Das Transportflugzeug Airbus A400M

Transportflugzeug A400M in Seitenansicht
  • 340 m³ Volumen des Laderaums

  • 37 t max. Nutzlast

  • 3.300 km Reichweite bei voller Nutzlast

Airbus A400M: Eine Maschine für drei Aufgaben

Der Airbus A400M ist ein Schulterdecker mit vier Propeller-Motoren. Jeder Propeller hat acht Blätter. 30 Prozent des Flugzeugs sind aus Verbundwerkstoffen konstruiert, der Rumpf ist konventionell aus Metall.

Tanken, Transportieren, Retten

Ein Transportflugzeug im Flug

Der Airbus A400M im Flug.

Bundeswehr/Stefan Petersen

Der A400M „Atlas“ ist als strategisches und taktisches Transport- und Tankflugzeug konzipiert. Er kann Personal und Material transportieren. In einem Airbus A400M haben bis zu 114 Soldaten Platz. Sonst können wahlweise entweder ein Kampfhubschrauber Tiger, ein leichter Unterstützungshubschrauber H145M, vier Geländewagen vom Typ Wolf, zwei BV206 Hägglunds Kettenfahrzeuge, zwei geschützte Fahrzeuge Mowag Eagle IV oder V, ein KMWKrauss-Maffei Wegmann Dingo 2 oder ein Transportpanzer Fuchs beziehungsweise Schützenpanzer Puma und andere Fahrzeuge transportiert werden.

Der Airbus A400M verfügt über die Fähigkeit der Luftbetankung. Er kann Jets und Propellermaschinen betanken. Im April 2019 wurden erstmals mehrere Eurofighter während eines Einsatzes betankt.

Mitte 2018 fanden die ersten MedEvacMedical Evacuation-Missionen statt. Damit ist der A400M bei medizinischen Evakuierungen über große Distanzen eine Ergänzung zum A310 MRTTMulti Role Tanker Transport und zur Transall C160.

Der Airbus A400M ersetzt die Transall

Der erste Airbus A400M wurde am 18. Dezember 2014 an die Bundeswehr übergeben. Aktuell verfügt die Luftwaffe über 30 dieser Maschinen. Bis 2026 soll die Auslieferung von 53 Maschinen abgeschlossen sein. Aktuell wird neben dem A400M noch die C160 Transall eingesetzt. Doch der Airbus kann etwa dreimal so viel Ladung transportieren und ist dabei fast doppelt so schnell.

Propeller drehen entgegengesetzt

Der Airbus A400M „Atlas“ ist eines der ersten Flugzeuge, bei dem das Prinzip umgesetzt wurde, dass sich die zwei Propeller an einem Flügel in entgegengesetzter Richtung drehen. Das bedeutet, dass sich beide Propeller zur Flügelmitte hindrehen, einer im Uhrzeigersinn, der andere entgegengesetzt. Zum Starten und Landen genügt dem Airbus eine provisorische, 1.000 Meter lange Landebahn. Das Fahrwerk ist zudem für Gras-, Sand- und Schotterflächen ausgelegt.

A400M-Verbände der Luftwaffe

Alle Airbus A400M der Luftwaffe sind bisher am Standort Wunstorf beim Lufttransportgeschwader 62 stationiert. Ab etwa 2025 wird die Luftwaffe den Betrieb am Standort Lechfeld im Rahmen einer multinationalen Einheit mit zehn A400M aufnehmen.

Technische Daten

Hersteller

Airbus Defence and Space

Triebwerk

EPI TP400-D6-Turboprop-Triebwerk

Leistung

8.250 kW / 10.838 PS

Länge

45,10 m

Höhe

14,70 m

Spannweite

42,36 m

Leergewicht

78,6 t

Max. Abfluggewicht

141 t

Höchstgeschwindigkeit

750 km/h in 10 km Höhe
555 km/h auf Meereshöhe

Reisegeschwindigkeit

Mach 0,68

Dienstgipfelhöhe

11.275 m

Reichweite

3.300 km bei voller Nutzlast
4.535 km bei 30 t Zuladung
6.390 km bei 20 t Zuladung
8.700 km für Überführungen

Besatzung

3

Erstflug

11.12.2009

Laderaumvolumen

340 m³

Das Transportflugzeug A400M – in 60 Sekunden

Der Airbus A400M ist ein Transportflugzeug der deutschen Luftwaffe – und eine europäische Gemeinschaftsleistung. Deren Ergebnis kann sich sehen lassen: Dank moderner Computertechnik reichen zwei Piloten und ein Ladungsmeister, um den grauen Riesen zu fliegen und zu bedienen. Der kann bis zu 37 Tonnen Fracht transportieren, erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 750 Stundenkilometern und hat eine Reichweite von bis zu 3.300 Kilometern.
Datum:

Der Airbus A400M in Aktion

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