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Internationale Zusammenarbeit

Gemeinsame Übung in Westafrika stärkt Krisenvorsorge

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Gemeinsame Übung in Westafrika stärkt Krisenvorsorge

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Im Senegal bereitet sich die Bundeswehr auf Situationen vor, die hoffentlich nie eintreten. Bei der Übung Schneller Adler 2026 geht es darum, wie unter schwierigen Bedingungen Menschen aus einer plötzlich unsicheren Lage herausgebracht werden können – schnell und geordnet.

Blick aus einem Cockpit auf eine Landebahn in trockener Landschaft

Der A400M im Anflug auf Dakar, die Hauptstadt Senegals. Ein Erkundungsteam der Bundeswehr ist vor Ort, um die Übung Schneller Adler 2026 vorzubereiten und mit den Partnern die Abläufe abzustimmen.

Bundeswehr/Stefan Gierke

Was tun, wenn Flüge ausfallen, Grenzen dicht sind und sich die Lage vor Ort zuspitzt? Das ist das Szenario, für das im Senegal geübt wird. Die deutschen Soldatinnen und Soldaten trainieren, wie deutsche und europäische Staatsangehörige in so einem Fall evakuiert werden können. Dabei müssen viele Dinge gleichzeitig funktionieren: Informationen müssen zusammenlaufen, Entscheidungen getroffen und Kräfte koordiniert eingesetzt werden. Neben der Truppe sind deshalb auch das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft eingebunden.

Die Übung läuft ohne konkreten Anlass. Gerade das ist gewollt. Es geht darum, Abläufe in Ruhe durchzuspielen, Fehler zu finden und besser zu werden, bevor es ernst wird.

Ein großer Teil der Übung lebt von der Zusammenarbeit mit den senegalesischen Streitkräften. Sie stellen nicht nur Gelände und Infrastruktur, sondern sind aktiv mit dabei. Für die deutschen Kräfte ist das eine Gelegenheit, unter Bedingungen zu üben, die sich deutlich von denen in Deutschland unterscheiden. Hitze, Staub und Entfernungen spielen hier eine ganz andere Rolle. Gleichzeitig profitieren auch die Partner vor Ort. Solche gemeinsamen Übungen bringen beide Seiten weiter – fachlich, aber auch im gegenseitigen Verständnis.

Senegal – Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Der Senegal gilt als stabil in einer Region, die sicherheitspolitisch immer wieder unter Druck steht. Genau deshalb ist das Land ein wichtiger Partner für solche Vorhaben. „Die senegalesischen Streitkräfte verfügen über umfangreiche Erfahrungen im Einsatz in diesem klimatisch und geografisch herausfordernden Raum. Die Zusammenarbeit gestaltet sich freundschaftlich und stets professionell“, erklärt Oberstleutnant Chris G. von der Division Schnelle Kräfte (DSK). Er ist verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Übung. „Mit den Soldatinnen und Soldaten konnten wir einen kompetenten, leistungsfähigen Partner für die Ausbildungskooperation gewinnen.“

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Senegal besteht schon länger und beschränkt sich nicht nur auf Übungen. Sie reicht von politischen Gesprächen bis hin zu konkreter militärischer Kooperation. Für die Soldatinnen und Soldaten vor Ort bedeutet das vor allem eines: sich aufeinander verlassen zu können. Und genau das lässt sich nicht auf dem Papier lernen – das muss man gemeinsam erleben.

Soldaten stehen für ein Gruppenfoto vor einem Gebäude.

Im Ausbildungszentrum in Thiès verschafft sich ein deutsches Team einen Eindruck von den örtlichen Bedingungen für die Übung

Bundeswehr/Stefan Gierke
Zwei Soldaten reichen sich draußen vor einem Gebäude mit Skulptur symbolisch die Hand.

An verschiedenen Standorten führt das Erkundungskommando Koordinierungsgespräche zur Übung Schneller Adler durch. Am senegalesischen Generalstab in Dakar werden wichtige Detailabsprachen mit der Host Nation getroffen.

Bundeswehr/Stefan Gierke

Die Übung Schneller Adler 

Schneller Adler gehört zu den Übungen, mit denen Deutschland sich auf Krisen im Ausland vorbereitet. Es geht um Szenarien, in denen Menschen nicht mehr allein ausreisen können und Unterstützung benötigen. Dann stehen Kräfte bereit, die schnell verlegt werden können. Dazu zählen vor allem Einheiten der DSK. Sie sind darauf ausgelegt, kurzfristig zu reagieren und auch unter schwierigen Bedingungen zu arbeiten. Im Senegal wird das Zusammenspiel geprobt – von der ersten Lageeinschätzung bis zur eigentlichen Evakuierung.

„Von der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr versprechen wir uns die Stärkung der militärischen Zusammenarbeit mit den deutschen Streitkräften sowie die Erprobung der Einsatzfähigkeit und der Manövrierfähigkeit unserer beteiligten Verbände in einer binationalen Übung“, sagt ein Sprecher des senegalesischen Generalstabs in Dakar. Und so entsteht etwas, das sich schwer messen lässt: Routine. 
Denn im Ernstfall bleibt dafür keine Zeit mehr.

von Andre Forkert und Stefan Gierke

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