Marine
Karriere bei der Marine

Mädchen-Zukunftstag 2022: Deutsche Marine kennenlernen

Am 28. April findet bundesweit der GirlsDay statt. Frei von Rollenklischees haben Schülerinnen die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken.

Mehrere Schülerinnen sind auf der Brücke eines Schiffes, lächeln und zeigen mit dem Daumen nach oben.

Soldatinnen werden noch immer gefragt, wie es als Frau bei der Marine ist. Dabei sind sie seit nunmehr 21 Jahren ein fester Bestandteil der Bundeswehr – in allen Bereichen. Sie gehören zum Alltagsbild der Deutschen Marine.

Eine Gruppe von Mädchen stehen vor einem Gebäude.

Besucherinnen des GirlsDay 2018 im Marinestützpunkt Warnemünde

Bundeswehr/Steve Back

GirlsDay bei der Marine – ein Besuch lohnt sich!

Die Deutsche Marine öffnet erneut ihre Pforten, um interessierten Mädchen die unterschiedlichsten Aufgaben in der Flotte zu präsentieren. Folgende Standorte machen beim GirlsDay22 mit:

Soldatin bei der Marine

Um die Vielfältigkeit an Karrieremöglichkeiten bei der Deutschen Marine zu veranschaulichen, erzählen hier Soldatinnen aus Nordholz und Wilhelmshaven von ihrem Beruf, was sie motiviert und antreibt. Sie berichten über ihre Erfahrungen, Wünsche und geben Interessierten auch einen persönlichen Rat mit auf den Weg.

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  • Eine Soldatin steht mit verschränkten Armen vor einem Hubschrauber.
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    Gefreiter Alina Dittrich: Sie will hoch hinaus

    Die junge Soldatin hat sich selbst ein hohes Ziel gesteckt: sie möchte Pilotin werden. „Ich wollte schon immer im fliegerischen Bereich arbeiten und fand trotz allem die Marine auch sehr interessant. Mich fasziniert zum Beispiel das Zusammenspiel zwischen den Hubschraubern und den Schiffen, wie auch den Bordeinsatzkompanien“, schwärmt die 18-Jährige.

    Eine blonde Soldatin arbeitet am Rad eines Hubschraubers.

    Gefreiter Alina Dittrich bei der Arbeit am Sea King

    Bundeswehr/Julia Kelm

    Ihr sei anfangs gar nicht bewusst gewesen, wie viele Möglichkeiten es bei der Marine gibt. Sie hat sich dann für den Freiwilligenwehrdienst in Nordholz als Fluggerätmechanikerin entschieden. Gefreiter Dittrich möchte so viel wie möglich über den Hubschrauber Sea King lernen und strebt die Laufbahn der Truppendienstoffiziere an. „Ich finde es besonders gut, dass Frauen in Bezug auf Besoldung und Karrierechancen in der Bundeswehr, dieselben Chancen haben wie Männer.“

  • Eine Soldatin steht mit verschränkten Armen vor einem grauen Schiff.
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    Hauptgefreiter Celina Göck: Freiwilliger Wehrdienst - eine Chance

    Die 20-Jährige ist seit einem Jahr bei der Marine. Sie wollte von Anfang an zur See fahren: „Ich habe schon immer am Meer gelebt und habe daher einen sehr engen Bezug dazu.“

    Eine Soldatin mit Brille schaut auf den Bildschirm eines Computers.

    Hauptgefreiter Celina Göck kümmert sich an Bord der Fregatte „Sachsen“ um Personalangelegenheiten

    Bundeswehr/Leon Rodewald

    Hauptgefreiter Göck arbeitet in der Schiffswachtmeisterei der Fregatte „Sachsen“ und kümmert sich um Personalangelegenheiten – vom Urlaub, über Lehrgangsbuchungen, bis zu Beförderungsurkunden und vieles mehr.

    „Das Arbeitsklima an Bord ist gut und es macht mir Spaß hier zu arbeiten. Gleichzeitig achte ich darauf, meine Aufgaben gewissenhaft und ordentlich zu erledigen“, erklärt sie. Als Seefahrerin hat sie schon viel Erlebt. Die Soldatin hat die unterschiedlichsten Häfen gesehen und einige Seemeilen gesammelt.

  • Eine Soldatin steht vor einem grauen Schiff mit verschränkten Armen vor einem grauen Schiff.
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    Hauptbootsmann Jacqueline Zanger: Von der Ostseerockerin zum Nordseeküstenkind

    Die 34-jährige Soldatin erbte die Liebe zum Meer von ihrem Vater. Auch er diente in der Marine. Hauptbootsmann Jacqueline Zanger begann ihre Seefahrerzeit an Bord des Flugkörperschnellboots „Gepard“.

    Die Schnellbootfahrer, von anderen Marine-Angehörigen als „Ostseerocker“ betitelt, waren eine eingeschworene Kampfgemeinschaft. Die Soldatin erinnert sich, dass es 2011 noch recht schwer war sich als Frau an Bord zu behaupten: „Doch mit den Jahren ist es besser geworden und heutzutage völlig normal. Gerade in den Verwendungen, die eher männlich dominiert sind“, so die ehemalige Schnellbootfahrerin. An ihren männlichen Kameraden schätzt sie, dass sie von ihnen gleichberechtigt und ebenbürtig wahrgenommen wird. 

    Eine blonde Soldatin spricht in einen Telefonhörer und tippt auf eine Tastatur.

    Immer ein Lächeln auf den Lippen: Hauptbootsmann Zanger ist zuständig für die Einsatzplanung der Schiffe der Einsatzflottille 2

    Bundeswehr/Leon Rodewald

    Nach ihrer Zeit auf der Fregatte „Brandenburg“, kehrte sie dann doch der Seefahrt vorerst den Rücken – für ihre Familie. In ihrer neuen Aufgabe in der Einsatzplanung, stellt Hauptbootsmann Zanger ihr Organisationstalent unter Beweis. Sie behält den Überblick über die 22 Schiffe der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven. „Ich bin Berufssoldat und möchte noch Oberstabsbootsmann werden. Wenn sich jemand für die Marine interessiert, dann sollte man wissen, dass man auch mal längere Zeit nicht zu Hause ist. Dafür ist die Kameradschaft bei der Marine unbezahlbar!“, sagt Frau Hauptbootsmann.

  • Eine Soldatin steht vor einem grauen Schiff.
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    Oberbootsmann Josefine Herold: Stolz auf die Marineuniform

    Die Musikerin ist 23 Jahre jung und spielt Tenorhorn im Marinemusikkorps Wilhelmshaven. Als Musiksoldaten gehören sie eigentlich zur Streitkräftebasis. Trotzdem ist Oberbootsmann Herold sehr glücklich darüber, dass sie die Uniform der Marine tragen darf. Mit ihren Kameradinnen und Kameraden probt sie regelmäßig im Orchester und kleinerer Besetzung für alle Arten ihrer musikalischen Einsätze.

    „Ein Militärorchester kann man auch als Reiseorchester bezeichnen. Man kommt schon gut um die Welt, sogar mehr, als es in einem zivilen Orchester, in der Regel, der Fall ist“, sagt sie. Die Soldatin ist mit ihrer Gruppe beispielsweiße bei militärische Appellen, Serenaden, Konzerten und vielen anderen Veranstaltungen vor Ort.

    Eine Soldatin spielt ein Blasinstrument.

    Oberbootsmann Josefine Herold spielt ihr Tenorhorn

    Bundeswehr/Leon Rodewald

    Oberbootsmann Herold legt Wert darauf, dass sie nicht anders als ihre männlichen Kameraden behandelt wird. „Gerade für Interessierte am Militärmusikdienst, kann ich ein Praktikum sehr empfehlen, um den Alltag besser kennen zu lernen“, so die junge Musikerin.

  • Eine blonde Soldatin steht seitlich zur Kamera und lächelt.
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    Oberbootsmann Luisa Lincke: Lebensretterin auf hoher See

    Seit sieben Jahren ist die 25-Jährige bereits bei der Deutschen Marine. Als Sanitätsmeisterin an Bord ist sie für die Gesundheitsversorgung der Besatzung verantwortlich: „Vom Schnupfen bis zum medizinischen Notfall gehört alles in meinen Tätigkeitsbereich. Aber auch menschlich für meine Kameradinnen und Kameraden eine Anlaufstelle zu sein, ist mir wichtig“, beschreibt sie ihren Job.

    Das Meer und der Norden faszinierten die Soldatin schon seit jeher. „Jede Seefahrt birgt immer wieder neue Highlights, die man nie vergisst. Aber auch meine Ausbildung zur Notfallsanitäterin in Aachen wird mir positiv in Erinnerung bleiben“, sagt Oberbootsmann Lincke.

    Eine blonde Soldatin schreibt mit einem Kugelschreiber auf ein Blatt Papier.

    An Bord der Fregatte „Sachsen“ verlassen sich alle auf sie: erster Sanitätsmeister Oberbootsmann Lincke

    Bundeswehr/Anne Weinrich

    An Bord hat sie sich schon längst einen festen Platz verdient. Ihre Kameradinnen und Kameraden schätzen ihre Ehrlichkeit und ihre offene Art mit Problemen umzugehen sowie ihren Humor. „Ich will als Soldat wahrgenommen und nicht bevorzugt behandelt werden, weil ich eine Frau bin! Wir sind eine Besatzung – eine Kampfgemeinschaft.“ Auf die Frage hin, wie es für eine Frau bei der Bundeswehr ist, antwortet sie: „Für mich gibt es keine Besonderheiten als Frau an Bord. Im Sanitätsdienst ist es schwierig Veränderungen in Bezug auf Frauen wahrzunehmen, weil die Sanität der Bundeswehr schon jeher den größten Frauenanteil hatte“. Sie möchte Berufssoldatin werden und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in ihrer Tätigkeit noch erweitern.

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