchner

Bundeswehr/Philipp Schlee

Oberstabsgefreiter Malvin Kirchner ist Besatzungsmitglied der Fregatte „Sachsen“ und dort für die Pflege und Wartung der Waffen an Bord verantwortlich. Der 28-Jährige beschreibt Kameradschaft als Freundschaft: „Wir halten in guten sowie in schlechten Zeiten zusammen.“ Er ist auch im Angriffstrupp bei Feuer im Schiff eingesetzt. Hier zählt im Ernstfall jede Sekunde, um Schiff und Besatzung zu schützen. Seine Kameradinnen und Kameraden zählen in diesem Moment auf ihn und sein Können. 

„Es ist im Endeffekt egal, woher man kommt, welche Hautfarbe oder welche Religion der Mensch hat. Wichtig ist, dass man menschlich miteinander umgeht. Wenn man die anderen in ihrer Individualität respektiert, dann wächst daraus auch eine Gemeinschaft“, fasst Oberstabsgefreiter Malvin Kirchner das Bordleben zusammen. 

Religionen und Dialekte vereint

Eine Frau in Marineuniform blickt in die Kamera.

Militärpfarrerin Katja Bruns

Bundeswehr/Philipp Schlee

„Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Religionen und Dialekte an Bord eines Schiffes vertreten sind. Gefühlt fahren wir die gesamte Bundesrepublik zur See. Und jede und jeder bringt seine individuellen Prägungen“, beschreibt Militärpfarrerin Katja Bruns ihre Erfahrungen an Bord. 

Sie ist seit 2017 als Militärpfarrerin in Wilhelmshaven tätig und begleitet die Besatzungen auch auf langen Seefahrten. Hier hält sie Gottesdienste für die Besatzungsangehörigen ab und steht den Soldatinnen und Soldaten als Gesprächspartnerin in dienstlichen, privaten und lebensweltlichen Fragen zur Verfügung. 

„Es ergeben sich immer interessante Gespräche an Bord über die großen Fragen des Lebens – und es wird immer spannender, wenn muslimische, jüdische oder atheistische Soldatinnen und Soldaten im Gespräch miteinander sind“, so die 45-Jährige. „Die Absicht, das Schiff sicher von Hafen zu Hafen zu fahren, ist das gemeinsame Ziel und verbindet uns.“ 

Kein normaler Job

EIne Marinesoldatin steht an einer Pier und blickt in die Kamera.

Obermaat Michelle Skibicki

Bundeswehr/Kim Couling

Obermaat Michelle Skibicki ist Bootsmannanwärterin und steht noch am Anfang ihrer Ausbildung zur ITInformationstechnik-Systemelektronikerin. „Gemeinsam ist wohl die Tatsache, dass jede und jeder, der bei der Marine arbeitet, keine Lust auf einen normalen Job hat“, erklärt die 23-Jährige ihre Berufswahl. 

Gegenwärtig unterstützt sie im sogenannten Service Desk, wo sich alle Soldatinnen und Soldaten mit ihren ITInformationstechnik-Problemen melden. „Das Besondere daran ist, dass ich so in viele unterschiedliche Teilbereiche schnuppern kann. Das macht mir wirklich Spaß“, so Skibicki. 

Kameradschaft ist ein hohes Gut, ein Gefühl, welches sich schwerlich in Worte fassen lässt. Die Systemelektronikerin beschreibt dies wie folgt: „Kameradschaft ist der Zusammenhalt untereinander, der auf gegenseitigem Respekt beruht und durch keine Nichtigkeiten wie Herkunft, Aussehen, Alter, Geschlecht, Dienstgrad, Geschichte ins Wanken gerät.“

Es zählt die Leistung 

Ein Marineoffizier steht vor einem Schiff und blickt in die Kamera.

Flottillenadmiral Axel Schulz

Bundeswehr/Kim Couling

Flottillenadmiral Axel Schulz ist Kommandeur der Einsatzflottille 2, dem größten Verband der Deutschen Marine. Als Vorgesetzter von knapp 4.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat er eine klare Vorstellung davon, was er von den Frauen und Männern erwartet: „Kameradschaft ist das, was uns verbindet. Kameradschaft ist ein Versprechen an jede Kameradin, jeden Kameraden und jede Kollegin, jeden Kollegen. Ein Versprechen füreinander einzustehen, sich zu respektieren, einander zu vertrauen und aufeinander Acht zu geben.“ 

„Die Vielfältigkeit der Einsatzflottille 2 beginnt bei den Menschen, geht über die unterschiedlichen Schiffe und lässt sich tagein und tagaus überall feststellen. Die Unterschiedlichkeit lässt unsere Stärken stärken und unsere Schwächen schwächen – das macht uns zu einer starken Kampfgemeinschaft“, beschreibt der Flottillenadmiral das Zusammenleben im Dienst. 

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