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Neue Sport- und Kletterhalle in Füssen eröffnet

Neue Sport- und Kletterhalle in Füssen eröffnet

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Datum:
Ort:
Füssen
Lesedauer:
2 MIN

Anfang September ist in der Allgäu-Kaserne in Füssen eine neue, multifunktionale Sport- und Kletterhalle mit integriertem Kraftraum feierlich eröffnet worden. Diese in der Bundeswehr einmalige Trainingshalle steht nun den Gebirgsaufklärern- und versorgern, den Hochgebirgsspezialisten am Standort sowie allen Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23, aber auch der Bergwacht zur Verfügung.

Ein angeleinter Soldat und eine Zivilistin halten auf einem Felsvorsprung stehend einen symbolischen Schlüssel.

Die Leiterin des staatlichen Bauamts Kempten, Cornelia Bodenstab, übergibt symbolisch den Schlüssel zur neuen Sporthalle an den Standortältesten und Kommandeur des Gebirgsaufklärungsbataillons 230, Oberstleutnant Michael Bertram.

Bundeswehr/Gebirgsaufklärungsbataillon 230

Der Spatenstich zur neuen Multifunktionshalle erfolgte in Füssen am 3. April 2019, die Baumaßnahmen wurden im Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen. Am 2. September 2021 war es dann so weit: Der symbolische Schlüssel konnte feierlich an die Soldatinnen und Soldaten der Allgäu-Kaserne übergeben werden. Die Multifunktionshalle ist bisher einmalig in der gesamten Bundeswehr – ein Unikat.

Selbst Eisklettern ist möglich

Ein steingraues Felswandimitat mit Haken und eine Boulderwand mit bunten Halte- und Trittgriffen

Die Kletterwand in der neuen Sporthalle: Klettern können gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten der Gebirgsjäger und kann hier perfekt geübt werden.

Bundeswehr/Gebirgsaufklärungsbataillon 230

Die fertige Halle verfügt über eine Fläche von 1.526 Quadratmetern, davon entfallen 150 Quadratmeter auf den Konditions- und Fitnessbereich, 976 Quadratmeter auf den Sporthallenbereich, sowie 216 Quadratmeter auf den Kletter- und Boulderbereich mit einer Höhe von 14 Metern. Gerade der Kletterbereich hat es in sich und bietet umfangreiche und in der Bundeswehr einmalige Möglichkeiten für Ausbildung und Übung.

Folgende Besonderheiten weist die Kletterhalle auf:

  • Ausbildung der Bergrettungstrupps

  • Standplatzbau

  • Klettern in Gefechtsausrüstung

  • Felssimulation

  • Begehen eines Seilgeländers/Klettersteigs

  • Klettern im Vorstieg, Schwierigkeitsgrade 3 bis 9

  • Bouldern für Tritt und Griffschulung

  • Ausbildung im Eisklettern Indoor

Besonders hervorzuheben ist, dass die Soldaten mit militärischer Ausrüstung, also mit Bergstiefeln, Rucksack und Waffe, das Klettern üben können. Auch das Eisklettern an einer speziellen Wand ist möglich. Alle Soldaten am Standort Füssen freuen sich auf die Nutzung der Multifunktionshalle. In Füssen sind das Gebirgsaufklärungsbataillon 230, das Gebirgsversorgungsbataillon 8, Heeresbergführer und Heereshochgebirgsspezialisten der Gebirgsjägerbrigade 23 beheimatet.

Zahlreiche Gäste bei der Übergabe

Ein Soldat übergibt an eine Zivilistin einen Blumenstrauß. Sie stehen beide angeseilt an dem Vorsprung einer Kletterwand.

Es war (k)ein Edelweiss… Als Dank für den Schlüssel gibt es im Gegenzug einen Blumenstrauß vom Standortältesten Oberstleutnant Michael Bertram an die Leiterin des staatlichen Bauamts Kempten, Cornelia Bodenstab – nicht alltäglich am Seil.

Bundeswehr/Gebirgsaufklärungsbataillon 230

An der Einweihung der Halle nahmen der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Maik Keller, der Füssener Bürgermeister, Maximilian Eichstetter, der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke, die Landrätin des Landkreises Marktoberdorf, Maria Zinnecker und die an Bau und Planung beteiligten Architekten teil. Nach seiner Rede testete der Standortälteste und Kommandeur des Gebirgsaufklärungsbataillons 230, Oberstleutnant Michael Bertram, die Kletterwand gleich selbst. In der Wand erfolgte dann die symbolische Schlüsselübergabe durch die Leiterin des staatlichen Bauamts Kempten, Cornelia Bodenstab, an Bertram. Der evangelische Militärpfarrer des Standorts segnete zum Abschluss die Halle.

von Gebirgsaufklärungsbataillon 230 

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