Heer

Drei Tage schweres Feuer

Drei Tage schweres Feuer

  • Multinationalität
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Datum:
Ort:
Bergen
Lesedauer:
2 MIN

Das deutsch-niederländische Panzerbataillon 414 bereitet sich mit dem Leopard 2 auf die anerkannte Mission Enhanced Forward Presence in Litauen vor. Zahlreiche Ausbildungen müssen coronabedingt in kleinerem Umfang stattfinden oder abgesagt werden, doch die Panzersoldaten aus Lohheide meistern auch das.

Zwei Kampfpanzer stehen am Waldrand und einer schießt gerade. Es entsteht ein Feuerball vor seinem Rohr.

Die niederländischen Soldaten des Panzerbataillons 414 bereiten sich im scharfen Schuss mit dem Leopard 2 A6M für ihren Auftrag in Litauen vor. Zusammen mit ihren deutschen Kameraden sind sie ab Juli 2021 im Einsatz für die anerkannte Mission.

Bundeswehr/Patrick Wiegmann

Im Panzerbataillon 414 dienen zu einem Viertel niederländische Soldatinnen und Soldaten, die sich auf den Stab, die erste und die vierte Kompanie verteilen. Unzählige Ausbildungen und Übungen des Bataillons dienen seit dem vergangenen Jahr dem unmittelbar bevorstehenden Auftrag in Litauen. Ab dem zweiten Halbjahr 2021 geht es für die Soldaten los. Doch vorher gilt es, viel zu lernen, erst im Unterrichtsraum, danach an den Ausbildungssimulatoren. Nach der gründlichen Vorbereitung geht es für die Männer und Frauen des Bataillons mit dem Kampfpanzer Leopard 2 A6 M A2 endlich über in die Praxis. Auf dem benachbarten Truppenübungsplatz Bergen haben sie die letzte Gelegenheit, den scharfen Schuss mit der 120 Millimeter Kanone des Panzers zu üben. Denn bereits im Juli geht es per Bahn nach Litauen. Drei Tage dauert das scharfe Schießen mit ihrem mächtigen Hauptwaffensystem.

Feuerkampf und Nebelwand

Ein Kampfpanzer steht im Gelände und verschießt Nebeltöpfe, die rauchend und funkenregnend zu Boden gehen.

Nachdem der Kampfpanzer Leopard 2 A6M feindliche Kräfte bekämpft hat, verschießt er Nebeltöpfe. Das ermöglicht den Kampfpanzerbesatzungen sich ungesehen neue Feuerstellungen zu suchen, um von dort aus erneut in das Kampfgeschehen einzugreifen.

Bundeswehr/Patrick Wiegmann

Auf der Ausbildungsebene eines Halbzuges üben die niederländischen Panzersoldaten den Feuerkampf. Dabei kommt neben der Bordkanone regelmäßig auch das Maschinengewehr MG3 zum Einsatz. Ein sehr schwieriger Abschnitt ist dabei eine Schießübung während der Fahrt des Kampfpanzers auf bewegliche Ziele. Doch die Schießübungen auf dem Truppenübungsplatz in Bergen mit dem Kampfpanzer sind für die niederländischen Soldaten der 4. Kompanie mittlerweile ganz selbstverständlich. Ihre guten Schießergebnisse ebenfalls. Bei guten Wetterverhältnissen können an den drei Ausbildungstagen 15 Schießdurchgänge absolviert werden. 170 Patronen der durchschlagskräftigen Panzermunitionen helfen den Panzerbesatzungen, ihre Kenntnisse wiederaufzufrischen.

Binational und erfolgreich

Auf der linken Seite ist ein Wappen mit einem Reiter, der einen Drachen tötet, auf der rechten eine Anzeigentafel.

Das Panzerbataillon 414 gehört zur 43. Mechanisierten Brigade der Niederlande, die wiederum der 1. Panzerdivision in Oldenburg unterstellt ist. Circa 100 niederländische Soldaten dienen Seite an Seite mit ihren deutschen Kameraden.

Bundeswehr/Patrick Wiegmann

Das Ausbildungsvorhaben der niederländischen Panzersoldaten hat im Vorfeld auch das Interesse der niederländischen Presse geweckt. „Ich bin sehr zufrieden mit den Schießleistungen meiner niederländischen Panzersoldaten„, so der Kommandeur des Panzerbataillons 414, Oberstleutnant Hagen Ruppelt, zu den versammelten Journalisten. „Diese Schießübung ist nur ein kleiner Anteil im Konzert auf dem Gefechtsfeld – aber allzeit der markante Paukenschlag.“ Dem Auftrag der mehrmonatigen anerkannten Mission in Litauen gehen die Männer und Frauen des Panzerbataillons 414 bestens ausgebildet entgegen.

von André Schmidt

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