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Goldene Kronenkreuze für Corona-Helfer

Goldene Kronenkreuze für Corona-Helfer

  • Orden und Auszeichnungen
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Datum:
Ort:
Oldenburg
Lesedauer:
3 MIN

„Unkompliziert und enorm wichtig“ – so beschreibt Diakonievorstand Uwe Kollmann die Unterstützung der Bundeswehr in Altenhilfe-Einrichtungen im Oldenburger Land während der Corona-Pandemie. Als Dank für diese Unterstützung im Amtshilfeeinsatz überreichte er jetzt das goldene Kronenkreuz an sechs Soldatinnen und Soldaten, stellvertretend für alle unterstützenden Einheiten.

In einer geöffneten Schmuckschatulle liegt mittig ein goldenes Kronenkreuz, ein Pfahl mit einer einfachen Krone.

Das goldene Kronenkreuz ist ein besonderes Dankzeichen an alle Helfer, die sich sozial bei der Diakonie engagieren.

Bundeswehr/Sven Kreklau

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch die Soldatinnen und Soldaten in unseren Einrichtungen“, sagte Uwe Kollmann bei der Verleihung. Die Truppe hätte in den Einrichtungen der evangelischen Kirche einen unverzichtbaren Anteil der Arbeit geleistet, in einer Zeit, in der die Mitarbeitenden in der Altenhilfe über ihre Belastungsgrenze gehen mussten. Die Soldaten, die in insgesamt sieben Altenhilfe-Einrichtungen im Oldenburger Land eingesetzt waren, halfen vor Ort unter anderem bei der Besucherkoordinierung, bei unzähligen Coronatests oder sie waren einfach für die Menschen da.

Bewohner haben Fotos mit Soldaten an der Wand

Ein Mann in schwarzem Anzug überreicht einer Soldatin in blauer Uniform ein Kästchen und eine Urkunde.

Für ihr Engagement erhält Hauptmann außer Dienst Jana Eschebach ein persönliches Kronenkreuz von der Diakonie.

Bundeswehr/Sven Kreklau

Die Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten tat den Menschen in dieser schwierigen Zeit gut. Auch mental: „Gegen Ende des Amtshilfeeinsatzes haben wir den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen angeboten, noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit den Soldaten zu machen. Das war eine der längsten Fotosessions, die wir je hatten“, erzählt Uwe Kollmann mit einem Lächeln im Gesicht. „Mittlerweile hat fast jeder Mitbewohner ein Erinnerungsfoto mit “seinen“ Soldaten in seinem Zimmer hängen. Und zu jedem können sie mindestens eine Geschichte erzählen“, ergänzt der Diakonievorstand.

Helfen als Soldat: Ein Selbstverständnis

In einem Saal hält ein Soldat hinter einem Rednerpult neben einem projizierten Bild eine Rede.

Brigadegeneral Dieter Meyerhoff nimmt ein goldenes Kronenkreuz für den Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Jürgen-Joachim von Sandrart, dankend an.

Bundeswehr/Sven Kreklau

Auch Divisionskommandeur Generalmajor Jürgen-Joachim von Sandrart wurde ein goldenes Kronenkreuz verliehen. Sein Stellvertreter, Brigadegeneral Dieter Meyerhoff, nahm es in seinem Namen dankend an. „Ob Heer, Luftwaffe oder Marine: Sie sehen hier alle Uniformen vertreten. Bei diesem Allemann-Manöver hat sich gezeigt, dass alle Soldatinnen und Soldaten da sind, wenn Hilfe benötigt wird“, resümiert Meyerhoff und ergänzt: „Ich bin wirklich stolz auf meine Soldatinnen und Soldaten. Denn das, was sie geleistet haben, ging über ihren normalen Kernauftrag hinaus - und das haben sie wirklich klasse gemacht!“ Gleichwohl wäre eine Verleihung des goldenen Kronenkreuzes aus Sicht des stellvertretenden Divisionskommandeurs nicht notwendig gewesen. „Als Bundeswehr haben wir unseren Beitrag in der Corona-Pandemie geleistet. Wir dienen Deutschland ist für uns kein Lippenbekenntnis. Aber trotzdem vielen herzlichen Dank!“

Während der Corona-Pandemie waren in den Altenhilfe-Einrichtungen der Diakonie im Oldenburger Land Soldatinnen und Soldaten des Marineunterstützungskommandos, des Fallschirmjägerregiments 31, des Jägerbataillons 91 sowie des Stabes und der Stabs- und Fernmeldekompanie der 1. Panzerdivision im Einsatz.

Eine besondere Nadel

Auf der Treppe vor einem Gebäude stehen Soldaten und Zivilisten nebeneinander für ein Gruppenfoto.

Insgesamt sechs Soldaten werden mit der besonderen Auszeichnung der Diakonie geehrt.

Bundeswehr/Sven Kreklau

Das Kronenkreuz ist ein Symbol. Es wurde 1925 als Markenzeichen für die Innere Mission, einer Organisation zur evangelischen Sozialarbeit, entworfen. Für die heutige Diakonie ist es hauptsächlich ein Zeichen des Dankes und zugleich ein Ausdruck der Wertschätzung für die Treue und den Einsatz im Dienste des Nächsten. Kronenkreuze gibt es in Silber und in Gold. Als Zeichen der Zugehörigkeit zur Dienstgemeinschaft der Diakonie etwa können Mitarbeitende im Haupt-, Neben- oder Ehrenamt das silberne Kronenkreuz als Brosche oder Anstecknadel tragen, sofern die Tracht oder ein anderes Abzeichen die Person nicht bereits als diakonischen Mitarbeiter ausweist. Das goldene Kronenkreuz zu erhalten, ist allerdings eine Besonderheit. Normalerweise wird das goldene Kreuz nach mindestens 25-jähriger - im Falle des Eintritts in den Ruhestand nach mindestens 15-jähriger - ehren- oder hauptamtlicher Mitarbeit im diakonischen Bereich überreicht. 

von Aileen Tina Hufschmidt

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