Transportflugzeug Airbus A400M
Der Airbus A400M ist Transporter, Tank- und Rettungsflieger zugleich.
Mit dem Transportflugzeug A400M haben das Fallschirmjägerregiment 31 aus dem niedersächsischen Seedorf im Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit Celle ihr Kerngeschäft geübt: Luftlandeoperationen. Durch einen taktischen Fallschirmsprung landen die Fallschirmjäger in der Landezone auf dem Standortübungsplatz Scheuen.
Fallschirmjäger landen auf dem Standortübungsplatz Scheuen, bei Celle mit ihrer Rundkappe und ihrem Sprunggepäck. Doch jetzt beginnt der Auftrag erst.
Bundeswehr/Markus MaderDie Sonne steht noch tief, als sich der Kompaniechef der 5. Kompanie mit seinen Soldatinnen und Soldaten zum gemeinsamen Sprungeinsatz fertig macht. In der Vorwoche wurde jeder Schritt bereits bis ins kleinste Detail geplant und wieder und wieder geübt. Jetzt muss jeder Handgriff sitzen, denn nach dem Absprung mit dem Fallschirm wird es ernst. Erst dann zeigt sich, ob die Vorbereitungen ausreichend waren und die Fallschirmjäger ihren Auftrag verinnerlicht haben. Letzte Absprachen werden getroffen, dann beginnt jeder mit dem Anlegen des Fallschirmsprungsystems.
Die Motoren der Flugzeuge dröhnen laut und man spürt deutlich die Wärme der vier Triebwerke, als die Soldatinnen und Soldaten beladen mit ihrer schweren Gefechtsausrüstung über die Heckrampe im Bauch der A400M verschwinden.
Oberst Eiko Zuckschwerdt, Kommandeur des Fallschirmjägerregiments 31, erklärt die Übung Stürmender Greif 2023
Die Übung dauert zwei Wochen. In der ersten Woche steht die Planung im Vordergrund, in der zweiten Woche die praktische Umsetzung. Das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit stellt für diese jährlich zu wiederholende Übung das Leitungspersonal und die Infrastruktur zur Verfügung, um hier den höchstmöglichen Ausbildungserfolg zu gewährleisten. Schwerpunkt dieses Jahr: das Vertiefen des Springens der Truppe aus dem Transportflugzeug Airbus A400M. Denn für einige Fallschirmjäger liegt die Ausbildung zum Fallschirmspringer noch nicht so weit zurück. So konnte das Wissen weiter vertieft und gefestigt werden. Im Laufe der Übung und in Verbindung mit der Sprungwoche Nord konnten 639 Fallschirmsprünge absolviert werden.
Immer mobil: Mit dem lufttransportfähigen Einsatzfahrzeug Spezialisierte Kräfte Mungo fahren die Fallschirmjäger schnell durch das Einsatzgebiet. Dabei wird das Fahrzeug mit den Handfeuerwaffen der Soldaten gesichert.
Bundeswehr/Markus MaderDie Lage am Boden ist nicht immer ganz klar. Häufig sind feindliche Streitkräfte nicht eindeutig erkennbar. Auch Zivilisten, Polizeikräfte, Milizen oder Anwohner stellen in den Szenarien unterschiedliche Herausforderungen dar. Das muss berücksichtigt werden und vorab in der Planung einfließen. Doch letztendlich müssen die Fallschirmjäger ganz individuell darauf reagieren können. Aus diesem Grund werden im Übungsablauf immer wieder entsprechende Szenarien eingespielt, um die Soldatinnen und Soldaten auf etwaige Situationen vorzubereiten und damit Handlungssicherheit zu schaffen. Für so eine Einsatzform bedarf es vieler Akteure und Spezialisten. Die Zusammenarbeit muss abgestimmt und synchronisiert werden. Denn nur gemeinsam kann man seine volle Stärke entfalten, um zum Erfolg beizutragen.
Die Anstrengungen haben sich gelohnt, bereits vorhandenes Können konnte weiter gefestigt werden. Was nicht in Gänze beherrscht wurde, registrierte die Übungsleitung und wertete dieses mit der übenden Truppe anschließend gemeinsam aus. Die Fallschirmjäger aus Seedorf haben sich der Herausforderung gestellt und ihre Ziele erreicht. So konnten alle ein positives Fazit aus der Übung Stürmender Greif 2023 ziehen und die Einsatzbereitschaft weiterhin auf einem hohen Niveau halten. Ganz nach dem Motto der Division Schnelle Kräfte „einsatzbereit – jederzeit - weltweit“.
Kein Raum für Fehler: Unter den geschulten Augen der Absetzer legen die Fallschirmjäger ihre Fallschirme und die schweren Sprunggepäcke an
Bundeswehr/Markus Mader
Glück ab! Über dem Übungsplatz Scheuen springen die Fallschirmjäger aus dem Transportflugzeug A400M. Damit beginnt die Luftlandeoperation.
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Um möglichst schnell viele Fallschirmjäger zum Ort des Geschehens zu verbringen, springen sehr viele in einem Umlauf ab und kommen fast zeitgleich am Boden an
Bundeswehr/Markus Mader
Auch die 40-mm-Granatmaschinenwaffe A1 mit Munition und rund 80 Kilogramm müssen mit. Ein Drei-Mann-Trupp transportiert und bedient diese Waffe mit durchschlagender Wirkung.
Bundeswehr/Markus Mader
Erst kürzlich noch im Sudan bei der militärischen Evakuierungsoperation, jetzt in Celle. Mit dem lufttransportfähigem Waffenträger Wiesel mit der 20-mm-Bordmaschinenkanone werden Ziele in bis zu 1.500 Meter Entfernung bekämpft.
Bundeswehr/Markus Mader