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Auch das gibt es: Gebirgsjäger am Fallschirm

Auch das gibt es: Gebirgsjäger am Fallschirm

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
2 MIN

Precise Elephant – eine besondere Übung für die Gebirgsjäger: Fallschirmsprünge, Außenlasttransporte mit dem Hubschrauber und die Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung (Joint Fire Support) haben die Feuerunterstützungszüge der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ neun Tage lang erstmals in Bad Reichenhall und Traunstein trainiert.

Ein Soldat hängt an einem Fallschirm und landet gleich, vor seiner Brust ein großer Rucksack.

Schwer bepackt bereitet sich ein Soldat auf die Landung in Kammer vor.

Bundeswehr/Christian Kunerl

Die Hauptfeldwebel Patrick W., Fliegerleitfeldwebel, Jakob S., Luft-Boden-Feldwebel und Rico K., Beobachtungsfeldwebel sind Angehörige eines Joint Fire Support Teams der 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231. Es begleitet die Kampftruppe und besitzt die Fähigkeit zur Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung, die Steilfeuer (Rohr- und Raketenartillerie, Mörser und Luftnahunterstützung) anfordert und lenkt. Sie haben, neben ihrer Ausbildung für die taktische Feuerunterstützung, noch weitere spezielle Befähigungen. Als Teil der Gebirgstruppe sind sie natürlich auch für den Kampf im Gebirge ausgebildet, zum Teil sogar als Heereshochgebirgsspezialisten. Zusätzlich haben sie die Ausbildung für den Fallschirmsprungeinsatz durchlaufen – eine Kombination mit Alleinstellungsmerkmal in der Bundeswehr. Um diesen hohen Ausbildungs- und Qualifikationsstand zu halten, trainieren die Soldaten während der Übung Precise Elephant ihre Fähigkeiten und werden abschließend durch ein Prüferteam aus Idar-Oberstein zertifiziert.

Sprung mit 30 Kilogramm Ausrüstung

Drei Soldaten steigen bepackt mit Fallschirmen in einen Hubschrauber.

Mit reichlich Gepäck und jeweils einer Gewehrattrappe klettern die Springer in den Mehrzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90.

Bundeswehr/Christian Kunerl

Im ersten Teil der Übung springen die Gebirgsjäger aus einem Hubschrauber ab. Mehrere Übungssprünge in Bad Reichenhall, aber auch auf dem Standortübungsplatz in Kammer bei Traunstein, stehen an den ersten Tagen auf dem Programm. Aus unterschiedlichen Höhen wird zum Teil mit voller Gefechtsausrüstung, also mit etwa 30 Kilogramm Gepäck plus Gewehr und Fallschirmausrüstung, im freien Fall gesprungen. Dabei gilt es für die drei Springer möglichst schnell und geschlossen die Landezonen zu erreichen.

Ein weiterer Ausbildungs- und Übungsabschnitt ist der Transport eines kompletten Mörsersystems als Außenlast sowie des dazugehörigen Personals. Somit ist die Gebirgstruppe in der Lage, ihre Mörser schnell und unabhängig von der Infrastruktur im Gebirge in Stellung zu bringen. Das abgestimmte Zusammenwirken zwischen den Bodentruppen und der Besatzung beim Anbringen der Ladung ist hier ausschlaggebend. Der stellvertretende Zugführer des Mörserzuges, Hauptfeldwebel Jens D., sowie die Piloten vom Transporthubschrauberregiment 10 aus Faßberg mit ihrem Heereshubschrauber NHNATO-Helicopter-90 unterstützen diesen spektakulären Teil der Übung.

Schießübung in Kammer

Drei Soldaten halten jeweils eine Mörsergranate in die Laufmündung. Der Ausbilder gibt Anweisungen dazu.

Der Ausbilder gibt das Zeichen: Aus drei Mörsern gleichzeitig wird die Übungsmunition abgefeuert.

Bundeswehr/Achim Keßler

Die Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung, auch Joint Fire Support genannt, ist der nächste und größte Übungsabschnitt. An diesem Abschnitt nehmen auch die zwei weiteren Feuerunterstützungszüge der Gebirgsjägerbrigade aus Mittenwald und Bischofswiesen teil. In der Nähe von Bergen geht es um die Zusammenarbeit zwischen Boden- und Luftkräften. Das Team verschanzt sich an einem Hang im Wald, klärt mit spezieller Technik die feindlichen Stellungen auf und gibt diese per Funk an Flugzeuge und Steilfeuereinheiten zur Feuerunterstützung weiter. Für diese simulierten Angriffe stehen zwei Maschinen vom Typ Pilatus PC-9 sowie ein Learjet 35, jeweils von zivilen Firmen im Auftrag der Bundeswehr, zur Verfügung. Den Abschluss von Precise Elephant bildet eine Schießübung mit Mörsern auf dem Standortübungsplatz in Kammer. Am Ende erhält das Joint Fire Support Team der Gebirgsjägerbrigade 23 zum wiederholten Mal seine Einsatzzertifizierung durch die Prüfgruppe der Zentralen Ausbildungseinrichtung Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung.

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Ein Soldat am Fallschirm, im Hintergrund ein Bergpanorama

Ein Gebirgsjäger im Anflug auf die Kaserne in Bad Reichenhall, im Hintergrund die Berge Hochstaufen und Zwiesel.

Bundeswehr/Christian Kunerl
An einem Hubschrauber hängt ein großes Netz mit einem Metallbehälter gefüllt.

Ein Hubschrauber setzt ein komplettes Mörsersystem in einem Lastennetz ab.

Bundeswehr/Christian Kunerl
Ein Soldat steht in einer Vertiefung, davor ein Tarnnetz. Er schaut durch eine Art Fernglas.

Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Dennis Jahn, beobachtet hinter einem Tarnnetz den Übungsverlauf.

Bundeswehr/Alexander Hartkopf
Drei Soldaten am Fallschirm fliegen über einen Talkessel, im Hintergrund ist ein See zu sehen.

Das dreiköpfige Team schwebt mit seinen grauen Fallschirmen am Thumsee vorbei.

Bundeswehr/Christian Kunerl
Ein Soldat trägt Daten in ein Formular ein. Er hockt in einem Erdloch, davor ein Tarnnetz gespannt.

Die Aufklärungsdaten werden sorgfältig dokumentiert.

Bundeswehr/Alexander Hartkopf

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von Christian Kunerl

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