Cyber- und Informationsraum

Zu Besuch bei den „Helfenden Händen“

Zu Besuch bei den „Helfenden Händen“

  • Coronavirus
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Datum:
Ort:
Gütersloh
Lesedauer:
5 MIN

Soldatinnen und Soldaten des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) leisten derzeit Amtshilfe bei „Helfende Hände“. Sie unterstützen das Gesundheitsamt in Gütersloh und ein Impfzentrum in Gelsenkirchen. Beim Besuch seines Personals, unterstrich der Kommandeur des ZGeoBw, Brigadegeneral Webert, die professionelle und unermüdliche Unterstützung und sprach den eingesetzten Helferinnen und Helfern seinen Dank aus.

Zwei Soldaten hinter einem Monitor

Zentral untergebracht organisieren die Soldatinnen und Soldaten hier als erste Ansprechstelle der Stadt rund 260 Impftermine pro Tag.

Bundeswehr/Ralf Keller

Montag, 06.00 Uhr – Mercator-Kaserne in Euskirchen: Brigadegeneral Webert sitzt vor seinem Rechner, schreibt E-Mails und unterschreibt noch zwei Vorlagen.

06.30 Uhr − Corona-Schnelltest, für die anstehenden Termine geht er lieber auf Nummer sicher. Mit seinem Adjutanten, Hauptmann Rose, bereitet der Kommandeur sich vor; kurz wird noch die Tagesagenda besprochen.
Dann das Ergebnis des Schnelltests: negativ; es kann losgehen.

Die Feuerwache als zentraler Punkt

Gruppenbild der drei genannten Soldaten.

Brigadegeneral Webert traf die beiden Hauptverantwortlichen in der Feuerwache: den Spieß Oberstabsfeldwebel Bilitz vom Kreisverbindungskommando Gelsenkirchen, und den Leiter Oberstleutnant Stuckmann.

Bundeswehr/Ralf Keller

Das erste Ziel des Tages ist die Feuerwache in Gelsenkirchen.

08.30 Uhr − Ankunft in Gelsenkirchen: Hier erwartet den General bereits Oberstabsfeldwebel Bilitz vom Kreisverbindungskommando Gelsenkirchen, der „Spieß“ des KVKKreisverbindungskommando. Dem General wird vom Leiter des KVKKreisverbindungskommando, Oberstleutnant Stuckmann, gemeldet. Gemeinsam gehen sie durch die Feuerwache, die derzeit von den Soldatinnen und Soldaten des ZGeoBw als Arbeitsplatz genutzt wird. Von hier aus organisieren sie hier als erste Ansprechstelle der Stadt die Impftermine. In der Feuerwache werden 260 Impftermine pro Tag vergeben. In persönlichen Gesprächen, nimmt sich der General für jeden Zeit und hört sich die Sorgen und Nöte der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten an. Es ist ihm wichtig, dass er alles „ungefiltert“ hört.

Entlastung durch das ZGeoBw

Der stellvertretende Leiter des Impfzentrums, Herr Leberle, kommt hinzu und berichtet von der professionellen Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten: „Wir spüren die Entlastung deutlich.“ General Webert ist erfreut über die gute Arbeit seines Personals. Trotz der großen Belastung jedes und jeder Helfenden, appelliert er an die Durchhaltefähigkeit seiner Soldatinnen und Soldaten, denn die Kontinuität im Personal bringt hier alle voran und dem Ziel, allen Gelsenkirchenern schnellstmöglich einen Impftermin anzubieten, näher. Zukünftig werden zwei weitere Soldaten das Team zeitnah verstärken; dann ist die Feuerwache aber auch ausgelastet. Leberle bedankt sich zum Abschluss bei Webert: „Auf ihre Soldatinnen und Soldaten ist zu 100 Prozent Verlass.“

Kreisverwaltung Gütersloh

Beide Soldaten stehen vor der Karte, Einer davon zeigt auf sie.

In Gütersloh lässt sich Brigadegeneral Webert vom stellvertretenden Leiter KVKKreisverbindungskommando, Oberstleutnant Dubbi an der Karte einweisen.

Bundeswehr/Ralf Keller

09.45 Uhr − General Webert sitzt wieder im Auto; zufrieden mit dem ersten Besuch. Der nächste Termin in der Kreisverwaltung Gütersloh steht an. Auf der Fahrt führt er Telefonate mit der Dienststelle und testet die neuen Web-Anwendungen auf seinem Tablet. Er telefoniert direkt mit den Projektverantwortlichen, wenn etwas nicht funktioniert. Er will die Entwicklung der Web-Dienste vorantreiben.

11.00 Uhr − Ankunft in der Kreisverwaltung Gütersloh. Vor dem Kreishaus wartet bereits der Kontingentführer, Oberleutnant Glang, der den General durch die Räumlichkeiten des Gesundheitsamtes führt. Auf hellen Fluren arbeiten  die Soldatinnen und Soldaten hier mit den zivilen Mitarbeitenden Hand in Hand und Tür an Tür.

Dreh- und Angelpunkt ist das KVKKreisverbindungskommando

Ein Soldat an einem Schreibtisch

Brigadegeneral Webert erkundigt sich bei Hauptfeldwebel Heinz über die Vorgehensweise und nach welchem Muster die Menschen aus der Quarantäne entlassen werden dürfen.

Bundeswehr/Ralf Keller

Der stellvertretende Leiter des KVKKreisverbindungskommando Gütersloh, Oberstleutnant Dubbi weist den General an der Lagekarte ein. Er kennt die Umgebung wie seine Westentasche und weiß, was den General interessiert. Er war zwölf Jahre lang aktiv bei der Panzergrenadierbrigade 12 „Lipperland“ in Augustdorf, unweit von Gütersloh. Der General will sofort zu seinem Personal. Er will jede Minute vor Ort nutzen, um möglichst alle 28 hier eingesetzten Soldatinnen und Soldaten zu sprechen.
Das erste Gespräch führt Webert mit Hauptfeldwebel Heinz. Er informiert heute Personen, die aus  der Quarantäne entlassen werden telefonisch. Insgesamt 240 Menschen wird das Team an diesem Tag deshalb anrufen. Der Hauptfeldwebel erklärt dem General die Vorgehensweise und nach welchem Muster die Menschen aus der Quarantäne entlassen werden dürfen. Es sind nicht immer einfache Gespräche, denn auch Verlängerungen der Quarantäne müssen vermittelt werden.

In Gütersloh übernehmen die Frauen und Männer des ZGeoBw viele verschiedene Aufgaben: sie unterstützen bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, sitzen an den Hörern der Corona-Hotline, des Infiziertenmangements, der Erstermittlung, der Ersterfassung sowie die Benachrichtigungen im Bereich KiTas und Schulen. Der General lässt sich alle Bereiche zeigen und spricht auch mit allen Anwesenden. Er tritt in ein Büro mit sechs Arbeitsplätzen − die Hotline. Die Soldaten stehen auf, haben aber noch ein Gespräch über das Headset zu führen. Der General winkt ab; er will nicht im Arbeitsablauf stören. Doch weitere Gesprächspartner stehen schon parat.

Psychologische Unterstützung

Eine Frau an einem Schreibtisch

Frau Dr. Bunte, Leiterin des Gesundheitsamtes Gütersloh unterstreicht die Professionalität des militärischen Personals und die rasche Einarbeitung.

Bundeswehr/Ralf Keller

Webert hat von vielen belastenden Gesprächen gehört und fragt jeden Einzelnen nach dessen Situation. Oberstleutnant Dubbi hat über seine gute Vernetzung das mobile psychologische Unterstützungsteam angefordert. Hier können die Soldatinnen und Soldaten mit ausgebildetem Personal auf freiwilliger Basis sprechen, um über bestimmte Situationen oder Empfindungen zu sprechen. Denn nicht selten laden die Angerufenen am Telefon die Wut der letzten Tage ab. Der General spricht allen seinen Dank aus, dann muss er weiter.

13.00 Uhr − Termin mit der Leiterin des Gesundheitsamtes. Frau Dr. Bunte unterstreicht die Professionalität des militärischen Personals und die rasche Einarbeitung. Auch dankt sie dem General für die Unterstützung der Bundeswehr. Sie weiß, welch schwere Aufgabe das ZGeoBw hier übernimmt. Sie nennt die Bevölkerung „mütend“ – eine Wortschöpfung müde und wütend – und stellt heraus, dass sie von den oftmals sehr komplizierten Gesprächen weiß. Der General lobt die Zusammenarbeit mit dem KVKKreisverbindungskommando sowie mit den zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Dr. Bunte meint: „Wir schauen, dass wir durchhaltefähig sind.“ Der General nickt zustimmend.

„Unterstützen heißt Entlasten“

Eine Frau am Telefon

Die Soldatinnen und Soldaten unterstützen professionell und unermüdlich.

Bundeswehr/Ralf Keller

Oberleutnant Guhra vom KVKKreisverbindungskommando Gütersloh bringt es auf den Punkt: „Die Bundeswehr unterstützt das Gesundheitsamt. Unterstützen heißt hier entlasten!“ Alle im Raum stimmen zu. Die Bundeswehr unterstützt, wo die Ressourcen des Gesundheitsamtes am Ende sind. Oberstleutnant Dubbi, Oberleutnant Gohra und Frau Dr. Bunte sind ein eingespieltes Team und wissen die Unterstützung der Truppe aus Euskirchen zu schätzen.

Zum Abschluss seiner eintägigen Reise, hat der General noch eine Überraschung im Gepäck: er lässt Oberfeldwebel Abel eintreten. Zusammen mit Frau Dr. Bunte vollzieht er die Beförderung zum Hauptfeldwebel.

14.30 Uhr − Rückreise. Auf der Rückfahrt spricht der General den Befehl für die Selbsttests im ZGeoBw durch, denn die sollen schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. Er hat dazu noch einige Informationen von Frau Dr. Bunte mitgenommen und will diese mit einbringen.

16.30 Uhr kommt General Webert zufrieden in Euskirchen an. Doch der Weg hat sich gelohnt, denn „eine Dienstaufsicht dieser Art kann man nicht virtuell durchführen.“, so der General.

von Ralf Keller  E-Mail schreiben

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