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Tagesbefehl des Befehlshabers der Flotte: Appell an die Gemeinschaft

Tagesbefehl des Befehlshabers der Flotte: Appell an die Gemeinschaft

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Rostock
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Vizeadmiral Rainer Brinkmann erklärt, wie die Seestreitkräfte trotz Auswirkungen der Pandemie militärisch einsatzbereit bleiben müssen.

Ein Admiral in blauer Arbeitsuniform, im Hintergrund ein graues Kriegsschiff auf See.

Der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann

Bundeswehr/Matthias Letzin

Die Angehörigen der Seestreitkräfte sind unter den Bedingungen der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie physisch wie psychisch außerordentlich gefordert. Das stellt Befehlshaber Brinkmann einleitend seinem Tagesbefehl vom 9. Februar voran.

Ob Bordfahrer der Flotte im Einsatz wie auch in der Heimat, Marineflieger, Seesoldaten oder Ausbilder an den Marineschulen: „Ihnen wird nicht nur die Aufrechterhaltung des Ausbildung- und Übungsbetriebes abverlangt, auch die darüber hinaus angewiesene Kräftegestellung für die Unterstützung der Zivilbevölkerung bedeutet zusätzliche Belastungen in dem ohnehin schon fordernden Alltag“, so Brinkmann.

„An unserem Kernauftrag, unserem Souverän einsatzbereite Kräfte bereitzustellen, hat sich auch in Zeiten von Corona nichts geändert,“ mahnt der Befehlshaber. „Unsere Anstrengungen müssen also darauf zielen, Professionalität und Einsatzfähigkeit zu erhalten und zu erlangen – auch unabhängig davon, ob ein konkreter Einsatz für eine Besatzung oder einzelne Soldaten geplant ist oder nicht.

Wiederentdeckung der Auftragstaktik in Pandemiezeiten

Das zu ermöglichen, ließe sich regelmäßig vor Ort am besten zu beantworten. Die Marineführung sei deswegen darum bemüht, Entscheidungen möglichst in den Händen der verantwortlichen Truppenvorgesetzten zu belassen. Sie hätten in diesen Zeiten oftmals vor Ort das bessere Lagebild. „Corona hat uns in der Tat gelehrt, Auftragstaktik im besten Sinne des Wortes wiederzuentdecken“, stellt Brinkmann fest und erläutert, was das bedeutet: „So viel Regelung von oben wie nötig, soviel Entscheidungsfreiheit für die Truppenführer wie möglich.“

Besonders konkret und unabdingbar zeige sich das in sanitätsdienstlichen Regelungen für den Bordbetrieb. Sie seien laut Befehlshaber „ein Kompromiss zwischen dem Schutz von Soldaten und den operativen Erfordernissen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit“. Gleichzeitig gelte: „Kameradschaft darf in dieser Zeit nicht bedeuten, dass nur der Kamerad schafft!“

An die Truppe aus Bordfahrern, Fliegern, Marineinfanteristen und Ausbildern appelliert der Admiral, „im Engagement für den uns gegebenen Auftrag nicht nachzulassen und sich nicht in Diskussionen über als besonders ungerecht empfundene Arbeitsumstände zu ergehen“. Diesen Aufruf verbindet er mit ausdrücklichem Dank für bisherigen Einsatz, Disziplin und Durchhaltefähigkeit.

Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Marinekommando und weiteren Stäben wiederum fordert Brinkmann auf, die Truppe gerade in schwierigen Zeiten bestmöglich zu unterstützen: „Arbeit im Homeoffice darf weder Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit schmälern, noch darf sie als Entschuldigung herhalten, Vorgänge auf die lange Bank zu schieben oder gar nicht erst anzupacken.“

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