Heer
Schwerer Waffenträger Infanterie

„Boxer“-Stopp bei Rheinmetall Defence Australia

„Boxer“-Stopp bei Rheinmetall Defence Australia

Datum:
Ort:
Australien
Lesedauer:
2 MIN

Während seiner Teilnahme an der multinationalen Übung Talisman Sabre 2023 hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, die Gelegenheit genutzt und am 18. Juli Rheinmetall Defence Australia besucht. Auf dem australischen Werksgelände in Queensland erhielt er exklusive Einblicke in die Produktionsstätte der von Deutschland bestellten GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer.    

Ein Radfahrzeug fährt eine Kurve auf einer Betonstrecke. Aus den Luken schauen zwei Soldaten..

Generalleutnant Alfons Mais bei seiner ersten Testfahrt mit dem in Australien produzierten Radpanzer Boxer

Bundeswehr/Marco Dorow

Im Military Vehicle Centre of Excellence, dem Kompetenzzentrum für Militärfahrzeuge der Firma Rheinmetall im australischen Bundesstaat Queensland, machte sich General Mais gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Ausrüstung im Verteidigungsministerium, Vizeadmiral Carsten Stawitzki, ein Bild von der Produktion des Gepanzerten Transport-Kraftfahrzeugs (GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug) Boxer. „Wir setzen auf die an deutsche Maßstäbe angepasste Version des CRV Recon II, die für uns den Einstieg in die operativ wichtige Kategorie der Mittleren Kräfte zeitgerecht sicherstellt“, so der General.
Zeitenwende und Bündnisverpflichtungen im gesamten Aufgabenspektrum von Landstreitkräften erfordern eine möglichst große Breite an Fähigkeiten des Heeres. Materielle Lösungen, die sich bei Bündnispartnern bereits bewähren oder in der Entwicklung sind und die wichtigsten Forderungen des Deutschen Heeres erfüllen, sind dabei von großem Interesse. Das neue Waffensystem, der Schwere Waffenträger Infanterie, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Es ist hochmobil und durchsetzungsstark.

Grundlage ist das australische CRV 

Menschen in Warnwesten stehen nebeneinander vor einem gepanzerten Fahrzeug.

John Abunasser (dunkler Anzug, Mitte vorn), CEOChief Executive Officer von Vehicle Systems Division Rheinmetall Defence, empfängt Generalleutnant Alfons Mais (vorn, 2.v.l.) und seine Delegation auf dem Werksgelände in Australien

Bundeswehr/Marko Dorow

Zu Beginn des Besuchs erhielten Mais und Stawitzki einen kleinen Einblick in die Produktionsstätte von Rheinmetall Defence in Australien. Anschließend erläuterte der Produktionsverantwortliche für den Schweren Waffenträger Infanterie Timm B., den Deutschen die einzelnen Produktionsschritte während eines Rundgangs im Werk. „Vom Zusammenschweißen der einzelnen Elemente der Wanne bis hin zur Fertigstellung werden etwa zwei Monate benötigt. Alle Komponenten von der Hardware bis zur Software sind hier aus dem Werk Rheinmetall Defence“, sagte er. 
Auf dem elf Hektar großen Werksgelände im australischen Queensland sollen ein Großteil des Schweren Waffenträgers Infanterie auf der Basis des australischen Combat Reconnaissance Vehicle (CRV) für Deutschland produziert werden. 
Der Schwere Waffenträger Infanterie basiert auf der bewährten Boxer-Fahrzeugfamilie. Ergänzt wird das Fahrzeug um einen bemannten Turm mit einer 30-Millimeter-Kanone. Die abschließende Testfahrt auf der werkseigenen Teststrecke beeindruckte den Inspekteur des Heeres sichtlich.

Gemeinsames Ziel: Auslieferung erster Fahrzeuge 2025

Ein Grundsatzabkommen zur Lieferung der Fahrzeuge hatte Bundeskanzler Olaf Scholz am Rande des Besuches des australischen Premierministers Anthony Albanese Anfang Juli in Berlin vereinbart. Es basiert auf der Erklärung, die der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Hitschler zuvor am 23. März 2023 in Australien unterschrieben hatte. Die Finanzierung des Vorhabens soll aus dem Sondervermögen der Bundeswehr erfolgen.

von Daniel Richter
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