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Bestpreis für Kfz-Mechatroniker in Hammelburg

Bestpreis für Kfz-Mechatroniker in Hammelburg

  • Bundeswehr und Gesellschaft
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Datum:
Ort:
Hammelburg
Lesedauer:
3 MIN

Endlich ist er da. Der Gesellenbrief. Erik Philipp und 16 weiteren Auszubildenden ist jetzt die Facharbeiterurkunde in der Ausbildungswerkstatt des Ausbildungszentrums Infanterie in Hammelburg überreicht worden. „Jetzt stehe ich selber in der Verantwortung. Das ist schon Klasse.“

Ein Geselle steht gebeugt über einer geöffneten Motorhaube eines Autos und hat einen Schraubenzieher in der Hand.

Vom Groben ins Feine: Erik Philipp in der natürlichen Umgebung eines KfzKraftfahrzeug-Mechatronikers

Bundeswehr/Norman Möller

Lange hat er darauf hingearbeitet und nun ist es endlich so weit. Der Tag der sogenannten Freisprechung. Feierlich werden die Gesellen, die sich für eine vorzeitige Freisprechung nach drei Jahren qualifiziert haben, durch ihren Ausbildungsleiter Martin Stürmer von ihrem Ausbildungsvertrag entbunden und starten ins Berufsleben. Einer von ihnen ist Erik Philipp. Er erhielt in diesem Jahr den Bestpreis für seinen Abschluss als KfzKraftfahrzeug-Mechatroniker. „Es war eine wirklich schöne Zeit. Wahrscheinlich ist sie deshalb auch so schnell vorbeigegangen“, sagt Philipp über seine Ausbildung.

Der 25-Jährige hatte sich vor drei Jahren in der Ausbildungswerkstatt auf dem Lagerberg beworben, nachdem ein Studium für ihn „nicht das Richtige“ war. Schon im ersten Lehrjahr müssen die Lehrlinge praktisch arbeiten. Als Erstes stehen, wie in jedem Beruf, die Grundlagen an. Sind diese erlernt, geht es an die Motoren. „Bei uns heißt es nicht Kaffeekochen und Fegen, sondern wir dürfen gleich selbst was tun, weil durch eine intensive Betreuung eben auch die Zeit dafür da ist“, so der Geselle. Und weiter: „Die Meister und Ausbilder können sich komplett um uns kümmern“.

Im zweiten Lehrjahr wird es dann schon etwas spezifischer, frei nach dem Motto „Was habe ich da eigentlich im ersten Jahr auseinandergebaut?“. Neben den Funktionsweisen geht es auch um die elektronische Fehlersuche, ein beliebtes Thema für die Zwischenprüfungen am Ende des Jahres. „Ein bisschen Prüfungsstress ist ganz normal, aber durch die gute Vorbereitung ist man schon deutlich entspannter“, sagt Erik Philipp. Und der Erfolg gibt dem Ausbildungskonzept recht. Allein aus seinem Jahrgang konnten 17 der insgesamt 32 Auszubildenden die Abschlussprüfung um ein halbes Jahr vorziehen. Auch die Abschlussnoten waren überdurchschnittlich gut.

Praktikum auch im zivilen Bereich

Ein Geselle schaut auf einen Bildschirm mit technischen Daten.

Immer mehr Funktionen an Fahrzeugen werden elektronisch überprüft. Auch das muss ein KfzKraftfahrzeug-Mechatroniker beherrschen.

Bundeswehr/Norman Möller

Neben der Ausbildung spielt auch das Zwischenmenschliche eine wichtige Rolle. Gleich im ersten Jahr gibt es eine Kennenlernfahrt. „Man bekommt ein bisschen das Schulklassengefühl“, erinnert sich Philipp lachend: „Viele junge Menschen im gleichen Alter, keiner kennt sich, am Anfang alle etwas schüchtern und nach zwei Tagen haben einige schon einen Spitznamen weg.“

Außerdem haben die Azubis während zwei weiterer Klassenfahrten die Möglichkeit, die verschiedenen Arbeitsorte innerhalb der Bundeswehr kennenzulernen. So wird zum Beispiel der Marinestützpunkt in Kiel besucht. Zusätzlich müssen die Auszubildenden im dritten Lehrjahr ein Praktikum bei einer zivilen Firma und bei der militärischen Instandsetzung absolvieren. Dadurch sammeln sie umfassende Erfahrungen in beiden Welten und ihnen fällt es leichter, sich nach der Ausbildung für einen Arbeitgeber zu entscheiden.

Bewerbung bei der Bundeswehr

Die Ausbildungswerkstatt Hammelburg ist mit rund 120 zivilen Lehrstellen einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. Sie bildet KfzKraftfahrzeug-Mechatroniker und Industriemechaniker aus. Bestpreisträger Erik Philipp hat sich nach seiner Ausbildung wieder bei der Bundeswehr beworben, diesmal als technischer Beamter im mittleren Dienst. „Die Bewerbung läuft zwar noch, aber es sieht wohl ganz gut aus“, sagt Philipp und fügt hinzu: „Vor allem bin ich froh, bis zu meinem voraussichtlichen Einstellungstermin am 1. Oktober die Zeit hier im technischen Zug des Ausbildungszentrums Infanterie überbrücken zu können. Es wird sich auch nach der Ausbildung um einen gekümmert.“

Für die Ausbildung zum KfzKraftfahrzeug-Mechatroniker oder Industriemechaniker werden
bis zum 30. September 2020 Bewerbungen für den Einstellungstermin September 2021 entgegengenommen. Weitere Informationen erteilt die Ausbildungswerkstatt unter Telefon 09732-984 6151 und per Mail an
AusbZInfAusbWkst@bundeswehr.org

von Lisa Petersen

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