Heer
Politische Bildung

Wie verhalte ich mich in den sozialen Medien richtig?

Wie verhalte ich mich in den sozialen Medien richtig?

  • Innere Führung
  • Heer
Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
2 MIN

Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 haben den 23. Februar als „Tag im Zeichen unserer Werte“ genutzt, um sich zu bilden. Vor allem ging es um die Festigung des Leitbildes der Inneren Führung – des „Staatsbürgers in Uniform“. Die Gebirgssoldaten setzten sich mit dem Thema „Verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Netzwerken“ auseinander.

Soldaten sitzen in einem Unterrichtsraum und sehen einen Film auf einer Leinwand.

Tag der Werte bei der Gebirgsjägerbrigade 23: Denkanstöße liefert ein Video aus dem Kommando Heer in Strausberg

Bundeswehr/Selina Vogl

„Heute ist einmal mehr Ihre persönliche Meinung und Ihr Mitwirken gefragt“, erklärt Oberstleutnant Michael Andritzky, Chef des Stabes der Gebirgsjägerbrigade 23, in einer Videobotschaft an die Teilnehmenden der Veranstaltung. Die Soldaten des Stabes diskutierten in Kleingruppen über den Umgang mit den sozialen Medien.

Social Media und Uniform

Zwei Soldaten sitzen am Schreibtisch vor einem Laptop und schauen sich ein Video an.

Als Auftakt der Veranstaltung wendet sich der Chef des Stabes der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberstleutnant Michael Andritzky, an die Soldaten

Bundeswehr/Selina Vogl

„Klare Haltung – Starke Überzeugungen“ lautet das Programm, das den Wertekanon aller Soldaten des Heeres an diesem Tag festigen soll. Vor allem die kruden Thesen und das inakzeptable Auftreten zweier Angehöriger der Gebirgsjägerbrigade 23 in den sozialen Medien in Bezug auf die Duldungspflicht der Corona-Schutzimpfung sind Beispiele dafür, dass auch Beiträge in den Social-Media-Kanälen das öffentliche Ansehen einer Berufsgruppe schädigen können. Die Schulung der ethischen Grundlagen verleiht den Soldaten nicht nur im Einsatz den gebotenen Handlungsrahmen. Höchstes Gut sind dabei Menschenwürde, Recht und Freiheit. Ebenso wie sie verpflichtet sind, das Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit zu wahren und die Werte einer freiheitlich-demokratischen Ordnung zu repräsentieren, sind sie verpflichtet, dies auch mit ihrem Auftreten im Internet zu tun. Dabei sollen soziale Medien keinesfalls dämonisiert werden – im Gegenteil. Sie bieten eine ideale Plattform, um als Soldaten und Staatsbürger in Uniform in Erscheinung zu treten. Um einen Anhalt für ein korrektes Auftreten und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit sozialen Medien für Soldaten zu geben, entwickelte die Bundeswehr hierfür einen Leitfaden.

An diesem Tag sollte es jedoch nicht um die bloße Vermittlung dieser Richtlinien gehen, sondern deren praktische Umsetzung. Dabei hinterfragten die Soldaten das eigene Verhalten in den sozialen Medien kritisch. Diskutiert wurde auch über Beispiele sogenannter Fake News, sowie gelungene oder unpassende Social-Media-Beiträge. Realität oder Fake? Angemessen oder total daneben? Mit diesen Fragestellungen, die durchaus nicht nur eine Antwort zulassen, näherten sich die Soldaten im Gespräch der Thematik an – deutlich eingängiger, als dies durch einen frontalen Vortrag hätte geschehen können.

von Thomas Schmaus
Eine Soldatin im Tarnanzug steht vor dem Deutschen Bundestag in Berlin und hält grüßend die Hand an die Mütze.
Klare Haltung – starke Überzeugungen

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