Cyber- und Informationsraum

Mittendrin statt nur dabei – Für eine Woche Soldat im Cyber- und Informationsraum

Mittendrin statt nur dabei – Für eine Woche Soldat im Cyber- und Informationsraum

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  • Cyber- & Informationsraum
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Lesedauer:
3 MIN

1. InfoDVag 2019

Mal raus aus dem Büroalltag und etwas völlig Neues erleben. Den Anzug und die Krawatte gegen eine Uniform eintauschen und den Bundeswehralltag hautnah erleben. Vom 19. bis 25. Mai 2019 erhielten 25 Führungskräfte, aus unterschiedlichen zivilen Bereichen, dazu die Möglichkeit. Zum ersten Mal führte der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum) eine „Dienstliche Veranstaltung zur Information“ – InfoDVag – durch.

Soldaten stehen in Formation

Ein besonderer Moment für jeden Beteiligten

Bundeswehr

Die diesjährige InfoDVag fand an der Schule für Informationstechnik der Bundeswehr in Feldafing statt. Schon kurz nach der Anreise wurde den Teilnehmern klar, dies wird eine besondere Erfahrung. Wie jeder andere „Neuling“ mussten auch sie erst einmal durch die ärztliche Voruntersuchung und bekamen eine kurze Einweisung. Nach der Begrüßung durch den Kommandeur der Schule für Informationstechnik der Bundeswehr, Brigadegeneral Frank Schlösser, endete der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen und für diese Woche, das letzte Mal in zivil.

Kleider machen Leute

Soldaten liegen am Boden und üben an der Waffe.

Der Drill an der Waffe.

Bundeswehr

Bereits am zweiten Tag tauschten dann alle Anzug und Krawatte gegen Flecktarn ein. Nun gerüstet konnte das besondere Erlebnis so richtig beginnen. Zum Soldat sein gehört auch das Gelöbnis, darauf wurden die Teilnehmer durch Unterricht und gemeinsames Üben vorbereitet. Trotz schwerer Regenfälle war die Stimmung sehr gut, das Gelöbnis fand in der Turnhalle statt. Als frischgebackene Soldaten war es nun an der Zeit mehr über die Bundeswehr und den Organisationsbereich CIRCyber- und Informationsraum zu erfahren. Die Führungsspitze des Organisationsbereiches ließ es sich nicht nehmen, ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche selbst vorzustellen und zu erklären. Nach den Vorträgen nutzen die zivilen und militärischen Hochkaräter die Chance ihre Erfahrungen auszutauschen und führten lebhafte Diskussionen.

Alarm auf ausdrücklichen Wunsch

Soldaten nehmen das Wetter anhand eines Wetterballons auf.

Witterungs- und Temperaturmessung mal ohne eigenes Smartphone.

Bundeswehr

Ein Highlight der Woche war das Vergleichsschießen mit Offizieranwärtern, das diese vorbereitet hatten und auch die Teilnehmer ausbildeten. Am nächsten Tag zeigte der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum  an mehreren Stationen seine fachlichen Fähigkeiten. Bei der Stationsausbildung, zu Themen wie Netzwerke und Funk, konnten sich die Teilnehmer sowohl informieren als auch praktische Eindrücke sammeln. Auch wie es sich anfühlt, in einem gepanzerten Fahrzeug auf einer Patrouille im Einsatz unterwegs zu sein, war Teil dieser Erfahrung. Nun wollte man den Teilnehmern ja eigentlich ihren verdienten Schlaf lassen, doch hochmotiviert wollten diese auf ausdrücklichen Wunsch das Erlebnis eines Alarmweckens machen. Brigadegeneral Schlösser ließ sich nicht lange bitten, so erschallte gegen vier Uhr morgens der per Handkurbel durch Schlösser selbst durchgeführte Alarm in den Unterkünften.

Überwindung in Mittenwald

Der Stellvertreter des Inspekteurs, Generalmajor Jürgen Setzer, begleitete die Teilnehmenden bei der erlebnisorientierten Ausbildung „Überwinden von Hindernissen“ in Mittenwald. Dass der Stellvertreter des Inspekteurs sämtliche Stationen auch selbst absolvierte, steigerte die Motivation aller Beteiligten noch einmal mehr. Egal, ob es per Seilsteg über eine Schlucht ging, die Seilrutsche hinab gefahren oder den Berg hinauf geklettert wurde, der General war mittendrin und bewies damit auch, wie wichtig ihm die gesamte Veranstaltung war. Während des abschließenden Bergmarsches zur Korbinianhütte beantwortete Generalmajor Setzer die Fragen einzelner Teilnehmer und nahm sich Zeit für Gespräche. Am Ziel angekommen verlieh er die Urkunden für die besten Schützen und dankte allen Teilnehmern: „In der heutigen, ständig weiterwachsenden Digitalisierung ist es umso wichtiger miteinander zu kooperieren und von den jeweiligen Erfahrungen des Anderen profitieren“, so Setzer. „Ich hoffe, Sie konnten viele positive und informative Eindrücke gewinnen. Für Ihre Motivation an den Ausbildungsstationen und Ihr Interesse meinen Dank und meine Anerkennung.“  Die zivilen Führungskräfte haben viel mitgenommen, „als Staatsbürger und auch persönlich“,  „Gesamtpaket einmalig – vielen Dank!“