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Heer
Auf den Ernstfall vorbereitet

Seite an Seite mit der aktiven Truppe

Übung

Reservistinnen und Reservisten übernehmen heute feste Aufgaben in der Bundeswehr. Sie verstärken die aktive Truppe dort, wo Fähigkeiten dauerhaft vorgehalten werden müssen. Wie eng diese Zusammenarbeit inzwischen ist, zeigt eine Übung des Panzerpionierbataillons 701 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz.

Mehrere Soldaten rennen durch ein bewaldetes Gebiet.

Gefechtsübung auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz: Die eine Gruppe sichert, während die andere sich verschiebt, um dem Feind nachzusetzen

Bundeswehr/Marco Dorow

Für viele Reservistendienstleistende ist der Aufenthalt auf einem Truppenübungsplatz etwas Besonderes. In der Oberlausitz trainieren sie jetzt gemeinsam mit der aktiven Truppe. Ihr Auftrag: Ein Sicherungszug soll in der Lage sein, den Gefechtsstand eines Bataillons zuverlässig zu schützen. Solche Sicherungsaufgaben werden zunehmend durch Reservistendienstleistende übernommen. Sie entlasten die aktive Truppe und stellen gleichzeitig sicher, dass wichtige Fähigkeiten jederzeit verfügbar bleiben.

Zwei Wochen lang üben aktive Soldatinnen und Soldaten des Panzerpionierbataillons 701 gemeinsam mit Reservistendienstleistenden. Der Verband aus Gera unterstützt mit seinen Fähigkeiten Bewegungen im Gefecht. Er überwindet Hindernisse, schafft Wege und bereitet das Gefechtsfeld vor. Bei Tag und Nacht, im Wald und im urbanen Gelände trainieren nun die aktive und nicht-aktive Truppe – vom Gruppenrahmen bis zur Zugstärke. Gefechtsschießen, Geländefahrten und Verteidigungsübungen greifen ineinander. Für viele der eingesetzten Reservistinnen und Reservisten bedeutet das: Sie kehren für begrenzte Zeit in den militärischen Dienst zurück und bringen ihre Erfahrungen gezielt ein.

Ein Soldat im Dienstanzug schaut in die Kamera. Brigadegeneral David Markus, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 Bundeswehr/Thomas Fugmann
„Wir müssen bestimmte Fähigkeiten dauerhaft beherrschen. Dazu gehören Fahren, Funken und Feuern. Genau das trainieren wir hier gemeinsam mit den Sicherungskräften aus der Reserve.“

Neue Möglichkeit, wie Reservisten dienen können

Übungen, wie die in der Oberlausitz, sind ein fester Bestandteil der Reservedienstleistung und sorgen dafür, dass Fähigkeiten erhalten und weiterentwickelt werden. Damit entsteht ein System, das sowohl die Einsatzbereitschaft stärkt als auch individuelle Möglichkeiten eröffnet, sich gezielt militärisch einzubringen.

Damit der Sicherungszug seinen Auftrag erfüllen kann, muss er auch schwieriges Gelände bewältigen. Auf der Geländelehrbahn trainieren die Soldatinnen und Soldaten den Umgang mit unterschiedlichen Fahrzeugen, vom geländegängigen Pkw bis zum schweren Wechselladerfahrzeug. Das Ziel: Gelände richtig einschätzen und Fahrzeuge sicher bewegen. Sand, Schlamm, Hindernisse oder Bahnschienen stellen hohe Anforderungen. Oft entscheiden wenige Zentimeter über Erfolg oder Stillstand. 

Gerade für Reservistendienstleistende ist dieses Training entscheidend. Es ermöglicht ihnen, sich schnell wieder in militärische Abläufe einzufinden und unter realistischen Bedingungen Routine und Sicherheit zu gewinnen.

Der Aufenthalt endet in einem komplexen Gefechtsbild

Mehrere Soldaten liegen in einer Stellung und schießen. An einer Waffe blitzt Mündungsfeuer auf.

Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Waffen können spezielle Ziele besser bekämpft werden

Bundeswehr/Marco Dorow

Zu Beginn steht die Ausbildung im kleinen Rahmen. Auf der Waldkampfbahn trainieren die Soldatinnen und Soldaten grundlegende Abläufe. Später folgen Verteidigungsübungen in einer Ortschaft – bei Tag und bei Nacht.

Auch die Versorgung Verwundeter wird geübt. Realistische Szenarien fordern schnelles und richtiges Handeln. Nach jedem Durchgang werden die Abläufe ausgewertet, um Fehler zu erkennen und daraus zu lernen. Am Ende steht ein komplexes Gefechtsbild. Jetzt wird der gesamte Sicherungszug eingesetzt, zu Fuß und mit Fahrzeugen. Verschiedene Fähigkeiten greifen ineinander. Nur durch das Zusammenspiel aller Kräfte kann der Auftrag erfüllt werden.

Reserve – integraler Bestandteil der Truppe

Die Übung in der Oberlausitz zeigt, wie eng die Reserve heute mit der aktiven Truppe verzahnt ist. Sie übernimmt konkrete Aufgaben, schließt Fähigkeitslücken und trägt unmittelbar zur Einsatzbereitschaft bei. Die Reserve ist damit nicht Ergänzung, sondern fester Bestandteil der militärischen Struktur. Gleichzeitig bietet sie vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen – ob in aktiven Verbänden oder im Heimatschutz. Die Ausbildung in der Oberlausitz macht deutlich: Reserve ist heute gelebte militärische Realität.

von Presse- und Informationszentrum des Heeres

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