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Fallschirmspringer können’s zur Not auch im Nassen

Fallschirmspringer können’s zur Not auch im Nassen

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Altenstadt
Lesedauer:
1 MIN

Wasser - ein natürlicher Feind für Fallschirmspringer. Doch im Notfall muss die nasse Landung trotzdem sitzen. Das wird im Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport in Altenstadt in Bayern trainiert.

Zwei Fallschirmspringer tauchen in einen See ein. Im Hintergrund sind bewaldete Hänge.

Die Fallschirmjäger tauchen vor beeindruckender Kulisse in den Kochelsee ein. Er liegt 70 Kilometer südlich von München am Rand der Bayerischen Alpen.

Bundeswehr/Tim Reinhold

„Das Notverfahren Wasserlandung muss von den Fallschirmjägern regelmäßig geübt werden. Dabei sind vor allem die Abläufe vor, bei und nach dem Auftreffen auf die Wasseroberfläche wichtig,“ erklärt Inspektionschef Oberstleutnant Michael März. Vor allem Ruhe bewahren ist wichtig. Die einzelnen Handgriffe müssen konzentriert ausgeführt werden. Im Ernstfall müssen die Soldatinnen und Soldaten an Land schwimmen und ihren Auftrag weiter ausführen.

Verlässlicher Partner

Ein Flugzeug fliegt am Himmel. Ein Fallschirmspringer ist gerade herausgesprungen. Sein Fallschirm ist noch nicht ganz geöffnet.

Das Kurzstrecken-Transportflugzeug M28 Skytruck wird seit 2017 genutzt, um die Fallschirmspringer abzusetzen.

Bundeswehr/Tim Reinhold

120 Fallschirmjäger nehmen dieses Jahr an einem solchen Training teil. Die Springer verlassen das Flugzeug M28 bei einer Geschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und 460 Metern Höhe. Fünf Soldaten können pro Anflug abspringen. Bereits am Vortag sind die Piloten die Strecke zur Probe geflogen, damit bei der Ausbildung das Timing perfekt passt.

Ein Schnellboot der Wasserwacht fährt über den See. Im Vordergrund spritzt Wasser auf.

Die Fallschirmjäger werden von der örtlichen Wasserwacht und der freiwilligen Feuerwehr unterstützt.

Bundeswehr/Tim Reinhold

Die Covid-19 Pandemie verhindert dieses Jahr die Einladung von externen Gästen zum Sprung. Unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen läuft immerhin die Zusammenarbeit mit der Wasserwacht und der Freiwilligen Feuerwehr weiter. Denn sie helfen beim Aufnehmen der Soldaten aus dem See. Die zivile Unterstützung entlastet die Fallschirmjäger sehr. Oberstleutnant Jörg Schaffelke, stellvertretender Leiter des Ausbildungszentrums, zeigt sich zufrieden: „Es ist toll, gemeinsam sichere Sprünge zu realisieren. Allen freiwilligen Helfern gilt ein besonderer Dank.“

von Tim Reinhold

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