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Heer
Förmliche Anerkennung

Pkw kollidieren: Gebirgssoldaten eilen zu Hilfe

Bundeswehr und Gesellschaft

Sechs Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall und eine Soldatin vom Gebirgsversorgungsbataillon 8 aus Füssen beweisen kühlen Kopf und Hilfsbereitschaft. Am frühen Abend des 19. Mai leisten sie auf der Bundesstraße B16 bei Marktoberdorf im Ostallgäu Erste Hilfe nach einem schweren Verkehrsunfall.

Zwei abgebrannte Autowracks liegen am Straßenrand. Ein Feuerwehrmann steht auf der Wiese nebenan.

Teile beider Autowracks liegen nach den Löscharbeiten verstreut um die Unfallstelle

Feuerwehr Marktoberdorf

Nach Angaben der Polizei fuhr ein 30-Jähriger mit seinem Sportwagen in Richtung Füssen und kam aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dabei kollidierte er mit einem entgegenkommenden Pkw. In diesem Moment fahren die Soldaten auf ihrem Heimweg an der Unfallstelle vorbei.

Absicherung und Reanimation

Sechs Männer stehen mit Maske nebeneinander und halten Urkunden, vor ihnen ein Kompanieschild.

Die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231, die am Unfallort vorbildlich handelten, werden mit einer förmlichen Anerkennung ausgezeichnet

Bundeswehr/Achim Kessler

Als die Soldaten aus Bad Reichenhall und Füssen am Unfallort eintreffen, sind die beiden Insassen bereits durch zwei Ersthelfer aus ihren Fahrzeugen befreit worden. Die Gebirgssoldaten organisieren sofort die Absicherung der Unfallstelle. Je zwei Kameraden unterstützen die beiden Ersthelfer bei der Versorgung der zwei Verletzten. Weitere Kameraden beginnen mit Feuerlöschern, den inzwischen in Brand geratenen Sportwagen zu löschen. Nach kleineren Explosionen am Fahrzeug bringen die Soldaten schnellstmöglich den schwerstverletzten Fahrer hinter einem Traktor in Sicherheit. Kurz darauf explodiert der mit Flüssiggas betriebene Sportwagen. Beide Unfallfahrzeuge brennen aus.

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wird der Fahrer des Sportwagens durch die Gebirgsjäger vor Ort reanimiert, jedoch verstirbt er später noch an der Unfallstelle. Die verletzte Fahrerin des zweiten Pkw wird mit einem Rettungshubschrauber ins etwa 30 Kilometer entfernte Klinikum Kempten gebracht.

Für ihren vorbildlichen Einsatz werden die Soldaten durch ihre Vorgesetzten mit einer förmlichen Anerkennung ausgezeichnet.

von Christian Kunerl

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