Heer

Ein Gefühl des Zusammenhalts in der Heimat

Ein Gefühl des Zusammenhalts in der Heimat

  • Familienbetreuung
  • Heer
Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
2 MIN

Im Einsatz zu sein, bedeutet für Soldaten, ihre Familie über Monate nicht in den Arm nehmen und maximal per Videochat sehen und sprechen zu können. Umso wichtiger ist es, seine Lieben in dieser Zeit gut versorgt zu wissen. Die Familienbetreuungsstellen leisten dazu ihren Beitrag und vermitteln das Gefühl des Zusammenhalts in der Heimat. So besuchten rund 250 Angehörige von Einsatzsoldaten aus Munster Mitte Juli gemeinsam den Weltvogelpark Walsrode.

Auf einem Spielplatz: Eine Mutter hält ihr Kind auf dem Schoß. Sie schauen sich etwas in einem Heft an.

Der Tag im Weltvogelpark Walsrode bietet für Kinder und Eltern viel Abwechslung.

Bundeswehr/Andreas Dressler

Bereits das zweite Mal in diesem Jahr lud die Familienbetreuungsstelle Munster Angehörige ihrer Soldaten ein, um sich im größeren Rahmen zu treffen. Insgesamt 247 Angehörige, davon 97 Kinder, durften sich über einen sonnigen Tag im Weltvogelpark mit viel Action freuen. Dass sich die Familien zum guten Teil bereits untereinander kannten, war deutlich zu sehen. „Hey, Ihr seid ja auch wieder da!“ war ein Satz, den man immer wieder hören konnte. Für die Organisatoren war das ein sicheres Zeichen, dass sich die Familien mit- und untereinander zunehmend vernetzen. Wie wichtig das ist, wurde Oberstabsfeldwebel Ralf Fligge nicht müde, zu betonen. Denn gerade jungen Angehörigen, die zum ersten Mal erleben, dass ein Familienmitglied über Monate hinweg im Einsatz ist, tut es gut, mit anderen Menschen zu reden, die diese Erfahrung bereits gemacht haben. So manch eine Sorge kann durch diesen Erfahrungsaustausch und Rückhalt schnell zerstreut werden.

Grüße aus dem Weltvogelpark ins Einsatzland

Eine Soldatin und ein Zivilist sitzen sich in einem Biergarten an einem Tisch gegenüber. Sie hält ihm ein Mikrofon hin.

Feldwebel Lisa Sonntag von Radio Andernach ist vor Ort. Engagiert und aufmerksam nimmt sie Grüße von Angehörigen der Soldaten im Einsatzland auf, die später gesendet werden.

Bundeswehr/Andreas Dressler

Wie sehr die Angehörigen im Einsatz von ihren Familien vermisst werden, ließ sich an diesem Tag trotz aller Freude und Action dennoch nicht verstecken. Feldwebel Lisa Sonntag von Radio Andernach, dem Betreuungsradiosender der Bundeswehr für die Soldaten im Einsatz, war extra angereist, damit die Familien Grußbotschaften an ihre Männer und Frauen, Väter und Mütter im Einsatz übermitteln konnten – eine Gelegenheit, die eifrig genutzt wurde. Sichtlich berührt durch die gefühlte Nähe zu ihren Lieben im Einsatz, sprachen die Angehörigen ihre Grüße ins Mikrofon. Dass sich in solch einem Moment dann auch einmal die Gefühle ihren Weg bahnen und die Stimme für einen kurzen Moment versagt, zeigt, welchen Stellenwert die Arbeit von Radio Andernach als Bindeglied zwischen Einsatzland und zu Hause einnimmt.

Zahlreiche Engagierte

Ein Adler sitzt auf dem Arm seiner Trainerin.

Auch wenn aufgrund der Corona-Auflagen noch keine Flugshow stattfinden darf, braucht der Adler sein Training.

Bundeswehr/Andreas Dressler

Dass die Zusammenarbeit an diesem Tag – wieder einmal – reibungslos klappte, war das Verdienst vieler Engagierter. Angefangen bei den Organisatoren der Familienbetreuungsstelle Munster und den ehrenamtlichen Helfern des Vereins Bundeswehrfamilien Munster e. V.eingetragener Verein, die persönlich vor Ort waren und durch eine finanzielle Spende zum guten Gelingen beitrugen, bis hin zu den Mitarbeitern von Radio Andernach und des Weltvogelparks Walsrode – sie alle arbeiteten Hand in Hand. Und so wurde der Tag ein voller Erfolg für alle. „Man merkt, die Familien kennen sich schon, haben sich wiedergetroffen und sind gemeinsam durch den Park gegangen. So wachsen allmählich die Netzwerke“, fasst Fligge den Tag sichtlich zufrieden zusammen.

von Andreas Dressler

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