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Ministerin besucht vier Standorte im Saarland

Ministerin besucht vier Standorte im Saarland

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Heer
Datum:
Ort:
Lebach
Lesedauer:
3 MIN

„Wenn wir vom Saarland sprechen, reden wir auch vom Bundeswehrland“, erklärt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zum Auftakt ihres Besuches. Am 25. November besuchte sie gemeinsam mit dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans die Soldaten und Mitarbeiter im flächenmäßig kleinsten Bundesland.

Mehrere Soldaten mit rotem Barett stehen an einem V-förmigen Biertisch um eine Frau in einer grauen Winterjacke herum.

Bei ihrer Reise durch das Saarland sucht Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer immer wieder das Gespräch mit Soldaten.

Bundeswehr/Marco Dorow

Das Saarland beheimatet rund 1.500 Soldatinnen und Soldaten sowie fast 460 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr. Das Deutsche Heer mit rund 1.400 Soldaten ist der zahlenmäßig größte Truppensteller. Mit der Luftlandebrigade 1 „Saarland“ stellt das Heer nationale Krisenvorsorge und spezielle Operationen sicher. Sie ist die am schnellsten verfügbare Brigade der Bundeswehr bei krisenhaften Entwicklungen im Ausland. Nach der Amtsübernahme ist dies der erste Besuch von Ministerin Kramp-Karrenbauer im Saarland.

Heeresinstandsetzung verbleibt bei der Bundeswehr

In einer Werkhalle hängt an Stahlseilen ein Militärfahrzeug, im Vordergrund die Rückenansicht einer Frau in rotem Blazer.

Annegret Kramp-Karrenbauer erklärt in einer Werkhalle der Instandsetzer: „Die Heeresinstandsetzung bleibt in Bundeswehrhand.“

Bundeswehr/Marco Dorow

Es sei für sie ein besonderer Tag als Verteidigungsministerin, dass Saarland mit all seinen Bundeswehrstandorten besuchen zu dürfen, erklärt sie eingangs. Der Auftakt des Besuches führt Kramp-Karrenbauer zunächst zur Heeresinstandsetzungslogistik GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung (HILHeeresinstandsetzungslogistik) nach Sankt Wendel. Mit mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es das größte Werk der Firma und zugleich größter Arbeitgeber der Region. Etwa 150 Waffensysteme und 12.000 einzelne Baugruppen werden dort jährlich überholt oder repariert. „Ich freue mich besonders, dass wir die Privatisierung der Heeresinstandsetzungslogistik stoppen konnten“, erklärt Kramp-Karrenbauer. Die HILHeeresinstandsetzungslogistik Werke verbleiben bei der Bundeswehr. Auch sicherte die Ministerin im Bereich der HILHeeresinstandsetzungslogistik massive Investitionen zu. Die nächste Station führte sie zu den Soldaten der Luftlandebrigade 1 der Division Schnelle Kräfte.


Luftlandepioniere sofort einsatzbereit

Soldaten und Zivilisten stehen zusammen

Kompaniechef, Major Stefan Böttcher, erklärt die Aufgaben der Luftlandepioniere.

Bundeswehr/Marco Dorow

Was leisten die Soldaten und was bewegt die Männer und Frauen während des täglichen Dienstes: Diesen Fragen ging Kramp-Karrenbauer im Lauf des Tages nach. Die Soldaten der Luftlandebrigade sind mit ihrem Material luftverlastbar, also für den Transport mit Hubschraubern oder Flugzeugen ausgebildet. Sie unterliegen erhöhten Anforderungen hinsichtlich ihrer Alarmierungs- und Einsatzbereitschaft und werden im Fall der Alarmierung sofort von anderen Aufträgen entbunden, um schnell reagieren zu können. Major Stefan Böttcher ist Kompaniechef der Luftlandepionierkompanie 260 in Saarlouis. Der 37-Jährige befehligt rund 180 Soldaten. Er beschreibt: „Besonders die Pioniere mit ihrem breiten Repertoire an Fähigkeiten sind stets gefordert, wenn es darum geht, bei militärischen Operationen ganz vorn mit dabei zu sein.“

Soldaten werden geschätzt

Eine Soldatin mit rotem Barett spricht mit einer Frau in einer grauen Winterjacke.

Notfallsanitäterin, Hauptfeldwebel Aura Knittl (l.), erläutert, wie die Luft-Lande-Rettungsstation funktioniert.

Bundeswehr/Marco Dorow

In Merzig gewähren Sanitäter des Fallschirmjägerregimentes 26 der Ministerin Einblick in die Arbeitsweise einer Luft-Lande-Rettungsstation. Die Ausbildung dafür ist fordernd und verlangt den Soldaten physisch und psychisch viel ab. In Anerkennung dieser Leistungen und stellvertretend für alle anderen Soldaten der Brigade unterstrich die Ministerin. „Sie werden sehr geschätzt und stehen täglich in der Mitte der Gesellschaft.“ Es sei enorm wichtig, dass die Leistungen der Soldaten noch stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen würden. „Fallschirmjäger zu sein heißt, sich persönlich für unser Land und seine Menschen einzusetzen. Sie senden damit ein starkes und wichtiges Signal“, sagte die Ministerin.

Investitionen in Millionenhöhe

Ein Soldat und eine Zivilistin stehen vor einem provisorischen Bord, auf dem kommunikationstechnische Geräte ausgestellt sind

Die Soldaten der Fernmeldekompanie Eurocorps sind die Netzwerkarchitekten der digital vernetzten Gefechtsstände.

Bundeswehr/Marco Dorow

Lebach war die letzte Station des Besuches. Im Gespräch mit den Soldaten der Luftlandeaufklärungskompanie 260 und der Fernmeldekompanie des Eurocorps brachte Kramp-Karrenbauer ihren Stolz über den Leistungswillen und gesellschaftliche Integrität der Soldaten rund um das Saarland zum Ausdruck.

„Besonders hier ist die Verbundenheit von Gesellschaft und Bundeswehr deutlich zu spüren“, und es gelte sich für die Zukunft stark aufzustellen. In den nächsten fünf Jahren werde man in allen drei Standorten 33 Millionen Euro und auf längere Sicht sogar 90 Millionen Euro in die Bundeswehr im Saarland investieren.

von René Hinz

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