Heer

Bekenntnis für ein freies Deutschland

Bekenntnis für ein freies Deutschland

  • Bundeswehr und Gesellschaft
  • Heer
Datum:
Ort:
Seedorf
Lesedauer:
2 MIN

Die Rekrutinnen und Rekruten des Fallschirmjägerregiments 31 aus Seedorf haben in diesem Jahr ihr Gelöbnis nicht in der Öffentlichkeit abgelegt. Während der Grundausbildung ist stellt das Gelöbnis die feierliche Aufnahme in die militärische Gemeinschaft dar.

Vier einander zugewandte Soldaten halten die linke Hand über die Truppenfahne. Der Fahnenträger steht in der Mitte.

Die Rekruten geloben an der Truppenfahne, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

Bundeswehr/Markus Mader

Oberstleutnant Ulrich Meyfeld, der stellvertretende Kommandeur des Fallschirmjägerregiments 31, sagt in seinen einleitenden Worten: „Heute bekennen sie sich zum Dienst für die Bundesrepublik Deutschland. Das ist keine Pflichtveranstaltung, das ist auch keine Verwaltungsangelegenheit, die erledigt werden muss. Als freie Frauen und Männer haben sie den freien Entschluss gefasst, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen.“ Soldat zu sein, bedeutet auch, für andere einzustehen. Der Beginn dieser Grundausbildung war wegen der Coronaregeln schon etwas besonders. Es gab viele Hürden, wie zum Beispiel das Belegen der Unterkünfte mit nur zwei Soldaten. Um alle Rekruten unterzubringen, wurde auf einem Parkplatz in der Kaserne ein Containerdorf aufgebaut. Die vorbereitende Theorieausbildung mussten die Rekruten zu Hause bewältigen, im Anschluss daran folgte eine sechswöchige Präsenzphase mit intensiver praktischer Ausbildung auch an den Wochenenden. Dazu gehörten Hygieneauflagen, Maskenpflicht und die Ausbildung nur in fest eingeteilten Gruppen. Mit dem dafür erarbeiteten Konzept der 10. Kompanie konnte das Beste für die jungen Soldaten herausgeholt werden.

Ein besonderer Moment

Ein militärisch grüßender Soldat geht Richtung Kamera, neben ihm ein Zivilist in dunkler Kleidung, dahinter weitere Soldaten.

Die Rekruten sind nun ein Teil der militärischen Gemeinschaft, wie Oberstleutnant Ulrich Meyfeld und der Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann beim Abschreiten der Gelöbnisformation feststellen können.

Bundeswehr/Markus Mader

„Wir haben alles miteinander durchgemacht. Auch, wenn es nur sechs Wochen waren. Die Ausbildung war immer gut strukturiert und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben“, sagt eine Rekrutin begeistert. Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann wollte mit den Rekruten diesen besonderen Moment erleben. Er sagte den jungen Soldaten, dass sie ihrem Land auf eine ganz besondere Weise dienen: „Sie gehen einen unbequemen Weg. Das zeigt mir, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Ganz besonders stellte er die hervorragende Leistung der 10. Kompanie noch einmal in den Vordergrund, da diese die Allgemeine Grundausbildung zum ersten Mal unter Pandemiebedingungen bewältigen musste. In seiner Rede betonte er außerdem, dass man Deutschland nicht dienen kann, wenn man den Werten des Grundgesetzes nicht in Wort und Tat zu dienen bereit sei. Er bedankte sich bei allen Soldaten für ihren Einsatz sowie die Bereitschaft, die Demokratie im Zweifelsfall mit ihrem Leben zu verteidigen. Damit verkörperten sie eine Haltung, die für viele ein Vorbild sein könne.

Vorbildhaft handelten die jungen Soldaten bereits, als sie beschlossen für den gemeinnützigen Verein Bundeswehrfamilien Fallschirmjäger-Kaserne Seedorf e. V.eingetragener Verein Geld zu sammeln. Zusammen mit den Ausbildern und dem Stammpersonal der 10. Kompanie konnten sie während des Appells einen Scheck von über 5.500 Euro an den Verein übergeben. Der Verein fördert und unterstützt unverschuldet in Not geratene oder verunglückte Soldaten und zivile Mitarbeiter und deren Angehörige.


von Markus Mader

mehr lesen

  • Laborarbeiten mit Pipette
    • Coronavirus
    • Bundeswehr

    Coronavirus und die Bundeswehr

    Die Bundeswehr ist seit Auftreten des Coronavirus in Wuhan eng in verschiedene Maßnahmen der Bundesregierung eingebunden.