Heer
Auszeichnung für Heeresflieger

Ihre Truppenfahne ist jetzt ein Unikat

Ihre Truppenfahne ist jetzt ein Unikat

Datum:
Ort:
Faßberg
Lesedauer:
2 MIN

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Kein alltäglicher Appell auf dem Fliegerhorst in Faßberg: Die Transporthubschrauberregimenter 10 und 30 sind für ihre Einsätze im In- und Ausland besonders geehrt. Generalleutnant Johann Langenegger, Stellvertreter des Inspekteurs, zeichnete beide Verbände erstmalig im Heer mit dem Fahnenband Einsatz aus. Soldaten der Hubschraubereinsatzstaffel sind gerade aus Mali zurückgekehrt.

Zwei Hubschrauber fliegen über die Formation zahlreicher Soldaten auf einem Flugplatz.

Mit einem Überflug mit dem Mehrzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90 über den Appellplatz beenden die Heeresflieger offiziell ihren Auslandseinsatz in Mali

Bundeswehr/Isabella Gattermann

Fast ein Jahr auf den Tag ist vergangen, seit Brigadegeneral Ulrich Ott, Kommandeur des Kommandos Hubschrauber, und Oberst Cay Goedelt, Kommandeur des Leitverbandes Mali und des Transporthubschrauberregiments 10, die Heeresflieger in den Einsatz MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali nach Mali (United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali) verabschiedet hatten. Der Auftrag, den die Vereinten Nationen den deutschen Heeresfliegern übertragen hatten, war ganz klar formuliert: Sicherstellung des luftgestützten Verwundeten- und Materialtransports für die Soldatinnen und Soldaten des MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali-Einsatzes.

Aus Afghanistan nach Mali

Einsätze sind Alltagsgeschäft für die erfahrenen Soldatinnen und Soldaten der Regimenter 10 und 30 aus Faßberg und Niederstetten, waren sie doch erst kurz zuvor aus dem vorherigen Auslandseinsatz in Afghanistan zurückgekehrt. „Transition AFG2MLI“ habe man diesen kräftezehrenden und fordernden Sprung von einem in den anderen Einsatz genannt, so General Ott in seiner Rede. Vor allem aber war dies ein Sprung, bei dem der Kommandeur Kommando Hubschrauber auf die Leistungsfähigkeit der „wahren Einsatzverbände“ vertrauen und mit der Sicherheit planen konnte: „Die Heeresflieger machen das schon.“

Und so war es auch. Pünktlich zum 1. Dezember 2021 nahm nicht nur die Hubschraubereinsatzstaffel Mali den Flugbetrieb im westafrikanischen Krisenstaat auf. Zusätzlich waren die Heeresflieger in den vergangenen Monaten verlässlich bei der Amtshilfe wegen der Corona-Pandemie im Einsatz wie auch gegen die Waldbrände, die zuletzt im Nationalpark am Harzer Brocken wüteten.

Das Fahnenband Einsatz – eine besondere Auszeichnung

Ein Soldat steht vor der gesenkten Truppenfahne, an der ein weiß-grünes Band befestigt ist.

Erstmals in der Geschichte der Bundeswehr verleiht Generalleutnant Johann Langenegger das weiß-grüne Fahnenband Einsatz. Ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für die einsatzerfahrenen Transporthubschrauberregimenter 10 und 30.

Bundeswehr/Isabella Gattermann

Der Würdigung durch den Heeresflieger-General schloss sich während eines zweiten Appells Generalleutnant Langenegger an. Er zeichnete stellvertretend für den Inspekteur die Soldatinnen und Soldaten der Transporthubschrauberregimenter 10 und 30 mit den Fahnenbändern Einsatz aus. Sie wurden damit im Heer zum ersten Mal verliehen. An der traditionsreichen Truppenfahne hängend ist ein Fahnenband nicht nur das äußere Zeichen für Verlässlichkeit und Anerkennung. Es macht „die Truppenfahne zu einem Unikat“ stellte Langenegger vor den zahlreichen Soldaten und Gästen heraus. Das Fahnenband verbinde und es wirke zudem über Generationen hinweg identitäts- und traditionsstiftend, nicht nur für die Erfahrenen, sondern auch für die Jüngeren, sagte er.

Noch während die Worte über den Flugplatz hallten, trat Langenegger hervor. Mit wenigen Handgriffen brachte er die weißen Bänder mit grünen Aufnähern als äußeres Zeichen der Anerkennung an die Truppenfahnen der ausgezeichneten Verbände an. 

 

von Isabella Gattermann

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