Heer

Der letzte Tag als Inspekteur

Der letzte Tag als Inspekteur

  • Multinationalität
  • Heer
Datum:
Ort:
Strausberg
Lesedauer:
2 MIN

In wenigen Stunden wird der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, das Deutsche Heer an seinen Nachfolger, Generalleutnant Alfons Mais übergeben. Kurz vor der Übergabezeremonie stärkt der General die bilaterale Kooperation zwischen dem Deutschen und dem Litauischen Heer und leitet ein letztes Mal den Führungskreis als oberster Heeressoldat.

Zwei Generale sitzen an einem Holztisch und unterzeichnen jeweils ein Dokument. Vor und hinter ihnen stehen Landesflaggen.

Brigadegeneral Raimundas Vaikšnoras (l.) und Generalleutnant Jörg Vollmer unterzeichnen eine Vereinbarung zur besseren Verzahnung des deutschen und des litauischen Heeres.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Als Zeichen der engen Zusammenarbeit zwischen dem deutschen und dem litauischen Heer unterzeichnen der Befehlshaber der litauischen Landstreitkräfte, Brigadegeneral Raimundas Vaikšnoras, und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, das Strategic Vision Statement. Es ist ein dreiseitiges bilaterales Dokument, in dem die strategische Verzahnung zwischen den deutschen und den litauischen Landstreitkräften angestrebt wird. Die litauischen Landstreitkräfte sind als Partner des Deutschen Heeres von herausragender Bedeutung. So trägt das Deutsche Heer die Führung der Enhanced Forward Presence Battlegroup, der Beistandsinitiative der NATONorth Atlantic Treaty Organization an der Ostflanke, für die Litauen seit der ersten Rotation 2017 die Gastgebernation ist. Die Battlegroup ist beispielhaft für ein jahrelang gefestigtes, vertrauensvolles Verhältnis.

Ein eingespieltes Team

Zwei Generale stehen nebeneinander und halten jeweils eine geöffnete Dokumentenmappe in den Händen.

Brigadegeneral Raimundas Vaikšnoras (l.) und Generalleutnant Jörg Vollmer wollen, dass beide Heere auch künftig eng zusammenarbeiten.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Das Deutsche Heer und die litauischen Landstreitkräfte wollen gemeinsame Verfahren und Strukturen weiter synchronisieren, um Doppelarbeit künftig zu minimieren. Dazu setzen die beiden Partner weiterhin auf gemeinsame Übungs- und Trainingsvorhaben, bei denen das vernetzte, koordinierte Feuer sowie das logistische Zusammenspiel ausgebaut wird.

Letztes Treffen mit dem Führungskreis

Ein General und eine Frau stehen vor einer Militärkapelle, die im Dunkeln von Fackeln beleuchtet wird.

Generalleutnant Jörg Vollmer und seine Frau lauschen der Serenade des Heeresmusikkorps Neubrandenburg vor Schloss Reichenow.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Am Tag vor der Übergabe trifft sich der Inspekteur ein letztes Mal mit seinem Führungskreis, mit dem er das Heer die letzten Jahre geführt hat. In Reichenow, unweit der obersten Führungseinrichtung des Heeres in Strausberg, tauschen sich die Führungskräfte zu Themen, wie dem Planungsstand der künftigen Führungsorganisation des Heeres, aus. Das Ziel ist es, die Führung von Landstreitkräften so zu optimieren, sodass Führungsprozesse effizienter werden. Zudem beraten die Generale über die Offizierausbildung. Sie soll wieder dezentralisiert werden, um die künftigen Offiziere näher an der Truppe auszubilden.

Die besondere Atmosphäre des letzten Führungskreises unter Leitung von Vollmer wird allen Teilnehmern und Gästen in Erinnerung bleiben. Im Fackelschein spielt zum Abschluss das Heeresmusikkorps Neubrandenburg vor dem Schloss Reichenow eine Serenade.

von Peter Müller

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