Heer
Simuliertes Szenario

Stab der Gebirgsjägerbrigade 23 übt das Gefecht

Stab der Gebirgsjägerbrigade 23 übt das Gefecht

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
1 MIN

„Wenn die Brigade einen Auftrag, etwa der Landes- und Bündnisverteidigung, erhält, muss ein Uhrwerk anlaufen“, beschreibt Oberstleutnant Jasmin Thierer, Abteilungsleiterin für Ausbildung, Übung und Operationsführung. Anfang März haben rund 40 Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 eine taktische Planungsübung absolviert.

Eine Landkarte bedeckt komplett einen Tisch, an dem sich eine Soldatin mit Zeigestock und ein General gegenüberstehen.

Oberstleutnant Jasmin Thierer (r.) ist verantwortlich für die Ausbildung. Sie weist Brigadegeneral Maik Keller (l.) in die aktuelle Lage ein.

Bundeswehr/Gebirgsjägerbrigade 23

Zwei Wochen stand in der Hochstaufen-Kaserne der Führungsprozess im Gefechtsstand der Brigade im Mittelpunkt. Aufgabe des Gefechtsstandes sei es, dem Brigadekommandeur bei seiner Entscheidung zum Einsatz seiner unterstellten Truppenteile vor dem Hintergrund einer simulierten Lage bestmögliche Handlungsoptionen aufzuzeigen, so Thierer. Bei dieser Übung sei der Einsatz von allen Truppenteilen der Gebirgsjägerbrigade 23 sowie weiterer Unterstützungskräfte in einem simulierten computergestützten Szenario geübt worden. Auch die Beurteilung der Feindlage, des Geländes, die Verfügbarkeit und Versorgung der eigenen Kräfte, geologische und meteorologische Aspekte sowie die Auswirkungen von etwaigen Flüchtlingsströmen flossen aktiv in den Planungsprozess mit ein.

Fachbereiche verbinden

Ziel war es, das Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche eines Brigadestabes durch solche Übung zu verbessern. Es galt zudem, den Umgang mit dem neu eingeführten Führungsinformationssystem Sitaware weiter zu trainieren und den Ausbildungsstand damit zu erhöhen. „In einer solchen Situation müssen standardisierte Prozesse beginnen, bei denen jeder Teil des Stabes seine Aufgabe und Rolle kennt“, beschreibt Thierer. Um das zu gewährleisten, muss der Kernauftrag eines Brigadestabes regelmäßig geübt werden.

„Ich bin mit der geleisteten Arbeit meines Stabes zufrieden. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, wie schnell sich neue Bedrohungslagen ergeben können, weshalb ich beruhigt bin zu sehen, dass ich mich in einer solchen Situation auf meine Soldaten verlassen kann“, resümierte Brigadegeneral Maik Keller. Diese Übung hat zudem die Voraussetzungen für die kommenden diesjährigen Übungsvorhaben der Gebirgsjägerbrigade 23, wie beispielsweise die Übung Edelweiß, gelegt.

von Gebirgsjägerbrigade 23 

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