Marine

Einsatzgruppenversorger „Berlin“ geht in den Einsatz

Einsatzgruppenversorger „Berlin“ geht in den Einsatz

  • Einsatz
  • Marine
Datum:
Ort:
Wilhelmshaven
Lesedauer:
1 MIN

Am 2. April ist der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ ausgelaufen, um sich dem NATONorth Atlantic Treaty Organization-Marineverband SNMGStanding NATO Maritime Group 2 in der Ägäis anzuschließen.

Ein großes graues Schiff in See.

Einsatzgruppenversorger „Berlin“

Bundeswehr/Marcel Kröncke

Für gut fünf Monate im Seegebiet zwischen Europa und Kleinasien erwartet die „Berlin“ eine enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der Europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz FRONTEX. Hauptaufgaben des Schiffs werden die Seeraumüberwachung und die In-See-Versorgung der übrigen Schiffe der Standing NATONorth Atlantic Treaty Organization Maritime Group 2 (SNMGStanding NATO Maritime Group 2) sein.

Auf die Frage, wie sich Schiff und Besatzung auf diesen Einsatz vorbereitet haben, antwortet der Kommandant der „Berlin“, Fregattenkapitän Stefan Klatt: „An den üblichen Vorbereitungen hat sich nicht viel geändert. Die Besatzung ist vollumfänglich für jedweden Einsatz ausgebildet. Zudem ist auch das Schiff technisch in einwandfreiem Zustand. Die Corona-Krise hat uns natürlich, wie alle anderen auch, vor zusätzliche Schwierigkeiten gestellt, die wir aber meistern konnten.“

Zusätzliche Aufgaben durch die Coronavirus-Lage

Klatt rechnet auch mit einem Zusatzauftrag, für die die Schiffe der Berlin-Klasse spezialisiert sind: die Versorgung und sanitätsdienstliche Betreuung anderer deutscher Einsatzkontingente im Mittelmeer.

Der Einsatz werde angesichts der Pandemie eine besondere Herausforderung für die Besatzung, ergänzt Klatt. „Gerade aber wegen dieser Crew gehe ich besonders zuversichtlich in den Einsatz: Das sind ganz besonders wertvolle Menschen, die für andere da sein wollen. Wenn es eine Besatzung schafft, unter diesen besonderen Bedingungen den Einsatzauftrag zu erfüllen, dann ist es die der ‚Berlin‘.“

Angesichts der aktuellen Lage hatten sich die rund 190 Besatzungsmitglieder bereits vorab von ihren Angehörigen verabschieden müssen. Das Schiff hat seinen Heimatstützpunkt verlassen, ohne dass die sonst traditionelle Abschiedszeremonie mit den Familien auf der Pier stattgefunden hätte.

In der SNMGStanding NATO Maritime Group 2 wird die „Berlin“ die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ ablösen. Letztere war Mitte Januar Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Nach der Übergabe auf Kreta wird sie die Heimreise antreten und Ende April in Wilhelmshaven zurückerwartet. Die „Berlin“ kehrt voraussichtlich Mitte September heim.

von  Presse- und Informationszentrum Marine  E-Mail schreiben