Heer

Versorger fit für den Einsatz in Mali

Versorger fit für den Einsatz in Mali

  • Einsatzvorbereitung
  • Heer
Datum:
Ort:
Roding
Lesedauer:
2 MIN

Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 4 aus Roding bereiten sich bereits ein Jahr vor ihrem Einsatz in Mali darauf vor. Unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften durchlaufen rund 120 Soldaten eine kompakte Einsatzlandunspezifische Ausbildung (ELUSAeinsatzlandunspezifische Ausbildung).

Ein Bundeswehr-Lkw ist vor einer dichten, gelben Rauchwolke zum Stehen gekommen.

Die ELUSAeinsatzlandunspezifische Ausbildung vermittelt den Soldaten Grundlagen für einen Auslandseinsatz. Dazu gehört: Betreiben eines Kontrollpunktes. Am Check Point kann es zu unvorhersehbaren Angriffen kommen, hier simuliert durch gelben Nebel.

Bundeswehr/Michael Hanisch

Um in Zeiten von Corona den eigenen Auftrag weiter erfüllen, die notwendige Ausbildung weiter fortführen und gleichzeitig den bestmöglichen Schutz für die Soldaten gewährleisten zu können, entstand im Versorgungsbataillon 4 noch vor den Auflagen zur Nutzung von Schutzmasken im öffentlichen Raum die Idee, Mund-Nase-Bedeckungen in Eigenregie herzustellen. Mit Organisationsgeschick setzten die Soldaten die Idee recht schnell in die Tat um. Mit den seit Anfang April über 5.000 produzierten Masken wurden die eigenen Soldaten und auch Soldaten außerhalb der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ versorgt.

Auflockerung, Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen sind während der Einsatzvorausbildung die wichtigsten Gebote. Es gilt das Risiko einer Übertragung des Coronavirus zu minimieren. Die Ausbildungsgruppen der Rodinger Versorger werden auf zwei Durchgänge aufgeteilt. Unterricht erfolgt nur in Räumen, in denen der Mindestabstand zwischen allen Soldaten in jeder Richtung eingehalten werden kann.

Freiluft statt Unterrichtsraum

Ein Soldat steht inmitten eines nachgebauten Geländes im Sandkasten und erklärt Handlungsmöglichkeiten.

Aus einem Beachvolleyballfeld wird kurzerhand ein Geländesandkasten.

Bundeswehr/Enrico Hanf

Wann immer es möglich ist, findet die theoretische Ausbildung im Freien statt. So wird beispielsweise Sandkastenausbildung kurzerhand aus dem Unterrichtsraum auf ein Beachvolleyballfeld verlegt. Witterungsgeschützt können so mehrere Soldaten ihre taktischen und situationsbedingten Verhaltensweisen modellähnlich durchgehen. Sowohl beim Vermitteln von Inhalten etwa beim Einsatz von Soldaten als Rollenspieler, wie bei der Auswertung von Ausbildungsabschnitten werden die notwendigen Abstände eingehalten.

Mit Abstand und Maske

Zwei Soldaten mit Schutzmasken sprechen miteinander.

Ein Ausbilder (r.) wertet mit einem Soldaten einen Trainingsabschnitt aus.

Bundeswehr/Enrico Hanf

Nach zweieinhalbwöchiger Ausbildung steht die Erkenntnis für die Versorger aus Roding: Einsatzvorbereitung funktioniert auch mit dem Einhalten der Corona-Schutzmaßnahmen. Ausbilder und Auszubildende gewöhnen sich sowohl an das Tragen der Masken als auch an Abstände oder andere Hygienemaßnahmen. Bei allen Ausbildungsinhalten wie dem Verhalten bei der Bedrohung durch improvisierte Sprengvorrichtungen, beim Fahren in langen Kolonnen oder in einsatznahen Szenaren beim Betreiben eines Check Points hielten sich die Soldaten an die Vorgaben. Mit dem Ergebnis: Einsatzausbildung kann und muss fortgeführt werden, um die Soldaten bestmöglich auf ihren Einsatz vorzubereiten – das geht auch mit Maske, Auflockerung und Abstand.

von Enrico Hanf

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