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Wochenbriefing: Umgang mit dem Coronavirus in der Marine

Wochenbriefing: Umgang mit dem Coronavirus in der Marine

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Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
3 MIN

In den vergangenen zwei Wochen seit dem 24. März hat die Marine vor allem Strukturen zur regionalen Unterstützung der Bevölkerung während der Corona-Pandemie aufgebaut.

Zwei Marinesoldaten in blauer Arbeitsuniform in einem Supermarkt

„Helfende Hände“ der Marine in Wilhelmshaven

Bundeswehr/Patrik Stollarz

So berichtet der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, im vierten Infobrief Corona unter anderem, welche Maßnahmen das Marinekommando ergreift. Neben einem marineeigenen Lagezentrum Corona hat das Kommando – auf Befehl des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, in seiner Eigenschaft als Nationaler Territorialer Befehlshaber der Bundeswehr – ab dem 25. März einen Regionalen Führungsstab 1 (Nord) eingerichtet.

Bereits am 27. März kann der Leiter dieses Stabs, Flottillenadmiral Ulrich Reineke, an den Befehlshaber melden: „Initial Operational Capability Regionaler Führungsstab 1 Nord ist hergestellt.“ Die Anfangsbefähigung zur Führung der Truppenteile, die Reinekes Stab unterstellt werden, ist damit sichergestellt. Hauptaufgabe des Regionalen Führungsstabs ist, die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein zu koordinieren und zu führen.

Schon am 30. März berichtet der Chef des Stabes des Regionalen Führungsstabs in Rostock, Kapitän zur See Hauke Lützen, in einem kurzen Statement vom weiteren Aufbau des Stabes, um wie angewiesen spätestens bis zum Freitag, den 3. April um 00.01 Uhr die volle Einsatzbereitschaft herzustellen.

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Priorität Führungs- und Einsatzfähigkeit

Drei Soldaten, zwei in blauer Marine-Arbeitsuniform, einer im Flecktarnanzug, stehen in einem Büro.

Einsatzbereit: erste Besprechungen im Regionalen Führungsstab Nord

Bundeswehr/Michael Sühl

Bei der Marine steht zur gleichen Zeit an erster Stelle, Einsatz- und Führungsfähigkeit der Seestreitkräfte sicherzustellen. Deswegen ist der Schutz vor Infektionen mit Covid-19 ist von enormer Bedeutung. Positiv ist folglich am 26. März die Meldung des Kommandanten des Tenders „Mosel“: „Besatzung befand sich vom 13. bis einschließlich 25. März in häuslicher Isolation. Innerhalb dieses Zeitraums kam es zu keinen neuen Infektionen.“

Die Crew der „Mosel“ hat damit ihren Dienst an Bord wieder aufnehmen können. Die Lage auf dem Schiff hat sich damit wieder entspannt, nachdem der Kommandant zwei Wochen zuvor einen positiv auf Covid-19 getesteten Soldaten gemeldet hatte. Die gesamte Besatzung war daraufhin sofort unter Quarantäne gestellt worden.

In seinem fünften Infobrief Corona erläutert Marineinspekteur Krause am 31. März, wie sich die Bundeswehr auf Hilfeleistungen für die zivile Bevölkerung eingestellt hat und welche Aufgaben in diesem Kontext auf die Marine zukommen. Währenddessen habe sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in der Marine bisher auf neun Personen erhöht, aber der Einsatz- und Übungsbetrieb der Flotte sei weitgehend unberührt.

Zu den ersten Hilfeleistungen gehört eine Initiative der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven. Seit dem 23. März kaufen Helfer aus Stab und Stützpunkt für ältere Mitbürgerinnen und -bürger ein, um deren Ansteckungsrisiko zu minimieren.

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Die Corona-Lage in der Flotte

Am 31. März erklärt der Kommandant der Besatzung Alpha des 1. Korvettengeschwaders an Bord der Korvette „Erfurt“ in einem Videostatement, wie die Balance zwischen Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs und die Durchführung des Auftrags bei gleichzeitig bestmöglichem Infektionsschutz gelingen kann.

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Und der Kommandant des Einsatzgruppenversorgers „Berlin“ wendet sich vor dem Auslaufen seines Schiffs in den Einsatz in einem persönlichen Brief noch einmal an die Familienangehörigen seiner Besatzung: „Wir lassen unsere Liebsten in unsicheren Zeiten zurück.“

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In einem eigenen Informationsblatt zu Covid-19 erläutert der Sanitätsdienst der Marine am 1. April: Die weitere Ausbreitung der Krankheit in Deutschland sei nicht mehr aufzuhalten. Daher sei das Ziel aller derzeit angeordneten und empfohlenen Vorkehrungen, die Infektionsausbreitung signifikant zu verlangsamen, um eine Überdehnung der Kapazitäten des Gesundheitssystems unter allen Umständen zu verhindern.

Am gleichen Tag tweetet die Crew der Fregatte „Schleswig-Holstein“, wie sie trotz erschwerter Umstände Ausbildung macht, „um für Euch da zu sein“.

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Anders ist die Lage auf Schiffen und Booten, die derzeit planmäßig im Hafen liegen. Die Crew des Minenjagdboots „Datteln“ im Stützpunkt Kiel etwa ist auf ein Minimum reduziert, ein geselliges Bordleben sei „weitgehend eingestellt“.

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Am Ende der 14. Kalenderwoche, am 3. April, liefern die Fregattenkapitäne Daniel Reuter und Mirko Wilcken ein Statement über den Stand der Dinge im Regionalen Führungsstab. Reuter, Infomanager und damit rechte Hand des Chefs des Stabes Lützen, meldet die „Final Operational Capability“, das heißt, der Stab ist voll einsatzbereit. Planungsstabsoffizier Wilcken erklärt, wie viel Unterstützungspersonal in Norddeutschland sie ab jetzt führen.

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Das nächste Wochenbriefing erscheint am 10. April 2020. [d. Red.]

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