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Heer
Premiere für Flachländer

Edelweiß auf belgischen Feldmützen

Multinationalität

Vom Flachland ins Gebirge: Zwei Wochen machen sich rund 120 belgische Soldatinnen und Soldaten beim Gebirgsjägerbataillon 231 mit den Besonderheiten des Kampfes im Gebirge vertraut. Nach einem gemeinsamen Gebirgsmarsch erhalten sie auf dem Gebirgsübungsplatz Reiteralpe im Berchtesgadener Land das Symbol der Gebirgsjägertruppe – das Edelweiß-Abzeichen.

Ein belgischer und ein deutscher Soldat hocken hinter einem Felsen mit Blick auf die Alpen.

Die deutschen Soldaten stellen die Besonderheiten des Kampfes aus Stellungen im Gebirge vor

Bundeswehr/Oliver Keller

Seit mehr als einhundert Jahren gibt es die Patenschaft zwischen den Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall und dem 1. Carabiniers „Prinz Boudewijn“ Grenadiers Regiment aus dem belgischen Leopoldsburg. Nun besucht das leichte Infanterieregiment die deutschen Soldaten vom Gebirgsjägerbataillon 231 für eine Ausbildung, die in Belgien in dieser Form unmöglich ist.

Die Gebirgsausbildung soll besonders den jungen Soldaten des belgischen Regiments die Möglichkeit bieten, sprichwörtlich ihren Horizont zu erweitern. So sammeln sie in den Berchtesgadener Alpen erste Erfahrungen mit den Besonderheiten im Gebirge. Sie erleben schnell wechselnde Witterungsbedingungen und den Einfluss der vielen Höhenmeter auf die eigene Kampfkraft. Der Marsch im Gebirge ist beschwerlich. Um nicht zu stürzen, gilt es, ständig Trittsicherheit auf den rauen, scharfen Kanten des grauen Kalksteins zu finden. Nicht nur beim Bewegen, sondern auch beim Kampf in dieser rauen Landschaft gibt es einiges zu beachten. Daher werden den belgischen Kameraden die Besonderheiten des Kampfes aus Stellungen im Gebirge, die deutschen Waffensysteme sowie das Klettern, Abseilen und Begehen von Klettersteigen umfassend erläutert.

Tradition seit über 100 Jahren

Auf einem grünen Hochplateau gehen mehrere Soldaten in Reihe Richtung Gipfel.

Ein Soldat des Gebirgsjägerbataillons 231 führt die belgischen Soldaten bei den Bergmärschen

Bundeswehr/Oliver Keller

Nach der Ausbildung gibt es ein Erinnerungsstück der besonderen Art. Jeder belgische Soldat, der alle Ausbildungsabschnitte absolviert hat, erhält als Zeichen der Anerkennung seiner Leistungen und als Symbol der deutsch-belgischen Verbundenheit das begehrte Edelweißabzeichen.

Bereits vor über 100 Jahren, am 17. April 1914, wurde das Abzeichen durch den österreichischen Erzherzog Joseph Ferdinand als Mützenabzeichen seiner Truppe eingeführt. Aus Dank und um ein äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit der verbündeten Truppen zu schaffen, überreichte das kaiserliche und königliche Landesverteidigungskommando Innsbruck das Edelweißabzeichen an das Deutsche Alpenkorps. Noch heute ziert das Zeichen die Kopfbedeckung der Gebirgsjäger. Aber das Zeichen wird gewiss nicht verschenkt. Um es tragen zu dürfen, müssen sich die Soldatinnen und Soldaten der Gebirgstruppe der Bundeswehr das Abzeichen erst verdienen. So absolviert jeder Gebirgsjäger einen Bergmarsch und eingebundene Ausbildungsabschnitte. Auch die belgischen Infanteristen bewältigen den Marsch erfolgreich. Nach der Verleihungszeremonie dürfen auch sie es mit Stolz an ihrer Mütze tragen.

Die Aussichten sind vielversprechend: Erste Pläne für gemeinsame Skitouren- und Winterkampfausbildungen sind bereits im Gespräch.

Auf dem Weg zum Edelweiß


von Oliver Keller

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