Heer
Karriereberatung

„Das kann ich nur jedem empfehlen“

„Das kann ich nur jedem empfehlen“

Datum:
Ort:
Hammelburg
Lesedauer:
2 MIN

Schnee, Regen und Wind empfing die Bewerber am sogenannten Jägertag auf dem Lagerberg. Die vier Männer haben am 30. November die Infanterieschule des Heeres gemeinsam mit zwei Karriereberatern besucht, um sich über die Tätigkeiten und Stellen in Hammelburg zu informieren.

Zwei Zivilisten und ein Soldat bauen ein kleines Zelt auf.

Die Bewerber erhielten viele Eindrücke vom Dienst an der Infanterieschule, auch wie hier vom Leben in Felde.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

Bereits vorab wurden die Interessierten beraten und äußerten ihren Wunsch, zur Kampftruppe zu wollen. Ein Wunsch, dem die Infanterieschule gern nachkommt, denn gute Bewerber werden immer gesucht. „Es ist natürlich ein Problem, wenn gute Stellen frei sind, aber niemand davon weiß. Da wir gute Verbindungen nach Hammelburg haben, wurden wir darauf aufmerksam“, erläutert Stabsfeldwebel Bernd Vogler, Karriereberater aus Fulda. Er schloss sich mit den Stabsfeldwebeln Jens Simshäuser und Heiko Otto, beides Karriereberater aus Wetzlar, zusammen und organisierte diesen Tag für interessierte junge Leute: „Kein Problem, wir organisieren gern etwas,“ meldete Stabsfeldwebel Stefan Hemberger, Kompaniefeldwebel des Stabszuges aus Hammelburg, zurück.

Neue Perspektiven

Zwei Zivilisten bauen ein kleines Zelt aus Flecktarnbahnen auf.

Eine Lehre vom Tag: Vieles in den Streitkräften funktioniert mit vereinten Kräften, so auch der Aufbau des Zweimannzeltes.

Bundeswehr/Andrea Rippstein

Eine Führung durch Bonnland, dem Übungsdorf auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg, mit der Begleitung eines Ausbildungsabschnitts sowie ein Schießen mit Scharfschützen waren der Auftakt. Kampftruppenüblich ging es im gepanzertem Fahrzeug für die Bewerber durch diesen Tag. Aber nicht nur „zuschauen“ stand auf dem Plan, auch praktisch sollte es werden, etwa an der Station „Leben im Felde“. Sie machten Feuer, bauten ein Zelt auf und gewannen Wasser, aßen die typische Einmannpackung für das Feld, EPA. Gestärkt ging es weiter mit einer Waffenschau der infanteristischen Handwaffen und einem besonderen Nachtsehparcours mit der Nachtsehbrille.

„Das war es, was ich mir vorgestellt hatte“, berichtet Marvin Altnöder, einer der Bewerber mit einem Lächeln im Gesicht. „Das ist auch kein Gefechtsfeldtourismus“, erläutert Stabsfeldwebel Simshäuser. „Die jungen Männer wurden bereits vorab beraten. Ihr Wunsch war es, zur Kampftruppe zu kommen, daher wollten wir ihnen zeigen, was sie hier erwartet.“ Weiterhin erklärt Simshäuser, dass, wenn das Bewerbungsverfahren positiv verlaufe, die Bewerber auch tatsächlich in Hammelburg ihren Dienst leisten würden.

Auch ein potenzieller, sogenannter Wiedereinsteller war unter den Besuchern. Denis Huwa war bereits als Soldat auf Zeit, für vier Jahre bei der Bundeswehr. In Donaueschingen habe er als Jäger gedient. Nun zieht es ihn zurück ins Heer. Viele andere Angebote kamen für ihn nicht infrage, denn die Aufstiegschancen seien bei der Bundeswehr wesentlich besser. Obwohl er bereits weiß, was es heißt, Soldat zu sein, zeigt er sich begeistert: „Es ist wirklich top, dass so etwas angeboten wird und man diesen Einblick bekommen kann. Kann ich nur jedem empfehlen.“

von Thomas Heinl

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