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Infanteristische Ausbildung über Laufbahnen hinweg

Infanteristische Ausbildung über Laufbahnen hinweg

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Stadtallendorf
Lesedauer:
2 MIN

Wer glaubt, er habe nach der Grundausbildung schon alles geschafft, der irrt gewaltig. An die Grundausbildung schließt sich die Spezialgrundausbildung, kurz SGA, an. Dabei werden die neuen Soldaten truppengattungsspezifisch ausgebildet. Die SGA erfolgt seit 2020 laufbahnübergreifend. Zuvor wurden Mannschaftssoldaten Feldwebel- oder Offizieranwärter aufgeteilt und getrennt ausgebildet.

Zwei Soldaten liegen im Laubwald am Boden und haben ihren Waffen im Anschlag.

Die Spezialgrundausbildung baut auf den Themen der Grundausbildung auf, vertieft diese und es kommen neue truppengattungsspezifische Ausbildungsinhalte dazu.

Bundeswehr/Nico Engler

In dieser neuen, zusammengefassten Form fand die Ausbildung so zum ersten Mal in der Division Schnelle Kräfte (DSKDivision Schnelle Kräfte) und dort in der Stabs- und Fernmeldekompanie statt. „Eine gute, fundierte Ausbildung legte den Grundstein für die Leistungsfähigkeit unserer Soldatinnen und Soldaten“, erklärt Hauptfeldwebel Alexander M. aus der Stabs- und Fernmeldekompanie Division. Er war bereits Ausbilder an der Infanterieschule in Hammelburg. Seine methodischen und didaktischen Fähigkeiten hätten ein besonders hohes Level, unterstreicht sein Kompaniechef, Major Ralf Jettke.

Einige Lehrgänge 2020 ausgefallen

Ein Gruppe Soldaten hockt im Wald, ein Soldat in der Mitte erklärt etwas.

Ausbilder Hauptfeldwebel Alexander M. (rechts M.) weist seine Soldaten der Spezialgrundausbildung in die Lage der Abschlussübung ein.

Bundeswehr/Nico Engler

Die Professionalität der Ausbilder ist für die Teilnehmenden der Ausbildung ein großer Vorteil. Neben infanteristischen Themen wurde zusätzlich die Ausbildung an geländegängigen Fahrzeugen, wie dem Mercedes Benz Wolf, dem VW T6 Widder und dem Mercedes Benz G 300 CDI Greenliner, eingebunden – ein Bonus sozusagen. Im Fokus der Ausbildung stand jedoch der infanteristische Kampf. Wegen der Corona-Pandemie erfolgten 2020 einige Lehrgänge oder Übungen nicht. Um diese infanteristische Ausbildung zu gewährleisten, bildeten die Lehrgangsteilnehmenden Kohorten, also feste Gruppen, die unter sich blieben.

Aufenthalt auf dem Übungsplatz

Ein Gruppe Soldaten hockt mit den Waffen im Anschlag auf einem Waldweg. Sie sichern in alle Richtungen.

Sichern, aber in alle Richtungen - das üben die Soldaten immer wieder.

Bundeswehr/Nico Engler

„Der große Vorteil in dieser Form der Ausbildung, also über die Laufbahngruppen hinweg, besteht darin, dass wir die infanteristischen Fähigkeiten jedes einzelnen Soldaten fördern können“, beschreibt der Ausbildungsfeldwebel. So vertiefe man die in der Grundausbildung vermittelten Themen. Ein besonderes Highlight sei der zweiwöchige Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg. Dort seien die jungen Soldaten im Gruppengefechtsschießen, einer Geländekraftfahrausbildung, Orts- und Häuserkampf sowie in der Handhabung von Handgranaten und der Panzerfaust ausgebildet worden, um nur einige der Ausbildungsthemen zu nennen.

Besuch vom General der Fernmeldetruppe im Heer

Drei Soldaten stehen auf einem Parkplatz an einem Waldrand und sprechen miteinander.

Kompaniechef Major Ralf Jettke (l.) und Ausbilder Hauptfeldwebel Alexander M. (r.) erklären Oberst Achim Fahl den Ablauf der Abschlussübung der Spezialgrundausbildung.

Bundeswehr/Nico Engler

Von der Ausbildung in der Stabs- und Fernmeldekompanie verschaffte sich Oberst Achim Fahl einen persönlichen Eindruck. So war nicht nur für die Auszubildenden und deren Ausbilder, sondern auch für den General der Fernmeldetruppe im Heer, die Abschlussübung der SGA ein Highlight. Fahl begleitete die Lehrgangsteilnehmer einen ganzen Vormittag, darunter die Station Spähtrupp. „Es liegen drei Monate gute Ausbildung hinter den Frauen und Männern und das Erlernte wird jetzt hier in der Abschlussübung zusammengeführt.“ Körperliche Anstrengung, aber auch viel infanteristisches Können hätten gezeigt, dass der Ausbildungsabschnitt außerordentlich erfolgreich gewesen sei. Es sei eine Freude die Soldaten gut ausgebildet zu wissen. „Herzlichen Dank dafür“, so der Oberst.

Im Unterholz liegt ein Soldat mit seinem Gewehr im Anschlag.

Mit der Spezialgrundausbildung werden aus Soldaten mit Grundausbildungserfahrung mehr und mehr richtige Infanteristen.

Bundeswehr/Nico Engler


von Justine Fischer

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