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Gebirgsjäger kämpfen gegen Corona

Gebirgsjäger kämpfen gegen Corona

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Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
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Die Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ unterstützen die Gesellschaft und vor allem ihre Region. 40 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 leisten seit vergangenem Mittwoch Amtshilfe. Auf Grundlage des Artikels 35 Absatz 1 Grundgesetz helfen sie dem Gesundheitsamt Berchtesgadener Land bei der Kontaktnachverfolgung von Covid-19-Infektionsketten.

Drei Soldaten stehen mit Abstand und Mund-Nasenschutz bedeckt vor einem Gebäude.

Oberleutnant Jan Mans (v.l.), Hauptgefreiter Casandra Huhle und Stabsunteroffizier Lukas Strobl sind 3 von 40 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23, die beim Landratsamt in Bad Reichenhall Amtshilfe leisten.

Bundeswehr/Christian Kunerl

In weniger als 48 Stunden nach Billigung des Amtshilfeantrages waren die Soldaten aus der Hochstaufen-Kaserne „einsatzbereit“. Zu Beginn der Amtshilfe wurden den Gebirgsjägern die Aufgaben und Abläufe im Gesundheitsamt erläutert. „Das Personal des Gesundheitsamtes hat uns sehr gut aufgenommen und ausführlich eingewiesen“, sagt Oberleutnant Jan Mans, einer der 40 Gebirgssoldaten bei dem Einsatz.

Amtshilfe rund um die Uhr

Nun unterstützen die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 das Gesundheitsamt beim Nachverfolgen von Covid-19-Infektionsketten. Dazu führen die Soldaten unter anderem Telefoninterviews mit den in Quarantäne befindlichen Personen. Die Soldaten helfen so, Infektionsketten zu unterbrechen und das Infektionsgeschehen einzudämmen. „Unsere Arbeitszeit ist täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr, auch an den Wochenenden“, erklärt Hauptgefreiter Casandra Huhle. Sie verrichtet normalerweise ihren Dienst im Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen in der Hochstaufen-Kaserne.

Die Unterstützung ist derzeit bis Dezember geplant und kann bei Bedarf verlängert werden. Die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ koordiniert die Amtshilfe und die Unterstützung für den Bereich Oberbayern und Schwaben. Hierbei sind bereits 24 Amtshilfeanträge erfolgreich unterstützt und abgeschlossen worden. Derzeit koordiniert die Brigade neun Amtshilfeanträge mit etwa 90 Soldaten.

Die kommunale Teststation in Bayerisch Gmain zählt ebenfalls dazu. Dort leisten seit dem 4. September bis zu sechs Soldaten täglich Amtshilfe. Sie unterstützen ausschließlich administrativ, wie zum Beispiel bei der Datenaufnahme, Registrierung oder beim Verkehrsablauf. Bei den Helfern handelt es sich um Soldaten der Stabsfernmeldekompanie, des Stabszuges sowie des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 der Gebirgsjägerbrigade 23. Die Militärs wurden zuvor in einen Bereitschaftsdienst versetzt, um bei Amtshilfeaufträgen schnellstmöglich mit viel Man-Power unterstützen zu können.

von Gebirgsjägerbrigade 23 

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