Marine
Internationale Kooperation

Marinesoldaten vor Weihnachten zurück in der Heimat

Marinesoldaten vor Weihnachten zurück in der Heimat

Datum:
Ort:
Kiel
Lesedauer:
2 MIN

Nach der Teilnahme an den Einsatzverbänden der NATO kehrten die „Mosel“, „Sulzbach-Rosenberg“ und ,,Spessart“  Anfang Dezember rechtzeitig vor den Feiertagen in ihren Heimathafen zurück.

Zahlreiche Menschen stehen an der Pier und blicken auf ein Boot.

Das entgegenkommende Wetter konnte das Anlegen an der Pier beschleunigen

Bundeswehr/Marcel Kröncke

Die Besatzungen liefen im Juli aus Kiel in verschiedene Einsatzgebiete aus. Während das Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ gen östliches Mittelmeer fuhr, verblieb der Tender „Mosel“ die erste Zeit im Bereich der Atlantikküste vor der Iberischen Halbinsel.

Doch in diesen Zeiten kann sich geplantes schnell ändern. Das musste auch die 45-köpfige Besatzung der „Sulzbach-Rosenberg“ erfahren. Eingerichtet auf warme Temperaturen im Mittelmeer, ging es per NATO-Befehl wieder in den Norden. „Der Wechsel von 38 auf 0 Grad Celsius war dabei etwas herausfordernd, zumindest was die Auswahl der mitgenommenen Kleidung angeht“, so Korvettenkapitän Florian Förster, Kommandant des Minenjagdbootes. Aber auch hier zeigte sich die Marine flexibel. Die Besatzung konnte bei einem kurzen Stopp in Hamburg schnell die Uniformen und Zivilkleidung von Sommer- auf Winterkleidung austauschen.

Nach insgesamt 14.500 Seemeilen und 17 Häfen in zehn Ländern, fasst der Kommandant die Fahrt zusammen: „Für den dritten Einsatz in drei Jahren war die Leistung gleichbleibend sehr gut und professionell. Im internationalen Rahmen konnten wir zeigen, was wir können.“

Internationale Zusammenarbeit

Mehrere Menschen in ziviler Kleidung stehen vor einem Boot der Deutschen Marine.

Angehörige der Besatzungsmitglieder warten bereits sehnsüchtig auf ihre Liebsten

Bundeswehr/Marcel Kröncke

Der Tender „Mosel„ war das Führungsschiff des ständigen Minenabwehrverbandes der NATO, der SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 1, in Nord- und Ostsee. Dabei legten er in dieser Zeit über 10.000 Seemeilen zurück. Zu den 68 Besatzungsmitgliedern wurden Soldaten aus bis zu sechs verschiedenen Nationen eines internationalen Stabes zusätzlich an Bord eingeschifft. „Zu den absoluten Höhepunkten während dieser Reise gehörte das Einlaufen in London, die Passage der Tower Bridge bei Dunkelheit und das Anlegen an dem berühmten Kreuzer HMS Belfast“, so der Kommandant des Tenders, Korvettenkapitän Stefan Ladewich.

Aber es gab auf der Fahrt auch schwierige Situationen, die von der gesamten Crew professionell abgearbeitet wurden. Etwa die erste Sprengung einer Mine durch ein eingeschifftes amerikanisches EODExplosive Ordnance Disposal-Team (Explosive Ordnance Disposal) sowie der kurzfristige Flugbetrieb bei Nacht in der finnischen Archipellandschaft. Hier wurde mit einem finnischen Rettungshubschrauber eine verletzte französische Kameradin ins Krankenhaus geflogen. All das gehört zu den bleibenden Erinnerungen des Kommandanten.

Versorgung in See

Der Betriebsstofftransporter „Spessart“ unter dem Kommando von Kapitän Lutz Lüken ist bereits am 2. Dezember von der Very High Readiness Joint Task Force Maritime (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ) nach Kiel zurückgekehrt. Insgesamt legte das zivil besetzte Schiff in Nord- und Ostsee rund 13.000 Seemeilen zurück.

„Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Nationen und deren Schiffen war hervorragend, sodass während der Hafenaufenthalte sogar private Freundschaften geschlossen werden konnten“, so Lüken. Die Hauptaufgabe der „Spessart“ in diesem Einsatz war die Versorgung aller beteiligten Schiffe mit Kraftstoff. Mehrere Replenishment-at-sea (RAS), also Versorgungsmanöver in See, wurden als Multi-RAS durchgeführt. Somit versorgte der Betriebsstofftransporter an Backbord- und Steuerbordseite die Schiffe gleichzeitig und in Fahrt über spezielle Tankschläuche mit dem benötigten Kraftstoff. Im Einsatzzeitraum zählte die Besatzung 20 RAS-Manöver mit 13 Schiffen aus sechs Nationen, aus Spanien, Italien, Griechenland, Türkei, England und USA.

Eines aber haben alle Besatzungen und ihre Kommandanten gemeinsam - alle freuen sich auf die bevorstehenden Weihnachtstage im Kreis ihrer Familien und Angehörigen, bevor es 2023 wieder heißt: „Leinen los!“

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