Marine
Mehr eigene Kapazitäten

Ministerin weiht Marinearsenal Warnowwerft ein

Ministerin weiht Marinearsenal Warnowwerft ein

Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
3 MIN

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Am 11. Januar hat Christine Lambrecht den Marinewerft-Standort in Rostock-Warnemünde offiziell und feierlich für die Bundeswehr übernommen. Die kurze Zeremonie nahm die Verteidigungsministerin gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Ausrüstungsamt-Präsidentin Gabriele Korb vor.

Ein kleines graues Kriegsschiff liegt an einem Kai vor einem Werftgelände mit Kränen.

Game changer für die Einsatzbereitschaft der Flotte: das Marinearsenal Warnowwerft

Bundeswehr

Die Marine ist auf Kante genäht. Und es herrscht Stau bei der Instandsetzung“, stellte Lambrecht eingangs in ihrer Ansprache fest. „Aber gemeinsam haben wir die Ärmel hochgekrempelt und machen Schluss mit dieser Mangelwirtschaft.“

Positive Wirkung für die Landes- und Bündnisverteidigung

Die neue Instandhaltungsbasis an der Ostseeküste wird künftig den Hauptstandort des Marinearsenals in Wilhelmshaven deutlich entlasten. Vornehmlich die Schiffe und Boote der für die Region zuständigen Einsatzflottille 1 müssen nun für Wartung und Reparaturen nicht mehr den Nordseehafen ansteuern. Mittelfristig wird damit die materielle Einsatzbereitschaft aller Schiffe der Flotte deutlich gesteigert.

„Wir machen unsere Marine – wie die ganze Bundeswehr – wieder zu dem, was sie sein muss: voll einsatzbereit, leistungsfähig und jederzeit in der Lage, unser Land und unser Bündnis schlagkräftig zu verteidigen“, so die Ministerin.

Der Kauf der Werft bietet für Lambrecht gleich mehrere Vorteile: Die Bundeswehr gewinne neue Kapazitäten für das überlastete Marinearsenal. Damit werde das Arsenal resilienter. Die Übernahme der Werft durch den Bund beziehungsweise die Bundeswehr zeige schnelles und zielstrebiges Handeln in der Zeitenwende.

Ärmel hochkrempeln in Zeiten der Zeitenwende

Auch erhalte die Bundeswehr mehrere Hundert Arbeitsplätze in der übernommenen Werft. Damit gewinne sie aus der bisherigen Belegschaft des Betriebs hoch qualifiziertes Personal. BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr-Präsidentin Korb ergänzte, dass die Übernahme der Werft überhaupt ein wichtiger Schritt für die maritime Wirtschaft in der Region Mecklenburg-Vorpommern sei.

Manue

Gemeinsames Pressestatement: Ministerpräsidentin Schwesig und Ministerin Lambrecht

Bundeswehr/Kristina Kolodin

„Ich habe schon gehört, welch großartigen Geist und Antrieb die neuen Kolleginnen und Kollegen mitbringen“, hieß Lambrecht die knapp 500 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Marinearsenals willkommen. „Wir sind froh, dass Sie bei uns sind! Sicher können wir viel von Ihrer frischen Tatkraft und Ihrem erfahrenen Blick lernen. Und ich kann Ihnen versichern: Die Bundeswehr ist ein guter, verlässlicher und stabiler Arbeitgeber. Ihre wertvolle Arbeit wird hier sehr gebraucht und geschätzt.“

Mitte 2022 hatte der Bund über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das Industriegelände der ehemaligen MVMecklenburg-Vorpommern Werften für 87 Millionen Euro erworben. „Es kommt nicht oft vor, dass eine Verteidigungsministerin den Kauf einer Werft verantwortet“, erinnerte sich Lambrecht. „Das war schon ein ganz besonderer Moment, als wir das erste Mal im Ministerium zusammensaßen und diese Idee diskutiert haben. Die Vorteile lagen ganz schnell auf der Hand.“

Schnellere und wirtschaftlichere Instandhaltung

„Wir stärken die Einsatzbereitschaft der Marine“, führte BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr-Präsidentin Korb aus, „weil Instandsetzung der Schiffe mit eigenen Kräften besser planbar, deutlich schneller und nachgewiesen wirtschaftlicher ist als die Vergabe an private Werften.“

Seit Vertragsabschluss läuft nun der Aufbau der neuen Betriebsstätte des Marinearsenals. Zum Zeitpunkt des Festakts lagen bereits das Flottendienstboot „Alster“ sowie das Wohn- und Büroschiff „Knurrhahn“ für Instandhaltungsarbeiten in der neuen Bundeswehrwerft.

Das Marinearsenal, oder auch kurz MArsMarinearsenal, gehört zum Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr). Es ist für die Einsatzbereitschaft der Marine zuständig. Das umfasst neben der Technik der Schiffe und Boote der Flotte auch die der Landanlagen und landgebundenen Einrichtungen, zum Beispiel Funksendestationen, Munitionsdepots und Marineschulen.

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