30 Jahre Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock – ein leises Jubiläum

30 Jahre Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock – ein leises Jubiläum

  • Infrastruktur
  • Bundeswehr-Dienstleistungszentrum
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
2 MIN

Am 3. Oktober 1990 als damalige Standortverwaltung gegründet, begeht das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) Rostock in diesem Jahr sein 30jähriges Jubiläum. Geplant war ein Festakt mit anschließender Feier, auch mit Teilnahme der Ehemaligen. Nun wird dieser offizielle Teil des Jubiläums aufgrund der Corona-Pandemie ins nächste Frühjahr verschoben. Dennoch möchte es sich der Leiter des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum, Regierungsdirektor Jörg Hoyer, nicht nehmen lassen, ein wenig in die Vergangenheit zu blicken und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die letzten Jahre zu danken.

Ein weißes dreigeschossiges Gebäude mit grauem Dach.

Die Schaltzentrale des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Rostock

Bundeswehr/Horst Röpke

Mit der Zuständigkeit für die Betreuung und Versorgung der Streitkräfte in den heutigen Landkreisen Rostock, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, im westlichen Teil des Landkreises Vorpommern-Rügen sowie den kreisfreien Städten Rostock und Schwerin beträgt die Ost-West-Ausdehnung heute 194 Kilometer und die Nord-Süd-Ausdehnung 144 Kilometer. Insgesamt betreut das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock mit seinem Hauptsitz in der Hanse-Kaserne Rostock heute rund 7.328 Soldaten und zivile Mitarbeiter. Die fachgerechte Wahrnehmung der Arbeitsbereiche Personalmanagement, Finanzen/Interne Dienste, Facility Management und der Standortservice in Hagenow/Schwerin, Hohe Düne, Laage, Rostock und Bad Sülze/Sanitz erfolgt dabei durch 521 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 10 Soldatinnen und Soldaten, die als militärische Rechnungsführer tätig sind.

Ereignisreiche Jahre

Ein großes Zelt, davor ein Wappen, ein Glücksrad und ein Bistrotisch

Hanse-Sail 2019, Zelt des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock

Bundeswehr/Andrea Tiede

Das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock blickt auf ereignisreiche Jahre zurück. Zum einen sei hier der G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm erwähnt, bei dem das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum für die Unterbringung von 17.000 Polizisten zuständig war, aber auch im Rahmen der Flüchtlingshilfe im Jahr 2015 engagierten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum. So wurden in den einzelnen Standorten Feldbetten und Schlafsäcke für die weitere Verteilung in die Flüchtlingsunterkünfte eingelagert und bei Bedarf verladen. Im Sommer letzten Jahres waren Angehörige des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock an der Bekämpfung der Brände auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen beteiligt. In der Ernst-Moritz-Arndt Kaserne Hagenow wurde die logistische Zentrale des THW eingerichtet. Einem Teil der 2000 Einsatzkräfte konnte in der Sporthalle und einer errichteten Zeltstadt mit Dusch-, Wasch- und Sanitärcontainern eine Unterkunft, aber auch ein Ort des Rückzuges und der Erholung gegeben werden.

Seit Jahren Top-Ausbildungsbetrieb

Vier Auszeichnungs-Pokale stehen im Gras

Die Pokale der IHK zu Rostock für den Top-Ausbildungsbetrieb

Bundeswehr/Andrea Tiede

Seit 1992 wurden mehr als 264 Auszubildende in den unterschiedlichsten Berufszweigen und 168 Anwärter sowohl im mittleren und gehobenen nichttechnischen Dienst, aber auch im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst betreut. Seit 2015 wurde das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock dafür, mittlerweile zum 4. Mal in Folge, mit dem Titel „Top-Ausbildungsbetrieb“ der IHK zu Rostock ausgezeichnet. Auch auf zahlreichen Großveranstaltungen, wie dem Mecklenburg-Vorpommern-Tag, dem jährlich stattfindenden Tag der Bundeswehr sowie der jährlich stattfindenden Hanse-Sail ist das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Rostock präsent.

Ein leises Jubiläum

In diesem Jahr jedoch ist alles anders. Keine Großveranstaltungen, keine Feierlichkeiten, nur eingeschränkter Dienstbetrieb. Und doch meistern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch diese besondere Situation mit Bravour. Ob im Home-Office oder in geringer Besetzung im Büro, hier wird alles getan, um für die Nutzer da zu sein. Der Leiter, Regierungsdirektor Jörg Hoyer, bedankt sich für diesen Zusammenhalt und ist sicher, im nächsten Jahr kann das Jubiläum gebührend gefeiert werden.

von Andrea Tiede  E-Mail schreiben
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