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Ehre, wem Ehre gebührt

Ehre, wem Ehre gebührt

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Datum:
Ort:
Oldenburg
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Soldaten anderer Streitkräfte können mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr geehrt werden, wenn sie sich um die Bundeswehr verdient gemacht haben. Der Niederländer, Oberstleutnant Marc Jongejan, wurde jetzt mit dieser Auszeichnung in Silber für seine Arbeit geehrt.

Ein Soldat trägt an seiner linken Brust ein silbernes Ehrenkreuz.

Oberstleutnant Marc Jongejan wurde während eines Appells in Oldenburg das Ehrenkreuz in Silber verliehen.

Bundeswehr/Waldemar Zorn

Die enge deutsch-niederländische militärische Zusammenarbeit besteht bereits seit vielen Jahren. Der niederländische Panzergrenadier, Oberstleutnant Marc Jongejan, war seit 2015 ein fester Bestandteil dieser Kooperation als Offizier des Stabes der 1. Panzerdivision. Seit Jahren führte er hier das Team, das die Übungen der Division plante und koordinierte. In seiner Aufgabe als führender Planer teilte der geschickte Taktiker seine Erfahrung mit seinen deutschen Kameraden gern und bot oft eine andere Perspektive an. So sagt er: „Die deutschen Soldaten sind sehr gründlich ausgebildet, machen alles einen Schritt nach dem anderen. Ich glaube, wir Niederländer sind lockerer und pragmatischer. Aber die deutsche Gründlichkeit zusammen mit unserer Kreativität und Flexibilität – das ist eine gute Mischung.“

Tipp des Ausgezeichneten

Im Kreis von Soldaten zeigt ein Soldat mit seinem Finger auf etwas, während alle seiner Ausführung folgen.

Der Planer in seinem Element: Oberstleutnant Marc Jongejan erklärt die Abläufe für die Übung Xenon Sword 2019.

Bundeswehr/Waldemar Zorn

Von Beginn an begleitete Jongejan den Fortschritt des Projekts Taurus der engen Zusammenarbeit zwischen der 1. Panzerdivision und der niederländischen 43. Mechanisierten Brigade. Und er hat auch für die Soldaten einen einfachen Tipp für die gemeinsame Kommunikation parat: „Die Deutschen haben manchmal Angst, Fremdsprachen zu sprechen – einfach machen. Auch Deutsche dürfen mal einen Fehler machen.“

Nach einer vierjährigen Zeit in der 1. Panzerdivision erwartet den 59-Jährigen eine neue Aufgabe. Er wird künftig sein Wissen für die Planung von Übungen und Operationen beim I. Deutsch-Niederländischen Corps in Münster einbringen. Ein weiterer Job, bei dem er die multinationale Zusammenarbeit festigen wird.


von Marius Popowicz

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