Heer
Dienstantritt

Verteidigungsministerin besucht das Heer

Verteidigungsministerin besucht das Heer

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Heer
Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
3 MIN

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat sich am 7. Februar bei ihrem Dienstantrittsbesuch im Heer über die Fähigkeiten der Panzerlehrbrigade 9 informiert und mit den Soldatinnen und Soldaten in Munster gesprochen. „Mein erster Besuch im Heer führt mich heute nach Munster. Hier schlägt das Herz der gepanzerten Truppen“, so Ministerin Lambrecht. 

Soldaten und eine Zivilistin stehen in den Luken eines fahrenden Gefechtsfahrzeuges.

Das Heer erleben: Mitfahrt in den Gefechtsfahrzeugen des Heeres

Bundeswehr/Mario Bähr

Die Politikerin will mehr über das Leistungsspektrum des Heeres und die Vorbereitungen auf internationale Bündnisverpflichtungen erfahren und Gespräche mit der Führung und den Soldaten führen. Aber auch Defizite, etwa bei der Digitalisierung, werden klar angesprochen. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, begleitet Lambrecht durch diesen Tag auf dem Munsteraner Übungsplatz. 

Das Heer ist die größte Teilstreitkraft, rund 65.000 Soldatinnen und Soldaten sowie Mitarbeitende leisten hier tagtäglich ihren Dienst. 

Das kann das Heer

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Verteidigungsministerin Lambrecht erhält einen ersten Einblick in die umfassenden Fähigkeiten des Heeres und verkündet vor der versammelten Truppe die heute dem Bundestag mitgeteilte Verstärkung der Enhanced Forward Presence der NATO in Litauen.

Brigadegeneral Christian Freuding, seit September 2019 Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 „Niedersachsen“, heißt die Ministerin bei noch sonnigem Wetter willkommen. 

Die Panzerlehrbrigade 9 ist einer der größten Verbände im Heer. Hier dienen 6.000 Soldatinnen und Soldaten. Multinationale Landoperationen und friedenserhaltende Auslandseinsätze und anerkannte Missionen sind der Kernauftrag der Lehrbrigade. Rund 200 Angehörige der Brigade sind aktuell bei der NATO-Mission enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) in Litauen eingesetzt.

Sieben Bataillone verteilt auf fünf Orte und zwei Bundesländer führt die in Munster stationierte Panzerlehrbrigade 9. Der panzerstarke Großverband umfasst: die Stabs- und Fernmeldekompanie in Munster, das Aufklärungslehrbataillon 3 in Lüneburg, das Panzergrenadierlehrbataillon 92 in Munster, das Panzerlehrbataillon 93 in Munster, das Deutsch/Britische Pionierbrückenbataillon 130 in Minden/Westfalen, das Versorgungsbataillon 141 und das Panzergrenadierbataillon 33 in Luttmersen sowie das Jägerbataillon 91 in Rotenburg/Wümme.

Konzert der Fähigkeiten

Ein Kampfpanzer und Schützenpanzer fahren schnell nebeneinanderher, Gefechtsrauch steigt auf.

Ein dynamisches Gefechtsbild von Kampftruppe und Unterstützungskräften verdeutlicht die Fähigkeiten der Heeressoldaten

Bundeswehr/Mario Bähr

Grollende Panzermotoren und klirrende Kettengeräusche kündigen den ersten großen Programmpunkt an. Auf dem Truppenübungsplatz Munster zeigen Panzergrenadiere, Kampfpanzerbesatzungen und Unterstützungskräfte stolz ihr Fähigkeitsprofil, ihr tägliches Handwerk. Jedes Bataillon mit seinen spezifischen Fähigkeiten trage in der Gesamtheit zur Leistungsfähigkeit des Systems Brigade bei, beschreibt Kommandeur Freuding, während die dynamische Waffenschau läuft. 

Anschließend fährt Ministerin Lambrecht auf den Gefechtsfahrzeugen der Panzerlehrbrigade mit. Auf dem Gepanzerten Transportkraftfahrzeug Boxer und dem Schützenpanzer Puma geht es für Lambrecht über den Munsteraner Übungsplatz. Gespräche über die Ausrüstung und Leistungsfähigkeit der Truppe runden den technischen Einblick ab. „Das ist ein tolles Gefühl hier. Ich danke den Männern und Frauen für den Einblick in das System der Landstreitkräfte“, so Lambrecht am Ende ihres Besuches.

,,Die Herausforderungen für die Landes- und Bündnisverteidigung sind vielfältig. Es gilt für uns, die Führungsfähigkeit zu verbessern, die Führungssysteme müssen multinational kompatibel sein“, erklärt die Bundesverteidigungsministerin während der Gespräche mit Ausbildern und Systembedienern. 

Beförderung von höchster Stelle

Drei Soldaten und eine Zivilistin bei der Beförderung von Soldaten.

Während der Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten der Panzerlehrbrigade 9 befördert Ministerin Christine Lambrecht zwei Soldaten. Brigadegeneral Christian Freuding (l.) und Generalleutnant Alfons Mais (2. v. r.) bringen die neuen Schulterklappen an.

Bundeswehr/Mario Bähr

Das Besondere am Besuch der Ministerin: Es ist ihr erster im Heer. Aber auch für zwei Soldaten der Panzerlehrbrigade 9 wird diese Stippvisite unvergessen bleiben. Die Ministerin nutzt die Möglichkeit der Gesprächsrunde mit den Soldaten, um die Oberstabsgefreiten Rou ven Huth aus der Stabs- und Fernmeldekompanie und Oberstabsgefreiten Dirk Bernd Erbe aus dem Panzergrenadierlehrbataillon 92 jeweils zum Korporal zu befördern. Der Korporal gehört zu den neuen Spitzendienstgraden in der Mannschaftslaufbahn und wird nur bei entsprechender Eignung und Leistung vergeben. 

„Seien Sie stolz auf Ihre Fähigkeiten und blicken Sie zuversichtlich in die Zukunft. Auch leben Sie tagtäglich die Werte, für die Sie einstehen“, bestärkt Lambrecht alle Soldatinnen und Soldaten in ihren Gesprächen. Dafür, dass sie das haben, was sie für ihren Dienst bräuchten, fühle sie sich verpflichtet, betont die Politikerin.

Verstärkungskräfte für Litauen

Zahlreiche Soldaten stehen vor aufgefahrenen Fahrzeugen und Panzern, ein Soldat grüßt eine Zivilistin militärisch.

Beim Besuch der Ministerin erhält die Panzerlehrbrigade 9 die ersten fünf Kampfpanzer Leopard 2 A7V

Bundeswehr/Mario Bähr

Zum Ende des Besuches blickt Lambrecht erwartungsvoll in die Zukunft. „Es ist gut, dass wir den Schützenpanzer Puma in der VJTFVery High Readiness Joint Task Force -Version 2023 einsatzbereit haben. Wir müssen aber auch die Führungsfähigkeit verbessern, wir müssen bei der Digitalisierung weiter nach vorn kommen“, sagt die Ministerin. Beim abschließenden Statement teilt die Ministerin mit, dass die EU-Battlegroup in Litauen in den nächsten Tagen verstärkt wird. Die Verstärkung umfasse insgesamt 350 Soldaten. 250 davon werde das Heer stellen. „Wir stärken damit die NATO-Ostflanke und senden ein Signal der Geschlossenheit des Bündnisses.“ 

Zuletzt übergibt die Verteidigungsministerin die ersten fünf neuen Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A7V an die Panzerlehrbrigade 9 und bedankt sich für den Einblick in die Leistungsfähigkeit und die Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten des Heeres.

von René Hinz

Die Panzerlehrbrigade stellt sich vor

Die Panzerlehrbrigade 9

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