Heer
Er kennt alle Panzertypen

Augustdorfer Soldaten erfüllen großen Herzenswunsch

Augustdorfer Soldaten erfüllen großen Herzenswunsch

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Datum:
Ort:
Augustdorf
Lesedauer:
2 MIN

Für Carsten Wicker geht ein echter Herzenswunsch in Erfüllung: Der 24-Jährige darf im hinteren Kampfraum des Schützenpanzers Puma eine Runde über die Panzerringstraße des Truppenübungsplatzes Senne drehen. Soldaten der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 212 aus Augustdorf um ihren Kompaniechef Hauptmann Sven F. erfüllen dem Panzerfan aus dem Kreis Soest damit seinen größten Traum.

Ein junger Mann mit Panzerhaube und Kopfhörern sitzt im Innenraum eines Panzers und schaut glücklich in die Kamera.

Sein Traum geht in Erfüllung: einmal auf einem Schützenpanzer Puma mitfahren. Carsten Wicker ist querschnittsgelähmt und kennt sich mit Panzern aus.

Bundeswehr/Nicolai Ulbrich

Georg Köller und Günther Keuthen vom Caritasverband des Landkreises begleiten Carsten Wicker an diesem Nachmittag, denn der junge Mann sitzt im Rollstuhl. „Panzer machen mich glücklich“ steht in großen Druckbuchstaben auf dem schwarzen T-Shirt, das Wicker für seinen „großen Tag“ aus dem Kleiderschrank gekramt hat. Mit seinen Eltern hat er schon unzählige Male das Deutsche Panzermuseum in Munster besucht. Er kennt alle Panzertypen und die technischen Daten der unterschiedlichen Baureihen. Seine Augen leuchten, als Oberleutnant David E. mit einem Puma auf den technischen Bereich der Rommel-Kaserne einbiegt. Nach einer kurzen Einweisung und Hinweisen zum sicheren Verhalten während der Fahrt geht es für Carsten Wicker und seine Begleiter endlich los. Die Heckklappe des Schützenpanzers schließt sich und der Motor des Pumas heult auf.

Fahrtwind weht um die Nase

Ein Mann hockt auf der Einstiegsluke eines Panzers und hält ein großes Bild vor sich, links und rechts davon stehen Personen.

Carsten Wicker (M.) mit der Bildcollage der Panzerbrigade 21: Oberleutnant David E. (3.v.r.) hat den 24-Jährigen in seinem Schützenpanzer Puma mitgenommen. Georg Köller und Günther Keuthen vom Caritasverband Soest begleiten den jungen Mann.

Bundeswehr/Nicolai Ulbrich

Auf der Panzerringstraße beschleunigt der Kraftfahrer den 43 Tonnen schweren Stahlkoloss mühelos auf 50 Kilometer pro Stunde. „Mehr ist leider nicht erlaubt“, bemerkt David E. mit einem Lächeln, als der Panzer nach rund 20-minütiger Fahrt wieder die Kasernenanlage am Rand der Senne erreicht. Zur Erinnerung an diesen besonderen Tag darf Carsten Wicker ein Ärmelabzeichen und einen Aufkleber mit dem Kompaniewappen der „Zwoten“ mit nach Hause nehmen. Pressesprecher Martin Waltemathe überreicht eine Bildcollage über die Panzerbrigade 21 dem Panzerfan aus Rüthen. Kompaniechef Hauptmann Sven F. schenkt ihm ein Kordelband in der Kompaniefarbe Rot. Traditionell wird diese Kordel, an der eine Trillerpfeife befestigt ist, von Offizieren und Unteroffizieren in den Kampfkompanien getragen. Wicker darf zum Abschluss die Trillerpfeife vom „Chef“ mit nach Hause nehmen. Für ihn ist heute ein Herzenswunsch in Augustdorf in Erfüllung gegangen. „Panzer machen mich glücklich“: Die Aufschrift auf seinem T-Shirt stimmt in jedem Fall.

Ein Soldat in Uniform überreicht einem jungen Mann eine Trillerpfeife, die an einer roten Kordel befestigt ist.

Gelungener Abschluss: Auch der Kompaniechef der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 212, Hauptmann Sven F., überreicht Carsten Wicker mit Pfeife und Führer-Kordel zwei Geschenke, bevor dieser sich schweren Herzens auf den Heimweg begibt.

Bundeswehr/Nicolai Ulbrich
von Martin Waltemathe

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