Heer

Impfkampagne für den Erhalt der Einsatzbereitschaft

Impfkampagne für den Erhalt der Einsatzbereitschaft

  • Corona-Impfung
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Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
2 MIN

„Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschenleben zu schützen sowie die Streitkräfte einsatzbereit zu halten und nicht, Urlaubsträume zu verwirklichen“, sagt Hauptmann Svenja Glasewald. Sie ist zusammen mit Oberleutnant Teresa Carmon für die Impfstelle des Sanitätsunterstützungszentrums Munster am Bundeswehrstandort Munster auf dem Gelände der Panzertruppenschule verantwortlich.

Eine Soldatin in weißer Uniform, setzt bei einer weiteren Frau eine Spritze am Oberarm an.

Stabsunteroffizier Karolin Wartmann (l.) vom Sanitätsunterstützungszentrum Munster ist eine der Soldaten, die die Impfungen vornehmen.

Bundeswehr/Michel Baldus

Beide Offiziere koordinieren im Grundbetrieb das Betriebliche Gesundheitsmanagement im Sanitätsversorgungszentrum Munster und wurden kurz vor Ostern durch das Sanitätsunterstützungszentrum Munster beauftragt, eine Impfstelle im Standort aufzubauen. Nachdem zunächst die Räumlichkeiten der örtlichen Arztgruppe in der Kaserne Panzertruppenschule für eine Impfstraße genutzt wurden, war schnell klar, dass diese Kapazitäten nicht ausreichen würden, sobald die Impfkampagne Fahrt aufnehmen würde. So wurde rasch die alte Sporthalle in der Kaserne so hergerichtet, dass nun täglich bis zu 500 Personen geimpft werden könnten. Seit dem 26. Mai arbeitet dort ein Team von Soldaten und Zivilbeschäftigten, um in bis zu sechs Impfstrecken nicht nur Angehörige der Bundeswehr, sondern auch Angehörige weiterer Dienststellen auch außerhalb der Bundeswehr zu impfen.

Bis Anfang Juni 4.000 Impfungen

In einer Halle sitzen auf weit auseinanderstehenden Stühlen Menschen.

Nach der Impfung verweilen die Geimpften zur medizinischen Beobachtung 15 Minuten in der Wartezone der Impfstelle Munster.

Bundeswehr/Michel Baldus

„Unsere Aufgabe besteht unter anderem darin, den vorhandenen Impfstoff für den Standort gemäß der Impfverordnung so zu verimpfen, dass auch die Zweitdosen gesichert sind“, unterstreicht Hauptmann Glasewald. Bis Anfang Juni seien bereits 4.000 Impfungen, davon auch für 1.500 Personen außerhalb der Bundeswehr, vorgenommen worden. Zudem hätten sich zahlreiche Soldaten auch in den Impfzentren der jeweiligen Landkreise oder Zivilbeschäftigte beim Hausarzt impfen lassen. „Wir freuen uns sehr, mit unserem Team die Bundeswehr nicht nur dienstfähig zu erhalten, sondern darüber hinaus auch einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Gesundheitsschutz leisten zu können.

Kommunikation ist das A und O

An einem Tisch sitzen zwei Soldaten und überprüfen die Unterlagen eines dritten Soldaten. Dieser steht vor dem Tisch.

Oberstabsgefreiter Justin Gerhardt (M.) und Hauptgefreiter Andre Retterath (r.) sichten die Impfausweise und Fragebögen.

Bundeswehr/Michel Baldus

Oberst Jesko Peldszus ist Kasernenkommandant und im Auftrag des Standortältesten Munster Koordinator der Impfkampagne. Seiner Ansicht nach kommt es bei der Impfkampagne auf die Kommunikation an. „Besonders in der Anfangsphase des Betriebs war es wichtig, allen Vertretern der Verbände die Arbeitsabläufe der Impfstelle nahezubringen. Die Koordinierungsbesprechung per Webex auf Standortebene hat sich dabei bewährt. Lagebild, Absicht und Umsetzung konnten so unmittelbar weitergegeben und Fragen sofort an die Verantwortlichen gerichtet werden“, betont Peldszus. Auch der Leiter des Bereichs Unterstützung der Panzertruppenschule, Oberstleutnant Christian Wichmann, ist mit dem Engagement der Angehörigen des Sanitätsdienstes wie auch der Unterstützungskräfte aus seinem Bereich sehr zufrieden. „Am Ende sind es die Menschen, die das Projekt zum Erfolg führen. Dazu gehören die Unterstützungszugführer, die Soldaten im Empfangszelt aber auch die Kraftfahrer des Shuttle-Service zur Peter-Bamm-Kaserne“, lobt der Oberst abschließend.

von Paul Hicks

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